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Das segelnde Klassenzimmer®
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Reisebeschreibung HSHS 08/09
• Costa Rica (7. 1. – 5.2. 2009)

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Kaffee und Kolibris. Am 07. Januar 2009 laufen wir den Hafen von Puerto Limón an: Wir sind in Costa Rica. Von dort beginnen wir die erste große Landexkursion. Die erste Woche verbringen wir in der Hauptstadt San José, um neben kulturellen Besichtigungen auch unsere Spanischkenntnisse zu verbessern. Die Unterkunft in Gastfamilien und 5 Stunden täglicher Sprachunterricht werden uns helfen, die Kultur Lateinamerikas kennen zu lernen. Eine Tagestour wird uns zu einem der naheliegenden Vulkane führen, z.B. dem Poás mit dem zweitgrössten Kratersee der Welt. Auch werden wir sehen, wie das nach dem Erdöl wichtigste Welthandelsgut, der Kaffee, kommerziell angebaut und verarbeitet wird. Auch der Sport kommt nicht zu kurz: Wir treffen Schüler der British School – englische und costaricanische Jugendliche, Ticos, wie sich die Costaricaner selber nennen – zu einem inzwischen legendären Fussballspiel in der englischen Schule San José.

 
Die folgende Woche stellt unsere Gruppe vor eine besondere Herausforderung. In Kleingruppen von bis zu 5 Personen, nur begleitet von einem Erwachsenen, werden wir selbstständig das Land erkunden. Diese Exkursion bereiten wir während der Atlantik– und Karibiketappe anhand von Literatur an Bord vor. Im Rahmen der sogenannten "Expis" gibt es die Möglichkeit, endlich etwas Ferien zu machen, es sollen aber auch abhängig vom jeweiligen Ziel bestimmte, selbstgestellte Aufgaben und Ansprüche erfüllt werden. Durch die Expiberichte, die von jeder Gruppe angefertigt und vorgestellt werden, bekommt hinterher an Bord jeder einen Eindruck von den Abenteuern der anderen. Während der letzten Woche des Landaufenthaltes besuchen wir das Dorf Longo Mai im Südwesten, das 1979 von dem Österreicher R. Spendlingwimmer als Flüchtlingsprojekt für die Opfer des El Salvadorianischen Bürgerkriegs gegründet wurde.

Später kamen Flüchtlinge vor der Somoza–Diktatur aus Nicaragua hinzu, und in den neunziger Jahren schliesslich noch einige landlose Ticos. Heute leben rund 900 Menschen in der Gemeinde. Die Dorfbewohner bauen Zuckerrohr und Kaffee, Bananen und Gemüse an und arbeiten teilweise in der nahegelegenen Ananasfabrik oder im dorfeigenenen Tourismus– und Schulprojekt. Wir werden dort bei einigen der rund 75 Familien leben, so die frisch erworbenen Spanischkenntnisse einsetzen können, bei der Kaffee– und Zuckerrohrernte helfen, im zum Dorf gehörenden Regenwald Petroglyphen (indianische Felszeichnungen) sehen, die Natur erkunden, im Fluss baden und sicherlich viele andere spannende Entdeckungen machen. Zum Abschluss lockt noch der relativ nahe Pazifikstrand, den wir für einen Tag mit Jugendlichen aus dem Dorf besuchen werden. Dann warten aber auch schon die "Astrid" und die "Johann Smidt" auf der anderen Seite des Landes, an der Karibikküste in Limón auf uns, so dass wir uns wieder auf den "Heimweg" zu unserem schwimmenden Zuhause machen. Ab dem 05. Februar werden wir entlang der Küste nach Norden segeln, um knapp eine Woche später Belize zu erreichen.

Dieser von uns mit geerntete – übrigens ausgezeichnete – Arabica–Kaffee wird in Deutschland von der Kooperative Café Libertad verkauft. Einmal als Filterkaffee unter dem Namen "Café Soñador" (span. "Der Träumer") und dann gemischt mit mexikanischen Hochlandbohnen als Espresso "Kiptik". Hierzu siehe auch www.cafe–libertad.de. Gerne können Sie eine Anfrage auch per Email an info(at)highseashighschool.de richten.


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