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Das Projekt | Die Reise 14/15 | Summer–HSHS | HSHS–Archiv

Reisebeschreibung HSHS 09/10
• Honduras/Belize (11.02.2010 – 18.02.2010)

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Mantarochen und Mangroven. Ab dem 04. Februar segeln wir in Richtung Cabo Gracias a Dios - dem "Kap Gott sei Dank" – an der Nordostecke Mittelamerikas. Nach knapp einer Woche sind wir in unserem nächsten Zielgebiet angekommen, im Golf von Honduras. Auf Roatán, der grössten Insel der zwischen Belize und Honduras liegenden Bay Islands können die Vorräte ergänzt werden. Dort und auf der Nachbarinsel Utila werden wir wieder tauchen und schnorcheln, diesmal am zweitgrössten Riffsystem der Welt. Das mittelamerikanische Barriereriff zieht sich von hier in Honduras bis hinauf nach Mexiko. Mit unseren neuen Kenntnissen werden wir dabei in Form eines Fish Surveys – einer Kartierung der von uns vorgefundenen Fischarten – die damit schon seit 1990 beschäftigte Organisation REEF (www.reef.org) tatkräftig unterstützen.

Weiterhin ist zur Erhöhung des fachlichen Anspruchs, aber auch zur bestmöglichen Nutzung unserer Ergebnisse eine Kooperation mit CORE, der Arbeitsgruppe "Coral Reef Ecology working group at GeoBio–Center/LMU Munich" (www.palmuc.de/core/index.html) in Vorbereitung. Die Korallenriffe der Bay Islands gelten als die artenreichsten der Karibik. Da es ja auch Leben ausserhalb des Wassers gibt, gehen wir auf Utila mit deutschen und honduranischen Biologen in den Mangrovenwald. Um diese bei der Nachzucht des nur dort vorkommenden Utila Iguana (Ctenosaura bakeri) zu unterstützen, helfen wir ihnen beim Fangen dieser Reptilien. Hier wird auch der Zusammenhang zwischen Arten– und Küstenschutz und zwischen den Mangroven und den Korallen etwas klarer: Das eine Ökosystem kann ohne das andere nicht existieren, und ohne intakte Riffe und Mangroven sind die meisten Küstenabschnitte der Karibik schutzlos den Hurricanes ausgesetzt. Nach so viel Natur und Naturwissenschaft wollen wir aber auch die alten Hochkulturen des Festlandes erkunden. Die vier Länder El Salvador, Honduras, Guatemala und Belize bilden mit den fünf südlichen Bundesstaaten Mexikos die "Mundo Maya", die Welt der Maya. In Zeiten der vielen präkolumbischen Grossreiche noch viel uneinheitlicher als heute, fällt auch heute die "Auswahl" des Reiseziels schwer, da wir leider nicht annähernd genügend Zeit haben, alle Aspekte dieser geschichtsträchtigen und vielseitigen Region kennen zu lernen.

Die gute Vorbereitung durch verschiedene Referate zu wenigstens einigen Facetten wie dem verblüffend präzisen Kalender– und Zeitsystem oder der Architektur der Maya hilft uns, das Erbe der Vorfahren unserer Gastgeber zu verstehen. Derzeit sind für Touristen spürbare Auswirkungen der politischen Situation in Honduras zwar vor allem auf die Hauptstadt Tegucigalpa und auf eine stark erhöhte Polizeipräsenz beschränkt. Angesichts der unklaren Situation werden wir aber vor Ort genau abwägen, ob wir hier ans Festland fahren und unser Bedürfnis nach monumentalen Mayapyramiden in Copán, Honduras, oder weiter nördlich stillen und mit der Johann Smidt Anker lichten. Dafür kommt Lamanai in Belize mit seiner im Wortsinne lebendigen Mayakultur und auch Chichen Itzá in Mexiko mit einer der berühmtesten Tempelanlagen in Frage, wenn uns Wind und Wetter auf dem Weg nach Norden wohlgesonnen sind.


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