Stille in der Männerabteilung
Donnerstag, 15. April 2010Tag: 15. April 2010
Position: Punta Delgada, São Miguel, Azoren
Etmal: 0
Wetter: grau
geschrieben von: Fabian Best
Eine Stadt. Eine Stadt ist groß, eine Stadt ist weit, und auf dem Rückweg die letzte Shopingmöglichkeit. Punta Delgada, ist die Hauptstadt der Azoren-Insel Sao Miguel und bietet wie jede Stadt viel Abwechslung. Das ist doch wieder mal was ganz nettes, nach verrückten 6 Monaten. Es ist etwas ganz besonderes für die Schüler der HSHS, denn diese Stadt wird eine der letzten sein, wo sie sich weit weg von zu Hause fühlen werden. Zuhause wird sich der Alltag komplett umstellen, Hobbys werden wieder betrieben, Freunde und Familie verschönern das Leben, Essensplan und Gewohnheiten passen sich dem Lebensstil an und noch viele, viele unaufzählbare Dinge mehr. Mit Geld umzugehen beherrschen die meisten der HSHS-Fahrer, demnach fütterte das April Taschengeld die Marie um genau 10 Scheine. Ziemlich viel Geld, wenn man bloß noch ein paar Häfen vor sich hat. Gut, beginnen wir mit dem Tag, den ich eigentlich hier beschreiben sollte.
Am 15.04.2010 sitzen wir in Sao Miguel, das Wetter ist bewölkt, Windströme durchziehen die Straßen von Punta Delgada. Der Bus ist klein, ca. fünf Meter groß und wie zu erwarten, überfüllt. Wir sind auf dem Weg in ein unterirdisches Vulkan-Tunnel-System. Hier lernten wir mehr über Lavaflüsse, welche sich unterirdisch bewegen. Nach knappen 20 Minuten neigte die Führung sich dem Ende hin. Wir waren fertig mit unserem Programm, nun gab es Landgang für jeden, und für jene, die sich klug ihr Geld eingeteilt hatten, hieß das natürlich ab ins Einkaufszentrum. Trubel umgab uns, wie in Deutschland. Es fanden sich so einige Geschäfte, wo wir unser Geld lassen konnten. Zwei Personen und ich standen im Zara und probierten das eine oder andere Polo an. Der weibliche Teil huschte in die Frauenabteilung, um irgend einen Fummel anzuschauen. Hier war der Unterschied enorm, ein und das selbe Geschäft, getrennt durch ein Schild, verwandelte sich in eine Art Markthalle. Die Männerabteilung umgab etwas entspanntes, ruhiges. Die 5 Meter entfernte Frauenabteilung umgab Stress und purer Nervenkitzel. Dutzend von Frauen, egal ob am Telefon, mit Freundinnen, Babys, Geliebten oder allein, durchwühlten jede Ecke dieser Filiale. Wir zwei Burschen warfen nach 10 Minuten, 20 Schuhpaaren, hunderten von Oberteilen, und „JäckCHEN“ das Handtuch und warteten draußen. Nach einigen Minuten waren wir wieder vereint und aßen bei BURGER-KING Burger und Pommes. Abends sahen wir noch mal die Fotos an, lachten und waren happy. Kurz danach gingen wir schlafen.
Fabi