Archiv für die Kategorie ‘Hamburg - Teneriffa’

HSHS - Weekly Reports (4)

Sonntag, 14. November 2010

Date: November 6th – November 13th
Route: Madeira - Tenerife
Author: Heepke Apel

Week 4: 6th Nov - 13th Nov 2010

Sailing towards the sun! Water…for eight days only water around us. It was something new! But then, in the eights night we were able to see one of the islands in front of  Madeira. So we arrived on Madeira on Tuesday morning. It was a wounderful view. Blue sky, blue water and palmtrees. In front of Funchal (the capital) we anchored. So to go to the harbour, we had to drive with the „dingi“(motorboat). Nearly everyone took the chance to walk without a swaying ship under his or her feets. And so we walked through the streets. Searching for postcards and fruits. Later we all met on the beach, which was not really a beach with sand or so. There were only stones, but everyone went swimming. Yeah, really! In Germany, it is cold and wet and we walk around in t-shirt and short trousers. The next two days the teachers split us up into two parts. One group went hiking while the others stayed on board. When my watch stayed on board, Otto (our cook) tought us how to make a „ Rindergulasch, Rinderbraten and stew“… Some of the others who stayed on board, changed the sails, because of the Atlantic Ocean. It means that they changed  the „good“ and new sails, with the old ones, because the sun and the salt harm the sails.

After doing our work, our Captain Norbert allowed us to jump into the Atlantic right from the „Johnny“ (our ship). The next day, we went hiking. It was really wonderful. After the warm sun at the coast, it was relatively cold on the mountain. Everything was green and it smelled so good. From a 880m height we were able to look over the water and parts of the island. It was a hike of about 11 km. In the evening, back on board we listened to the presentation from Flo about GPS and Electronical seacharts. The evening before, Jannis had started with „The Physics of Saling“. Friday morning we switched our beds and the boys thier rooms, too! We also got new watches. On Saturday, the school started for one half of us, for me too. The best wishes to my family and friends at home in the wet and cold Schleswig, but also to the others.
Yours, Heepke!

Anm. d. Redaktion: Dieser Report von Heepke wurde leider zum Zeitpunkt der Etappe HH - Teneriffa übersehen und erst am 5. Mai nach Deutschland übertragen. Dafür bitten wir um Entschuldigung.

Ein ganz normaler HSHS-Tag

Sonntag, 14. November 2010

Datum: 14. November 2010
Position: 30°20′N, 016°22′W, 55sm vor Teneriffa
Wetter: Wind WSW 2 Bft. Luft 24,2°C
Etmal: 82,5 sm (152,79 km)
geschrieben von: Adrian Hiss

Was passiert eigentlich an einem ganz normalen Tag auf der Johann Smidt? Jeder Tag fängt genau wie in Deutschland um 0 Uhr an, jedoch treiben sich an Bord der Johann Smidt um diese Uhrzeit auf wenigen Quadratmetern ganze elf Leute herum. Dann treffen sie sich auf dem Achterdeck, um die Wache zu wechseln. Nach dem Weitergeben von Informationen, was in den letzten vier Stunden passiert ist, welche Segel gesetzt oder geborgen worden sind, welcher Kurs gefahren wird und so weiter, geht die alte Wache ins Bett und versinkt im Land der Träume, während die neue Wache noch halb verschlafen das Schiff steuert. Die neue Wache muss nun stündlich das kleine Wetter machen, also Trocken- und Feuchttemperatur messen, die Windrichtung und Windstärke bestimmen und noch die Position in die Karte eintragen. Um 3 Uhr nachts ist meistens das Highlight der 0-4 Wache: Das große Wetter steht an (alle drei Stunden). Hier müssen noch einige andere Wetterdaten gemessen und notiert werden. Wenn wir auf dem Atlantik sind, werden diese Daten an den deutschen Wetterdienst gesendet. Um 4 Uhr ist wieder Wachwechsel. Die neue Wache hat jedoch mehr zu tun, als die Wache zuvor.

Als Erstes muss sie den Brotteig ansetzen. Bis 5.30 Uhr darf der Hefepilz seine Arbeit verrichten, anschließend stellt die Wache den Backofen an und formt Brotlaibe. Der Teig wandert dann, gegen sechs Uhr, in den Backofen. Um 6.10 Uhr wird die Backschaft liebevoll von der Wache geweckt. Sie bereitet nun das Frühstück vor, das um Punkt halb acht mit einer stillen Minute eingeläutet wird. Wenn der kleine Uhrzeiger einer Uhr die acht Uhr Marke erreicht hat, steht wieder ein Wachwechsel an. Nach dem Abwasch vom Frühstücksgeschirr beginnt die Backschaft mit dem Anfertigen der Mittagsmahlzeit, denn das muss um Punkt halb zwölf auf der Back (so heißen unsere Tische) sein. Bei der Zubereitung der Mahlzeit gelingt es den Köchen oft, dass der Feuermelder auch seinen Senf dazu gibt, indem er schrill klingt. Der vierte Wachwechsel ist um zwölf Uhr Mittag. Jetzt liegt das Schiff in den Händen der A-Wache. Nachmittags gibt es gegen 16 Uhr Kaffee und Kuchen. Schon so mancher Kuchen war ein zutatenreiches Experiment, das jedoch oft ein gutes Ende nahm. Wenn jeder seine Koffein-Droge zu sich genommen hat, wäscht die Backschaft die Tassen und Teller ab. Um 16 Uhr übergibt die A- Wache die Verantwortung des Schiffes an die B- Wache. Gegen 18.30 Uhr trudeln alle in die Messe ein, denn hier gibt es nun Abendessen. Der letzte Wachwechsel findet um 20 Uhr statt. Dieser Tagesablauf wird, bis wir wieder in Hamburg sind, immer derselbe  bleiben. Ansonsten durfte an diesem Tag der zweite Teil der Schülergruppe in den Genuss des Schulunterrichtes kommen. Ich hinterlasse hier noch ein paar Grüße, an meine Familie und Freunde!
Adrian