Archiv für die Kategorie ‘Teneriffa’

Langerwartete Atlantiktaufe

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Datum: 15. Dezember 2010
Position: 12°29.6‘N, 050°32.2‘W
Etmal: 141 sm
Wetter: strahlender Sonnenschein, 28,4°C
geschrieben von: Aline Schöbel

Heute war ein Tag wie jeder andere auf hoher See, wenn man Unterricht hat. Um halb acht zum Frühstück gehen, eine halbe Stunde in der Sonne dösen und sich entspannen. Und um halb neun in den Unterricht, bis man um Viertel nach elf die erste größere Pause hat. Also, … wie gesagt, sehr unspektakulär. ABER als Norbert während des Essens aufstand, um Ruhe bat und uns dann verkündete, dass uns Neptun besuchen wolle und er heute Mittag noch komme, haben sich alle gefreut. Endlich mal was Richtiges los auf dem ruhigem Ozean! Wir trafen uns alle, wie besprochen, um halb zwei auf dem Vordeck. Aaron und Robert kamen auch schon schön verkleidet. Da erzählte uns Norbert ein wenig, was jetzt passiere. Neptun würde kommen, aber mit ihm auch Nixen, die jeden mitnähmen, der noch nicht getauft sei, deshalb müsse Norbert uns alle gut verstecken. Wir folgten Norbert in die Messe, wo er uns in den Gang der Lehrer und der einen Sechserkammer der Jungs schickte. Da bemerkten wir, dass das Licht aus war, die Kammern zugesperrt und sonst alle Türen, die irgendwo anders hinführten, zu waren. Außer den Toiletten und das war ja auch das Wichtigste.

Wenn wir etwas leiser waren, hörten wir aus der Lehrerkammer laute Musik. Ich weiß nicht, ob die Musik uns ablenken sollte, ob wir irgendetwas nicht hören durften oder was sie sonst für einen Zweck hatte. Die Musik war eigentlich ganz gut, nur blöd, dass sich zwei Lieder immer  wieder abwechselten. Nach fünf Minuten wurde es schon langsam warm in dem Gang, nach zehn Minuten begann auch der Letzte, zu schwitzen und nach einer viertel Stunde lief uns der Schweiß nur so von unseren Körpern. Eine halbe Stunde haben wir da unten gegoren, bis endlich die Klappe der Brücke aufging und Norbert verkleidet die Treppe runter kam. Er wollte zuerst Robert und mich mitnehmen. Lachend gingen wir beide die Treppe nach oben, bis wir auch von Norberts Klobürste gejagt, aus der Brücke gingen und …

Ich habe mich dazu entschlossen, diesen Teil zu zensieren…

Während des Abendessens sind die Taufzeugnisse ausgeteilt worden auf dem der eigene Name, der Taufname und der Taufspruch stand. Glücklich und stolz hat man sein Zeugnis mal die Runde machen lassen und hat den Abend ganz für sich gestaltet. Die Lehrer haben auch ihr Fett weggekriegt. =) Liebe Grüße an alle meine Lieben, die jetzt Zuhause in voller Weihnachtsstimmung sind. Fröhliche Weihnachten und einen wundervollen Start ins neue Jahr.
Aline Schöbel

P.S: Von Heepke an Friederike: Alles Liebe und Gute zum Geburtstag! Genieß den Tag! :-*

Kühlschrank kaputt…

Sonntag, 21. November 2010

Datum: 21. November 2010
Position: 28°27,925′N, 016°14,55′W, Santa Cruz
Etmal: 0 sm
Wetter: warm, windig, teilweise bewölkt
geschrieben von: Josefine Gereke

Hallo ihr da draußen! Als wir heute Morgen aufwachten, hatten wir alle den Gedanken im Kopf, ab heute für drei Wochen fast keinen Kontakt zur Außenwelt zu haben. Diesen Traum (oder Albtraum) hat Norbert dann aber zerstört, der, als wir auf der Pier mit einem Wettbewerb beschäftigt waren, vorbei kam und verkündete, dass der Kühlschrank kaputt ist und erst morgen repariert werden kann. Das hieß also, dass wir noch einen weiteren Tag hier bleiben müssen. Der Wettbewerb war aber sehr lustig. Es gab dabei verschiedene Kategorien, zu denen z.B. Wurfleinen-Weitwurf, Schuh-Zielwerfen und zwei mathematische Knobelaufgaben gehörten. Meine Gruppe hat natürlich mit fünf Punkten Abstand gewonnen. Nach einer kleinen, aber ungerechten Hafenwasserschlacht, gab es endlich Mittagessen: Spaghetti Bolognese und danach flüssigen Karamellpudding. Da wir ja erst am nächsten Tag fahren konnten, hatten wir jetzt noch genug Zeit für Landgang. Als alle ihre Kammern aufgeklart hatten, konnten wir dann z.B. das letzte Mal vor dem Atlantik ins Internet, telefonieren oder etwas essen, ohne danach Abwaschen zu müssen. Ich persönlich habe meine Postkarten eingeworfen und ein Schokoladen-Geschäft besucht. Den Abend verbrachte ich mit Claudia, Barbara und ein paar anderen damit über die Fotos vom Probetörn zu lachen. Um elf Uhr schlief ich dann endlich ein, um in sechs Stunden wieder aufzustehen. Viele Grüße an meine Freunde und Familie!
Fine