Unser Törn

Datum: 4. Mai 2011 (3 Tage vor der ursprünglichen Ankunft)
Position: 47°12,2´N, 007°55,3`W
Etmal: 145 sm
Wetter: guter Wind
geschrieben von: Joshua Vennemann

Das ist nun mein letzter Tagesbericht und  ich finde es sehr schade, denn es bedeutet, dass “meine” High Seas High School nun bald zu Ende geht. Es hat mir bis hierhin sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es zeitweise ziemlich anstrengend war. Die letzten Monate waren lehrreich, spannend, schön, interessant und anstrengend. So hat uns die Zeit in der Nordsee und durch die Biskaya bis nach Madeira gezeigt, wo unsere Grenzen liegen und uns den Respekt vor dem Meer gelehrt. Dort sind wir auch schon zu einer Gruppe zusammengewachsen, in der jeder auf den anderen achtet und sich hilft. Dieser Prozess dauerte bestimmt bis in die Karibik an. Dann kam auch schon der erste längere Landaufenthalt in Teneriffa mit der Besteigung des Pico de Teide. Hier lernten wir unsere Grenzen noch mal in eine andere Richtung kennen. Dennoch war es für uns alle schön, es bis zur Spitze zu schaffen, insbesondere für Jan Henke, der auch zum ersten Mal dort oben war, und dort den Sonnenaufgang zu genießen und stolz auf sich und die andern zu sein, es bis oben geschafft zu haben.

Dann kam die Zeit auf dem Atlantik, sie zeigte uns ein weiteres Mal eine neue Grenze, diese war eine so lange Zeit kein Land zu sehen, immer mit den gleichen Personen zusammen zu sein und ganz stark hatte man das Verlangen, sich bewegen zu können. Hier lernte man dafür, Respekt gegenüber den anderen und Geduld zu haben mit sich und anderen. Dann waren wir auch schon in der Karibik, dort war es vor allem eins, nämlich wunderschön. Ganz besonders gefielen mir dort San Blas, Costa Rica, Utila und Kuba. In den Ländern lernten wir sehr viele fremde Kulturen, Menschen und Lebensweisen kennen; Ach ja und natürlich auch neue Speisen und Getränke. Am besten gefiel uns allen Kuba, denke ich. Der komplette Gegensatz zur westlichen Kultur war schon beeindruckend. Dann ging es aber auch schon langsam zurück. Über die Bahamas, wo wir vor allem eines lernten: Physik, Biologie und Deutsch. Dann kam das zweite Mal eine lange Atlantiküberquerung zu den Azoren, in der wir es auch mal mit stärkeren Winden, stärkerem Seegang und kaputten Segeln zu tun bekamen. Ansonsten war es eine Zeit der Ruhe und des Friedens (außer nachts manchmal, wenn die Nachteulen nicht schlafen konnten), des Austauschs über alles Mögliche untereinander. Dann waren wir auf den Azoren, dort wurde noch einmal viel zusammen gemacht. Dennoch macht sich seit dem langsam eine Stimmung des Endes bemerkbar. Leider muss alles Schöne einmal zu Ende gehen, also auch unsere High Seas High School. Also noch zehn Tage und wir sind daheim, bis dahin. Liebe Grüße an alle, die das lesen und bis dann,
Josh

Tags:

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.