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Kurz vor den Azoren

Freitag, 22. April 2011

Datum: 22. April 2011
Position: 38°11′N , 034°56,2′ W
Wetter: kühler, etwas bedeckt
Etmal: 128,2 sm
geschrieben von: Fenja Bock-Müller

Nach wochenlangem Warten befinden wir uns jetzt kurz vor den Azoren - ENDLICH! Die letzten Tage des Ausharrens - was bleibt einem auch anderes auf einem Segelschiff übrig - haben an den Nerven gezerrt. Die meisten freuen sich natürlich mal wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, aber auch aufs Cafe Peter Sport, das Seglercafé schlechthin, und einen riesen großen Supermarkt, der alles hergibt, was das Herz begibt. Nach neuesten Informationen von unserer Projektleitungspraktikantin Miri gibt es die Information, dass der größte der Insel am Ostersonntag nur für uns öffnet und wir uns an tollen bunten Sachen erfreuen können - ich hoffe nur das gibt keine Reizüberflutung. Egal, ob bei der Wache, in der Messe: Die Gesprächsinhalte der letzten Tage waren lediglich: Essen, Essen, Essen und wann wir ankommen. Die Witze: “Ich geh mal eben shoppen, zum Supermarkt oder Pizza holen!” wurden zum Dauerbörner. Geschlagene 29 Tage haben wir uns jetzt ununterbrochen auf See befunden … Ob wir wohl auch uns wieder so riesig freuen werden, Freudentänzchen aufführen oder Purzelbäume schlagen werden, das werden wir morgen sehen und erleben. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

Mit dem Unterricht hat es sich auch erledigt, zu mindestens für den Teil 2, denn gestern war der “letzte Schultag” auf High Seas, dementsprechend war der Tag eher entspannt für uns, morgen ist dann auch Teil 1 vom Unterricht befreit. Wieder auf dem Wasser wird es aber AGs geben: Kreatives, musisches und schulisches. Die Lehrer werden auch einige leiten ;) So, ich hoffe, wir werden so schnell wie möglich Land in Sicht bekommen! - Bald ist Ostern :) Liebste Grüße
Fenja

P.S.: Grüße an meine Familie, Chrissi, Markus und Wiebke :)

Was macht die Sonne…?

Sonntag, 27. März 2011

Datum: 27. März 2011
Position: 28°37′N, 077°58′W
Etmal: 113 sm
Wetter: 21°C, angenehm warm, teilweise bewölkt
geschrieben von: Fenja Bock-Müller

Was macht die Sonne eigentlich den ganzen lieben Tag lang? Die liebe Sonne geht morgens auf, streicht mir ihre Strahlen seicht durch das Bullauge in mein Gesicht und lässt mich langsam aufwachen. Dann ist sie da - bei der Wache, der Schule, vorne im Klüvernetz, zum Sonnen, zum Wäsche trocken, sie schenkt uns Wärme und lässt uns braun werden. Im Unterricht besprechen wir Formeln und Bedingungen, wie wir Abstände und Winkel messen, auch da spielt die Sonne eine Rolle. In Bio ist das Thema gerade: Stickstoff- und Kohlenstoffkreislauf, selbst da wird die Sonne gebraucht zum Beispiel für die Fotosynthese. Sogar gehört die Sonne zur ökologische Nische des Menschen, denn auch Wärme und Licht sind wichtig und das alles gibt uns die Sonne (ja, das alles lernen wir bei Jan (; )

Im Moment ist wieder die Zeit der Zeitumstellung. Morgen wird die Uhr wieder eine Stunde vorgestellt, d.h. 20 Minuten weniger Wache, da die Stunde auf alle drei Wachen aufgeteilt wird (: Dann wird die Sonne erst später aufgehen, wenn wir aufstehen müssen für die Schule oder zur Wache, dann werden wir im Dunkeln stehen … Es wird uns schwerer fallen aufzustehen! Kennt ihr das auch? Im Winter, wenn es noch dunkel ist und man aufstehen muss? Man fühlt sich so schlapp, unmotiviert und überhaupt nicht startbereit für den Tag, will wieder ins Bett oder erst gar nicht aufstehen. Tja, das ist genau das Gefühl! Aber wir müssen unseren Verpflichtungen nachgehen und trotzdem aufstehen. Kälter wird es jetzt auch im Laufe der Zeit werden, denn wir segeln wieder Richtung Osten - Richtung Heimat! Und somit liebste Grüße in Richtung Heimat!
Fenja