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Probetörn, 3. Tag

Montag, 07. Juni 2010

Datum: 7. Juni 2010
Position: 55°23′6 N, 09°43′5 E
Wetter: 16°C Luft, 14°C Wasser, Rest wechselhaft
Etmal: 21 Meilen

Für mich begann der Tag um 1.00 Uhr morgens mit der Hafenwache in Assens. Während dieser Wache zusammen mit Eike geschah gar nichts. Erst als wir wieder unter Deck waren begann es zu regnen.Um 7.30 Uhr war dann allgemeines Wecken zum Frühstück, dass um 8.00 Uhr stattfand. Nach dem Frühstück wurden dann gleich alle zum Auslaufen an Deck gebeten, sodass wir um 9.00 Uhr unter Maschine den Hafen verlassen konnten. Bei Regen setzten wir dann zwei Meilen vom Hafen entfernt alle Segel. Der Wind nahm aber leider stetig ab und kam von der verkehrten Seite, dass wir die Segel um 11.00 Uhr nach einer Wende schon wieder bergen mussten. Dann begann unsere Wache um 12.00 Uhr. Mit Maschine durchfuhren wir dann die schöne Gegend des Kleinen Belts. Wir kamen unter zwei Brücken hindurch, an denen wir Tümmler sichteten, von denen wir erklärt bekamen, dass es Delfine waren.

Am Ende unserer Wache kamen wir dann aus dem Kleinen Belt hinaus auf die Ostsee und setzten die Segel. Nach kurzer Fahrt unter Segeln endete unsere Wache um 16.00 Uhr und wir kamen in die Messe und bekamen Kaffee von der Backschaft und Haribo vom Zoll-Store, der erstmals geöffnet wurde serviert. Danach gab es für mich endlich die Gelegenheit zu duschen, die ich sofort nutzte. Dann bin ich in die Koje gegangen, um mein Schlafdefizit zu eliminieren und habe somit vom Schiffsbetrieb nicht mehr viel mitbekommen. Zum Abendessen wurde ich dann wieder geweckt. Es gab eine vorzügliche Kartoffelsuppe und kalte Platte. Zu dieser Zeit war meine Planung, nach dem Essen ins Bett zu gehen, da ich um 00.00 Uhr wieder Wache hatte. Dies war aber nur eine Planung war und keine Tatsache, und wurde durch einen Sonnenuntergang zerstört, den ich einfach nicht verpassen wollte. Somit bin ich dann erst um 22.00 Uhr ins Bett gekommen, wurde aber um 23.30 Uhr schon wieder zur Wache geweckt. Somit endete mein Tag mit einem schläfrigen Gang nach Achtern.
Stephan Radegast

Heute war ein ganz besonderer Tag für mich, ich hatte mein erstes Mal Backschaft auf der Johann Smidt. Ich wurde um 6 Uhr morgens liebevoll von Niels geweckt mit einem freundlichen “Aufstehen Adrian, Frühstück machen”. Ich hatte somit ein Schlafdefizit von EINER ganzen Stunde im Gegensatz zu den anderen, denn sie konnten ausschlafen bis es Frühstück gab. Um 8 Uhr saßen wir dann alle beisammen und genossen noch den warmen Tee, da wir gegen 9 Uhr trotz Regen ablegen wollten. Alle ausser der Backschaft mussten raus in den strömenden Regen und mit anpacken. Wir, also Karoline, Niels und ich durften in der warmen Kombüse das Geschirr abwaschen und alles wieder an seinen Platz stellen. Die Kombüse verwandelte sich schon morgens in eine Dampf-Sauna, durch das heiße Waschwasser und das Kochen des Gulaschs, welches es morgen geben wird. Wir spülten ab wie die Weltmeister, dachten wir jedenfalls bis Jens, unser Koch, meinte dass es nach einer gewissen Übung noch schneller gehen würde, aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Nach dem Abwasch halfen wir Jens beim Zubereiten des Mittagessens. Dafür mussten jede Menge Zwiebeln geschnitten werden. Karo und ich schnitten sie und heulten dabei um die Wette, wer am Ende in einer größeren Pfütze sitzt. Die Backschaft zauberte knackige Bockwürste mit Kartoffelsalat auf den Tisch. Nach dem gemeinsamen Essen spülten wir wieder ab und machten Kaffee und Tee für unsere Teatime gegen 16 Uhr. Während des Zubereiten des Kaffees gab es eine helle Aufregung an Deck. Es wurden wieder Tümmler gesichtet wie am Tag zu vor. Jeder wollte die Rückenflossen erblicken. Am späteren Nachmittag deckten wir den Tisch für’s Abendbrot. Wir deckten wie immer Brot und Aufschnitt auf, doch wer wollte konnte eine Kartoffelsuppe haben. Was zum Leiden der Backschaft war, wir hatten somit doppelte Arbeit. Am Ende des anstrengenden Abends nahm ich mir meine lang ersehnte Dusche und stieg danach in meine enge, aber überaus gemütliche Koje. Mit besten Grüßen an meine Familie,
Adrian Hiss

Nach selbstgewählter kurzer Nacht mussten wir um 7.30 Uhr alle aufstehen, danach gab es Frühstück. Um ca. 9.15 Uhr sind wir dann aus Assens ausgelaufen, nach etwa einer Stunde waren wir aus dem engen Fahrwasser und der Befehl zum Segelsetzen kam. Zu Beginn meiner Wache mussten wir alle Segel bergen, weil wir zwei Brücken zu passieren hatten. Danach haben wir wieder alles gesetzt. Endlich hatte ich um 16 Uhr Wachablösung, so dass ich zumindest bis zum Abendessen schlafen gehen konnte. Nachdem ich mich ordentlich vollgefressen hatte, bin ich wieder schlafen gegangen. - Alles in allem ein toller, unheimlich spannender Tag!
Hærtsliche Grysse frå Danmark på Flå (Flo)

Aufstehen so beginnt heute unser Tag wie auch schon die beiden vorangegangenen Tage. Als ich aus dem Bullauge schaue, sehe ich, dass es ein regnerischer Morgen ist. Danach stehe ich auf und bereite mich auf den heutigen Tag vor. Eine halbe Stunde nachdem wir geweckt wurden, gibt es Frühstück. Es ist 8 Uhr und für 2 Leute aus meiner Wache beginnt haben die erste Morgenwache von 8-9 Uhr morgens. Nachdem ich gefrühstückt habe, gehe ich zurück in die Koje und und ziehe mein Ölzeug an, denn wir legen jetzt gleich ab. Danach sind nur noch die Leute aus meiner Wache an Deck, da das Wetter noch nicht besser geworden ist. Das Ablegen geht schnell wir müssen etwas später die Segel setzten zu dieser zeit stehe ich am Steuer was mir sehr gut gefällt war auch schon an den beiden Tagen zuvor öfter mal zu unserer Wachzeit am Steuer. Das Segelsetzen geht schnell den wir haben es schon ein paar Male gemacht und können es mittlerweile ziemlich gut. Der regen will nicht aufhören und wir sind sehr nass. Zum Glück endet unsere Wachzeit in ca. 1h. Etwas später sehen wir Delfine, sie sind an Backbord und etwa 100m entfernt. Nachdem wir noch eine Halse gefahren sind, war unsere Wachzeit zu Ende, wir haben nun Freiwache und es gibt Mittagessen. Zum Mittagessen gibt es Kartoffelsalat den Fine und unser Koch Jens zubereitet haben. Er ist sehr lecker und wird von allen gegessen. Nachdem Mittagessen lege ich mich für 1-2h Stunden schlafen, weil wir die Nacht durchfahren wollen und ich ein wenig vorschlafen will. Danach gehe ich in die Messe und unterhalte mich mit andern. Die Messe ist so etwas wie der Gemeinschaftsraum, wo auch gegessen wird und die abendlichen Veranstaltungen abgehalten werden. Am Abend dann gibt es zum Abendessen eine Fischplatte und eine Wurstplatte für die Personen unter uns, die weniger gern Fisch mögen. Nach Abschluss des Abendessens beginnt für meine Wache und mich die Abendwache von 20-24 Uhr. Den ganzen Abend lang haben wir ziemlich wenig Wind und es passiert auch nichts besonderes. Kurz vor 24 Uhr wecken wir dann die Wache nach uns. Nachdem der Wachwechsel dann vollbracht ist sind wir schlafen gegangen. Viele Grüße
Joshua