Beitrags-Archiv für die Kategory 'Kuba'

Neuer Tag, neues System

Freitag, 16. März 2012 19:57

Datum: 16. März 2012
Position: Auslaufen aus Havanna
Etmal: -
Wetter: sonnig, windig
geschrieben von: Lea Hilgers

Heute begann mein Tag um 07.15 Uhr. Noch waren wir an Land in Havanna, also hatte ich keine Nachtwache und musste auch erst zum Frühstück aufstehen. Danach warteten wir auf die Behörden und hofften, auch möglichst schnell loszukommen. Gegen 10.00 Uhr verließen wir dann unter Segeln Kuba und begannen mit unseren Wachen im neuen System. Denn unser neuer Kapitän brachte nicht nur eine neue Stammcrew, sondern auch ein neues Wachsystem mit sich. Das ist natürlich eine Umstellung für alle, denn schließlich hatten wir es jetzt monatelang anders gehandhabt, aber für jetzt, wo es etwas stürmischer werden könnte, ist das System besser. So haben wir nur drei statt vier Stunden Wache. Wenn auch zu wechselnden Zeiten, was etwas irritierend sein kann. Naja, wir werden uns alle daran gewöhnen. Da heute der erste Tag ist, gehen wir die Wache noch in Doppelblöcken. Denn der zweite Teil der Wache hat noch keinen Unterricht. Das Auslaufen, meine erste Wache und das Mittagessen hatte ich dann hinter mir und schaute mit Claudio einen Film – na ja, ich schaute den Film ein zweites Mal, das letzte Mal war er nämlich schon wieder eingeschlafen - hörte Musik, machte meine Deutschhausaufgabe und fing, wie ihr lesen könnt, mit dem Tagesbericht an. Denn gleich ist Kaffee und Kuchen, dann Abendbrot, dann Wache, dann Nachtruhe, dann wieder Wache.

Deshalb nutze ich mal die Zeit. So jetzt gehe ich Lola wecken, die macht auch Pause, die hat nämlich Backschaft - anstrengend! - und schreibe euch…äh…das weiß ich noch nicht genau, ich schreibe euch halt weiter, wenn ich wieder Zeit habe.

So! Jetzt ist es schon 08.15 Uhr des nächsten Tages. Also, was ist denn noch so passiert…? Ich habe geschlafen, danach meine letzte von Land mitgebrachte Ananas vertilgt, im Seegarten gesessen und bin schließlich zu meiner Wache gegangen. Da wir die in vollzähliger Gruppe antraten, war die Wache eigentlich ziemlich entspannt. Nur das Steuern war bei dem Seegang nicht ganz so einfach. Mehr ist dann eigentlich auch nicht passiert. Also im Großen und Ganzen war der Tag eher langweilig. Ah, doch! Wir haben Delphine gesehen, tadaa, die Sensation des Tages! So, das war’s jetzt aber wirklich. Bis zum nächsten Mal. Hoffentlich habe ich da mehr zu berichten.
Grüße aus „fast noch Havanna“!
Lea

P.S.: An Michel: Noch mal alles Gute nachträglich. Leider konnten wir ja nicht lange telefonieren und deinen Geburtstagsbrief hatte ich leider vergessen abzugeben -.- Aber das holen wir nach! :)

P.P.S.:Mami: Ich freue mich schon auf Zuhause, vielleicht kann ich mich vorher noch mal melden.

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Arbeitstag

Donnerstag, 15. März 2012 19:40

Datum: 15. März 2012
Position: Havanna (La Habana), Kuba
Etmal: -
Wetter: sehr warm
geschrieben von: Robert Veit

Hallo aus dem warmen Kuba, heute ist unser letzter Tag auf Kuba gewesen. Morgen laufen wir mit Kurs Bermudas aus. Für die Strecke werden wir etwa 10 Tage brauchen. Da mit schlechtem Wetter zu rechnen ist, stand heute das Sturmsichermachen des Schiffes an. Außerdem war heute der erste Tag  nach dem neuen Wachsystem. Wir haben jetzt nämlich ein Vierer-Wachsystem mit rotierenden Wachzeiten. Das heißt, dass wir wie am Anfang der Reise zu jeder Tageszeit mal Wache haben. Das Aufstehen und das Frühstück überspringe ich in meinem Bericht, weil es doch jedes Mal dasselbe ist. Um 8 Uhr mussten wir uns alle an Deck treffen. Die B- und Teile der C-Wache sollten heute den Schoner wechseln. Also wechselte ich heute zum ersten Mal das Schonersegel in der Wache, die ihn fahren wird. Die letzten zwei Wechsel, bei denen ich auch mithalf, wurden dann immer, nachdem etwa ein Drittel der Arbeit erledigt war, mit einem Steuermann, zwei Mitschülern und mir erledigt. Der Wechsel fing erst vielversprechend mit den zwei Wachen an, doch Einzelne verkrümelten sich langsam, bis wir (Steuerleute eingerechnet) nur noch sechs Personen waren. Nachdem wir den Schoner angeschlagen hatten, gingen wir zum Mittagessen. Danach kamen dann noch ein Paar dazu, und wir banden beide Reffs in den Schoner. Als alles verstaut und aufgeräumt war, machten wir bis vier Uhr Pause. Um vier stand noch eine Feuerlöschübung an, welche auch mit der neuen Rollenverteilung gut funktionierte. Nach der Feuerlöschübung hatten wir noch bis 22:00 Uhr Landgang. Da es mir aber nicht so gut ging, bin ich an Bord geblieben. Ich grüße meine Familie und meine Freunde
Robert Veit

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