Beiträge vom 10. April 2012

Ein weiterer Tag auf dem Atlantik

Dienstag, 10. April 2012 14:25

Datum: 10. April 2012
Position: 37° 08,2′ N, 042° 31,0′ W
Wetter: sonnig, Luft 20,9°C, Wasser 17,5°C, Wind 3-4 Bft.
Etmal: 137 M
geschrieben von: Robert Veit

Hallo an das nicht mehr allzu weit entfernte Zuhause, für mich begann der Tag um zwei Uhr mit der Wache. Bei der Wachübergabe erhielten wir die Nachricht, dass die Klüverschot gerissen ist. Die Klüverschot ist das Tau, welches das vorderste Segel am achteren Ende, dem Schothorn, festhält, also dort eingeschoren ist. Es war nicht gerade warm, aber auch nicht zu kalt. Wenn man die richtige Kleidung anhatte, war einem schön warm. Nach der Wache ging ich schlafen. Obwohl ich überdeutlich in die Brückenkladde (das Buch, in das wir alles Wichtige für den Bordbetrieb schreiben, z.B. stündlich das Wetter und die Position, und wer wann geweckt werden möchte usw. - also eben auch NICHT geweckt werden möchte) geschrieben hatte, dass ich nicht zum Frühstück geweckt werden will, wurde ich zum Frühstück geweckt. Trotz dieser Unterbrechung im Schlaf blieb ich noch bis zum Mittagessen liegen und stand schließlich um kurz vor halb zwölf ausgeruht auf.

Zum Mittagessen gab es heute Reis, Linsen und Hähnchenbeine. Danach hatte ich Wache, in deren Verlauf ich mit Ulli erst in der Steuermannskammer und dann, mit Caren, im Pumakäfig nach einer neuen Schot für den Klüver suchte. Dann hatten wir noch ein Feuerlöschmanöver, bei dem wir die Feuerschutzanzüge der sogenannten Geräteträger einmal anzogen (das kann der Geräteträger, also der im Notfall durchs Feuer muss, allein nämlich schlecht, weil die Einzelteile so klobig sind) und von Uwe und Ulli erklärende Worte zur Brandbekämpfung hörten. Am Ende der Wache sah man vorn mehrmals Fontänen von Walen, den Blas, aber die Wale selbst zeigten sich nicht. Am Ende unserer Wache war der Wind soweit eingeschlafen, dass wir mit Maschine und unter Segeln (so genanntes Dänisches Segeln) weiterfuhren. Dann tauchten Wale auf, welche ich leider verpasste. Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mal hier, mal da. Nach dem Abendessen hielten dann Anna und Lena P. ihre Kurzreferate. Anna über die Müllstrudel und Lena P. über Meeresschildkröten. Anschließend sahen wir noch eine Dokumentation über Meeresschildkröten und gingen dann fast alle schlafen. Ich grüße meine Familie und meine Freunde
Robert Veit

Thema: Nordatlantik | Comments Off | Autor: admin