Täglicher Begleiter: Die Welle

Datum: 24. März 2012
Position: kurz vor den Bermudas
Etmal: -
Wetter: sonnig, gute Sicht
geschrieben von: Conni Schmidt

Der heutige Tag begann für mich eigentlich gestern. Und zwar damit, dass ich zur 23:00-Uhr-Wache geweckt wurde. Eigentlich wollte ich vorher nicht einschlafen, aber irgendwie fielen mir gegen 22:00 Uhr die Augen zu. Dadurch war ich nicht, wie eigentlich geplant, ziemlich wach, sondern eher ziemlich müde. Die Wache war  recht angenehm. Joe hatte sich vorgenommen, unseren kompletten Wachtag zu steuern, also hieß es für Henrike und mich Ausguck und Wetter machen. Gegen 01:00 Uhr verabschiedete Henrike sich dann, weil es ihr nicht so gut ging. Also machten Joe und ich die restliche Stunde allein. Nach 6 Stunden Schlaf und dem Frühstück ging es dann um 08:00 Uhr weiter mit der vierstündigen Wache. Henrike ging es immer noch nicht perfekt, also ließen wir sie schlafen. Joe steuerte seine 4 Stunden und ich machte 4 Stunden Ausguck, Wetter und weckte.

Nach dem Mittagessen hatten wir 1 1/2 Stunden Pause, bis wir Großreinschiff hatten. Philipp und ich halfen Kilian, Mauricio und Fritz mit der Backschaft, und wir klarten die Kombüse zu fünft auf. Dann hatte ich bis um 19:00 Uhr frei. Bei der Abendwache war Henrike wieder dabei, und wir betrachteten aus der Ferne die Bermudas bei Nacht. Nach 9 Stunden Wache hatte Joe keine Lust mehr zu steuern, und ich übernahm den Rest. Ab jetzt warten noch 3-4 Tage Bermudas auf uns, und dann geht es über den Nordatlantik. Dies wird ein sehr schwerer Teil unserer Reise. Doch auch diesen Teil werden wir meistern. Ich grüße alle meine Freunde, meine ganze Familie und alle Lietzer. Besonders Familie Ertmer.
Ahoi, Conni

Die Welle

Tiefes Blau ist ihre Farbe,
zu unsagbarer Zerstörung ist sie in der Lage.
Manchmal klein und unscheinbar,
ein anderes Mal größer als ein Haus, und das ist wahr.

In ihr lernen Kinder schwimmen,
doch sie kann ganze Länder krümmen.
Sie bringt die Seekrankheit,
und wir können zeigen, was wir können, endlich eine Möglichkeit.

Sie bringt das Schiff durcheinander
und uns zueinander.
Denn wir tragen alle diese Last,
doch alles ist gut, so lange er steht, der Mast.

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Autor: admin
Datum: Samstag, 24. März 2012 19:19
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