HSHS-Puzzle

Datum: 30. März 2012
Position: St. George’s, Bermuda, wir legen ab
Etmal: -
Wetter: bewölkt
geschrieben von: Alina Schulz

Ich starre auf die Tischplatte und komme einfach nicht weiter! Wie sollen diese Teile zusammenpassen? Die vielen Stücke liegen durcheinander auf dem Tisch, jedes einzigartig, jedes anders und für sich ganz besonders. Ich nehme ein Stückchen und schaue es mir genau an. Es hat ein unauffälliges Blau und eine glatte Oberfläche. Ich nehme ein zweites, schwarzes Stück, welches mir zwischen den ganzen bunten aufgefallen ist. Ich versuche, die beiden zusammenzustecken, aber wie ich sie auch drehe und wende, sie wollen einfach nicht passen. Ich lege das schwarze Teilchen wieder auf die Tischplatte und nehme ein weiteres, buntes Stück. Das blaue und das bunte passen zusammen. Ich lege die beiden Stücke hin und starre wieder auf die Tischplatte. Der Anfang ist gemacht. Die anderen Teile liegen noch wild auf dem Tisch herum. Ich nehme ein kleines, zartes Stück und drehe es in den Fingern. Mit dem Daumen streiche ich über die raue Oberfläche und betrachte die anderen Teile, die noch dort sind. Wie sollen solch unterschiedliche Teile denn bloß zusammenpassen? Ich nehme ein waldgrünes und stecke es mit einem hellblauen zusammen. Wieder zwei Teile, die zusammenpassen. Ich lege sie neben die beiden anderen, die bereits zusammen sind, auf den Tisch. Die Zeit verstreicht, während sich weitere Teilchen finden. Vor mir liegen jetzt einige Pärchen und Dreiergrüppchen, aber eine Struktur ist noch nicht zu erkennen. Doch als ich eine Gruppe aus einem hell- und einem dunkelgrauen Teilchen mit einem Grüppchen aus dunklem Blau und hellem Orange zusammenlege, passt es. Langsam bilden sich große Gruppen, und bald habe ich ein Gerüst aus Puzzle-Teilchen zusammengestellt.

Doch da sind immer noch viele einzelne Teilchen. Ich nehme ein gelbes Teilchen mit einer rauen Oberfläche. Nachdenklich probiere ich mit ihm ein Teil nach dem anderen aus. Aber es will einfach nicht passen. Ich lege es an den Rand und probiere ein anderes aus. Es ist knallgrün, und als ich es mit einem leuchtend roten zusammen stecke, passt es wie angegossen. Langsam wird es schwierig. Die verschiedenen Grüppchen müssen zusammengefügt werden. Jetzt wird sich herausstellen, ob ich vorher Fehler gemacht habe. Langsam fügen sich Teil um Teil zusammen und nach und nach entsteht ein ganzes Bild. Nur vereinzelt liegen jetzt noch Teile auf dem Tisch. Ich lasse meinen Blick über die Tischplatte schweifen und entdecke ein wunderbares, buntes Stückchen, dass glücklich vor sich her schimmert. Als ich es in die Hand nehme, merke ich, dass eine kleine Ecke verbogen ist. Ich betrachte das Stückchen genauer. Es  ist wunderschön, hat eine ganz glatte, samtige Oberfläche, und in den bunten Farben schimmern frech kleine Goldfäden. Ich mag dieses Stück augenblicklich. Doch mit der verbogenen Ecke wird das Stück nicht passen. Es muss beim letzten Mal kaputtgegangen sein. Das ist wirklich schade. Ich lege das Stückchen oben rechts in die Ecke des Bildes.

Nach und nach finden auch die letzten Teilchen ihren Platz und langsam verschmelzen sie miteinander. Nachdem ich ein lila Stück mit dem waldgrünen und dem schwarzen verbunden habe, bleibt nur noch ein altrosafarbenes Teil übrig. Ehrfürchtig stecke ich das letzte Teil ins Bild. Es ist komplett. Das Bild ist wunderschön. Es glänzt und die Farben verschwimmen ineinander, und trotzdem strahlt jedes Teil seinen eigenen Glanz aus. Jedes Teilchen ist einzigartig und doch schimmern alle zusammen in diesem Bild. Würde auch nur ein einziges Stückchen fehlen, wäre es nicht mehr dasselbe. Jedes Teil hat seine eigene Form, seine eigene Farbe und Struktur, aber nur alle zusammen vollenden das Bild.
Alina

P.S.: Liebe Grüße an unsere Teilchen Kimi, Mauricio, Lola und Nelli! Wir vermissen euch schrecklich und freuen uns auf Hamburg.

P.P.S.: Liebi Grüess o a au mini Famile u Fründe ir Schweiz! Ig vermisse nech unendlech u freue mi unheimlech, euch bau wieder z gseh!

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Autor: admin
Datum: Freitag, 30. März 2012 20:19
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