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Reise und Nachtwanderung

Samstag, 28. Januar 2012 14:49

Datum: 28. Januar 2012
Position: Straße nach La Gamba, Tropenstation La Gamba
Etmal: -
Wetter: sonnig und ein wenig bewölkt
geschrieben von: Kimberly Krall


Aloha an alle deutschen und andere Leser! Der Tag begann um 6 Uhr morgens. Da um 9 Uhr die Busse kommen sollten und viele noch nicht gepackt hatten, hatten wir das Frühstück für 6:30 angesetzt und dementsprechend schrillten eine halbe Stunde früher die Wecker. Pünktlich saßen wir auch alle an den Tischen, doch in Costa Rica nimmt es niemand so genau mit der Pünktlichkeit, so dass wir zu unserer Enttäuschung erfahren mussten, dass unsere Gastgeber das Frühstück noch nicht fertig hatten und erst eine halbe Stunde später bereit wären. So krochen viele noch einmal kurz ins Zelt oder blieben einfach sitzen, um sich noch eine halbe Stunde zu entspannen. Nach dem dann doch sehr leckeren Frühstück wartete die nächste Enttäuschung auf uns: Die Busse machten nicht die geringste Anstalt zu erscheinen! Die Zelte waren schon längst eingepackt und alle Taschen standen bereit, als sie eine Stunde zu spät eintrafen und endlich alles verstaut werden konnte. Die Fahrt ging dann jedoch ohne Probleme vorwärts.

Während draußen die fantastische Landschaft Costa Ricas vorbeizog, begannen im Inneren der zwei Busse langsam die Mägen zu knurren. Gerade rechtzeitig kam dann zum Glück ein kleiner Supermarkt, der auf unserem Weg lag und wo alle ihr am Morgen abgeholtes Taschengeld in lebensnotwendige Dinge investierten (wie z.B. in Brownie-ähnliche Kuchen!!! :D). Nach drei Stunden Fahrt hielten wir an einem kleinen Imbiss, den wir komplett leer kauften, indem wir 31 mal Fleisch mit Reis & Bohnen und Salat bestellten. Gegessen wurde in einem Centro Social, einem großen Reithallen-ähnlichen Gebäude, in dem gerade vorher eine Hochzeit gefeiert worden ist und sogar noch zwei überdimensionale Styropor-Täubchen mit Ringen in den Schnäbeln über dem Eingang hingen. Und obwohl einige Teile des Essens doch ein wenig an die vorherigen Tage erinnerten…schmeckte es doch allen gut genug, sodass wir unsere Reise fortsetzen konnten. Nach kurzer Fahrt erreichten wir am späten Nachmittag dann die Tropenstation La Gamba. Das Gelände gefiel uns sofort, und nachdem die Zelte aufgebaut und alle einen Schlafplatz gefunden hatten, bekamen wir eine kleine Sicherheitseinführung wegen der Schlangen, Bienen usw.

Die Geschichte mit den Bienen war sehr interessant: Ein großes Nest hing in einem der Bäume und Werner, der Chef von der der Station und Biologe aus Wien erklärte uns, dass die Bienen sich bedroht fühlen würden, sobald man dem Baum zu nahe käme. Sollte man jetzt sogar gegen ihn stoßen, so würden die ersten Tiere, die den “Eindringling“ bemerken, ihn chemisch markieren, sodass ab diesem Zeitpunkt alle anderen Bienen ihn als “Feind“ erkennen würden. Nach dieser Erzählung halten nun alle lieber etwas Abstand zu dem riesigen Nest. Diese kleinen, nur ca. 3 mm großen Waldbienen stechen zwar nicht, aber können beissen, was auch ziemlich unangenehm sein muss, wenn man ein paar hundert davon in den Haaren oder auf dem Rücken hat…i Das Abendessen war wie die Station: Einfach fantastisch, und anschließend startete ein kleiner Teil von uns zu einer Nachtwanderung.

Auf der Nachtwanderung führte uns unser Weg durch den Regenwald vorbei an Spinnen, Skorpionen und anderen Insekten. Bei einer kleinen Flussdurchquerung, bei der sich herausstellte, dass sämtliche geliehene Gummistiefel nichts taugen, da sie entweder einen zu tiefen Schaft oder Löcher hatten, entdeckten wir auch noch zwei Schlangen. Die eine, als ungefährlich erklärte, durften wir sogar auf die Hand nehmen und sie kam als Forschungsobjekt in den Rucksack unseres Guides und damit auf die Station. Die andere giftige ging lieber schwimmen als mit uns Bekanntschaft zu machen und war nur kurz zu sehen. Am Abend fielen schließlich alle, geschafft von dem langen Tag, in ihre Betten, um sich vor der morgigen achtstündigen Wanderung durch den Piedras Blancas Nationalpark auszuruhen. Auf jeden Fall sind alle gespannt!

Mein besonderer Gruß geht heute an Marie Fürst, die heute Geburtstag hat! Herzlichen Glückwunsch, alles, alles Gute, und ich hoffe, dir schmecken die Brownies!!!!! <3 Ansonsten grüße ich alle Hamburger, die mich kennen, meine Schwester in München und alle anderen, die sich diesen Artikel fleißig durchgelesen haben! Bis zum nächsten Mal
Eure Kimi

Thema: Panama/Costa Rica | Comments Off | Autor: admin

Willkommen im Paradies

Mittwoch, 4. Januar 2012 16:49

Datum: 4. Januar 2012
Position: 09° 34,7′ N, 078° 41,3′ W
Wetter: sonnig, ein wenig bewölkt, Luft 30.°C, Wasser 27°C, Wind 4 Bft.
Etmal: 18 Meilen
geschrieben von Kimberly Krall

Ja, also… Hallo erstmal, ich weiß gar nicht, ob ihr es wusstet, aber…es gibt noch Orte auf dieser Welt, die dem Paradies sehr nahe kommen! Heute morgen hievten wir den Anker und machten uns auf zu einer kleinen Slalomfahrt durch die San-Blas-Inseln in Richtung der Hollandes Cays. Als sie in Sicht kamen, fühlte man sich wahrhaftig ins Paradies versetzt. Man stelle sich das Bild in etwa so vor: Aus herrlich türkisblauem Wasser ragt weißer Sandstrand empor, auf dem eine Palme neben der anderen wuchert. Darüber noch blauer Himmel, traumhafte Wärme und eine leichte Brise. Das alles muss man nun noch mit 1000 multiplizieren und man hat noch nicht einmal eine ungefähre Vorstellung davon, wie es wirklich war. Den Anker ließen wir schließlich, umringt von vielen, kleinen Inseln, fallen. Nach dem Mittagessen hieß es für uns dann allerdings nicht am Strand liegen, sondern: Decksarbeiten! Mit David und Fritz zusammen spannte ich die Sonnensegel vorne und achtern und ordnete die Segelsäcke. Die Sonnensegel sind dafür da, dass sich das Deck nicht allzu stark erhitzt und damit es auch unter Deck nicht allzu warm wird.

Währenddessen wurde das Deck geschrubbt und die Wassergräben gereinigt. Solange diese Arbeiten noch liefen, durften die ersten schon an Land fahren und eine der vielen, kleinen Inseln in Besitz nehmen. Am Abend waren allerdings zum Glück alle, die wollten, an Land gekommen und manche hatten beim Schnorcheln sogar einen braun-weiß gefleckten Rochen entdeckt. Wieder zurück an Bord, mussten wir uns abspritzen, bevor wir unter Deck durften, um zu verhindern, dass kleine Gäste sich als Untermieter in unseren Kojen einnisteten: Sandflöhe! Überall am Strand hüpften die kleinen Tiere herum. Aber dank sorgfältigem Abspritzen sind bisher alle von Bissen verschont geblieben. Noch einen ganzen Tag werden wir in dieser wunderschönen Bucht bleiben, bevor es weitergeht. Bis irgendwann einmal, dass nächste Mal an Land!
Eure Kimi

P.S.: Ich grüße alle meine Verwandten und Freunde in Hamburg, natürlich meine fleißig studierende Schwester in München (:D) und alle, die eifrig unseren Blog lesen!

Thema: Karibik | Comments Off | Autor: admin