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Ankunft auf Utila

Mittwoch, 15. Februar 2012 17:00

Datum: 15. Februar 2012
Position: Alton‘s Dive Center, Utila, Honduras
Etmal: -
Wetter: sonnig warm, leichter Wind
geschrieben von Mauricio Prante

Moinsen, Kollegen. Der Tag begann mit einer netten Morgenbegrüßung, welche mir mitteilte, dass wir bereits vor Utila liegen. Ich zog mich schnell an und ging noch vor dem Frühstück raus, um die schöne Insel sehen zu können. Ich war immer noch sehr müde, doch jetzt war Großreinschiff angesagt, bei dem sich keiner drücken kann. Last ausräumen, putzen, packen und die Last wieder einräumen. Eine einschlagende Neuigkeit trieb allen die Laune runter. Kimberly teilte uns mit, dass sie nachhause fahren muss aufgrund ihres Gesundheitszustands. Alle waren in Gedanken bei Kimi und haben sich überlegt, ob es noch andere Möglichkeiten gibt, als nach Hause zu fahren, gleichzeitig sammelten wir Ideen für ihrer Verabschiedung.

Nun, es blieb uns nichts anderes übrig, als den Tagesablauf planmäßig fortzuführen. Ein Tauchboot von unserem Dive Center holte uns von der vor Anker liegenden Johnny ab und brachte und zur Tauchstation, wo wir herzlich begrüßt wurden. Die Tauchstation ist paradiesisch aufgebaut, mit einem Pavillon auf Stelzen überm Wasser, wo Hängematten schaukeln. Die einzelnen Zimmer sind mit Stegen verbunden und zwischen den Stegen sind kleine Becken, in denen sich kleine bis große Fische tummeln. Ich bin in einem Zimmer mit Kilian, Claudio, Fritz und Philipp. Wir hatten einen Balkon, auf dem wir es uns auch erst einmal bequem machten. Nach der ganzen Aufregung, die der Tag gebracht hat, sind wir zusammen in ein gutes Restaurant gegenüber gegangen, in dem es leckeres Steak gab, und Fisch und Burger. Am nächsten Tag geht’s mit den Kursen los, deswegen sind wir relativ früh schlafen gegangen.
Mauricio

P.S.: Liebe Grüße an Kimi, ich vermisse dich und denke an dich! Grüße auch an Opa Bielefeld, Carola, Ulu Dede, Ev und Ulli, Mama und Papa, meine kleine Buuli und natürlich meine Freunde in Berlin.

Thema: Honduras | Comments Off | Autor: admin

Barfuß durch den Fluss

Donnerstag, 26. Januar 2012 13:33

Datum: 23. Januar 2012
Position: k. A.
Etmal: -
Wetter: sonnig
geschrieben von: Mauricio Prante

Ich wurde geweckt von Brüllaffen, die nicht ohne Grund ihren Namen tragen. Als ich mich umdrehen wollte, um auf die Uhr zu gucken, merkte ich, wie gerädert und wie verspannt ich war. Die Uhr sagte 5:10 und ich ließ mich zurück auf meine 5mm dicke Isomatte plumpsen, wobei ich mir wehgetan hatte. Außerdem hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, als ob ich bergab liegen würde. Meine Mitbewohner Claudio und Joe lagen irgendwie quer im Zelt und  unsere Rucksäcke dazwischen. Dann, um 7 Uhr beim Frühstück, gab es wie immer Reis und Bohnen und diesmal noch Rührei. Alle sahen etwas müde aus, als ob sie sich am liebsten  wieder hinlegen würden, doch heute nicht. Heute war die große Flusswanderung über 4 Stunden zu einem Wasserfall. Der Fluss war sehr flach, man konnte ohne viel Anstrengung durchlaufen, durchschnittlich vielleicht 30 cm tief, aber es gab aber auch tiefere Stellen, wo man baden konnte. Gleich nach dem Frühstück ging es los. Uns wurden die Trekking-Sandalen empfohlen, die ich natürlich nicht gefunden habe. Ich dachte mir: “Kein Ding, gehe ich eben barfuß…”. Wie sich herausgestellte, war dies ein riesiger Fehler! Denn nur das erst Stück des Flusses war sandig. Danach bin ich ungefähr 2 Stunden auf spitzen Steinen, felsigen Stromschnellen und Ästen gewandert.

Doch das war der einzige negative Aspekt, denn die Wanderung war ziemlich gut, da wir einzigartige Naturerlebnisse hatten. Die Sonne schien und wenn einen zu heiß wurde, haben wir uns einfach in den Fluss gelegt. Nach 2 Stunden waren wir alle am Ziel: Ein Wasserfall, der ein Becken vor sich füllte, das sehr schön war. Der Rückweg war noch mal ziemlich schmerzhaft, weil meine Füße schon vom Hinweg kaputt waren. Aber Joe ging es ähnlich, da er auch keine Schuhe mit hatte und wir waren dann die letzten mit Nellie und Lola, die mit uns gegangen sind. Am Nachmittag war noch ein großes Fußballspiel, welches uns den Schweiß aus den Poren trieb aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit, aber es hat Spaß gemacht. Am Abend sind wir genauso unbequem eingeschlafen, wie wir aufgewacht sind. Liebe Grüße an meine Eltern, Tabea und meine Freunde in Berlin
Euer Mauricio

Thema: Panama/Costa Rica | Comments Off | Autor: admin