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Die Jungs müssen Putzen

Freitag, 30. Dezember 2011 15:30

Datum: 30. Dezember 2011
Position: k. A.
Etmal: k. A.
Wetter: Luft 26°C, Wasser 27°C, Wind 6-7 Bft.
geschrieben von: Mauricio Prante

Hey! Der heutige Tag begann mit der ersten Bio-Chemie-Arbeit auf der Reise. Eigentlich ziemlich unspektakulär und einfach. Sie handelte über Wasser. Bis zum Mittag hat der Tag nicht viel gebracht. Doch ab da wurde es lustiger an Bord, denn als Ulli gestern beim Kammerrundgang gesehen hat, wie es bei den Jungs aussah, bekamen wir, das heißt alle Jungs, eine ganz besondere Aufgabe, da es laut Ulli keine Strafarbeiten gibt, sondern nur Arbeiten, die gemacht werden müssen. Und das war nun mal alles Messing an Deck, welches angelaufen war, mit Schwämmchen zu polieren. Das ist mehr, als man denkt! Alle Schilder, die Glocke und die Rahmen der Fenster in der Brücke. Für die Arbeit brauchten wir fast 3 Stunden, zudem kam ein überraschender Sturzregen, der alle aufweichte und durchnässte. Ein wenig frustrierend war, dass das Messing direkt wieder anlief und man nur für fünf Minuten einen Unterschied zu vorher sah. Ziemlich geschafft von der Arbeit widmeten wir uns anderen schulischen Aktivitäten in unserer Selbstlernzeit. Die meisten lernten für die Mathearbeit am Montag. Die Stunde bis zum Abendbrot habe ich genutzt, um etwas zu zeichnen. Leider ist es nicht möglich, sich an Deck aufzuhalten bei dem Wind (teilweise bis 35 kn) und dem daraus resultierenden Seegang. So hielten sich alle in der Messe auf, was auch mal ganz nett war. Viele Grüße nach Berlin, ich vermisse euch. Mama, Papa, Tabea, Ev, Ulli, Opa, Carola, Yannick, Vincent, Valli, Theresa, 10b und alle anderen wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012!
Mauricio

Thema: Karibik | Comments Off | Autor: admin

Millhouse geht an Bord…

Dienstag, 29. November 2011 12:59

Datum: 29. November 2011
Position: 19° 41,4′ N, 031° 49,2′ W
Etmal: 152 SM
Wetter: Wind NE 4 Bft., Luft 26°C, Wasser 25°C
geschrieben von: Mauricio Prante

oder “Die ersten fliegenden Fische”. Hola amigos, geweckt wurde ich um 23:45, da ich von Mitternacht bis 4:00 Uhr Wache hatte. Doch mit unseren neuen Wachzeiten und unserem neuen Wachführer Michael war die Wache nicht nur erträglich sondern brachte richtig Spaß. Mit einer Tasse Tee und Conni zum Quatschen, ging die Stunde am Steuer sehr schnell vorüber. Da am vorigen Tag eine Menge fliegender Fische gesichtet wurden, haben wir in unserer Wache Scheinwerfer aufgebaut, die die Fische anlocken sollten. Kurz darauf wurde der Aufwand mit dem ersten Fisch an Bord belohnt (den wir Millhouse tauften), und im Laufe der Nacht landete auch noch ein Zweiter an Deck. Eine etwas magere Ausbeute, wirklich nicht genug für ein genüssliches Mahl, aber Andre, unser Biologielehrer, hatte für die beiden Gestrandeten eine andere Idee. Beim Frühstück hatte ich etwas schlechte Laune, weil ich eigentlich 4 weitere Stunden hätte schlafen können, aber wie so oft schon in dieser Woche mal wieder zu früh geweckt wurde. Doch diese verflog augenblicklich, als ich mich bei 27 Grad in die Sonne an Deck legte und mir ins Gedächtnis rief, wo ich grade war, nämlich mitten auf dem tiefblauen, unendlichen Atlantik!

Während ich bei meiner 12 bis 4 Wache steuerte, wurden die beiden Fische von der Unterrichtsgruppe und Andre seziert. Alle waren so gespannt und interessiert zu wissen, wie diese Fische von innen aussehen , dass sie die Fische leidenschaftlich auseinander fledderten. Bei Millhouse im Maul hat Nellie eine Krabbe gefunden, die er gerade vorher noch gefressen hat. Die eingefallene Schwimmblase war etwas schwerer zu entdecken, wurde aber am Ende doch mit Fingerspitzengefühl isoliert. Dieser Tag war mal was anderes und wir freuen uns hier über jede kleine Abwechslung. Viele Grüße an meine Familie und meine Freunde. Conni grüßt alle Lietzer!
Bis bald, Mauricio

Thema: Atlantik | Comments Off | Autor: admin