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High Seas High School
Das segelnde Klassenzimmer®
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Reisebeschreibung HSHS 11/12
• Honduras (15. – 29. Feb 2012)
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Mantarochen und Mangroven. Ab dem 06. Februar segeln wir in Richtung
Cabo Gracias a Dios – dem "Kap Gott sei Dank" – an
der Nordostecke Mittelamerikas. Nach knapp einer Woche sind wir in
unserem nächsten Zielgebiet angekommen, im Golf von Honduras. Vor
Utila, der zweitgrößten Insel der zwischen Belize und
Honduras liegenden Bay Islands wird die Johann Smidt vor Anker liegen.
Hier am Mesoamerican Barrier Reef, dem zweitgrößten
Korallenriff der Welt nach dem in Australien werden wir natürlich
wieder schnorcheln, aber auch zwei Tauchkurse absolvieren. Das
mittelamerikanische Barriereriff zieht sich über hunderte von
Kilometern von hier in Honduras bis hinauf nach Mexiko. Der Open Water
Diver, der Anfängerkurs ist nötig, um die Grundfertigkeiten zu
erlernen. Ein Fortgeschrittenenkurs wird gleich im Anschluss absolviert,
um sich nicht mehr nur auf sich selbst konzentrieren zu müssen,
sondern wirklich die Umgebung und die Schwerelosigkeit unter Wasser
genießen zu können. Mit unseren neuen Kenntnissen werden wir
außerdem in Form eines Fish Surveys – einer Kartierung der
von uns vorgefundenen Fischarten – die damit schon seit 1990
beschäftigte Organisation REEF (www.reef.org) und die BICA (Bay
Islands Conservation Association) tatkräftig unterstützen. Die
Korallenriffe der Bay Islands gelten als die artenreichsten der Karibik.
Da es aber auch Leben außerhalb des Wassers gibt, gehen wir auf
Utila mit deutschen und honduranischen Biologen in den Mangrovenwald. Um
diese bei der Nachzucht des nur dort vorkommenden Utila Iguana
(Ctenosaura bakeri) zu unterstützen, helfen wir ihnen beim Fangen
dieser Reptilien. Hier wird auch der Zusammenhang zwischen Arten–
und Küstenschutz und zwischen den Mangroven und den Korallen
deutlich: Das eine Ökosystem kann ohne das andere nicht existieren,
und ohne intakte Riffe und Mangroven sind viele Küstenabschnitte
der Karibik schutzlos den Hurricanes ausgesetzt.
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Nach so viel Natur und Naturwissenschaft wollen wir aber auch die alten
Hochkulturen des Festlandes erkunden. Die vier Länder El Salvador,
Honduras, Guatemala und Belize bilden mit den fünf südlichen
Bundesstaaten Mexikos die "Mundo Maya", die Welt der Maya. In
Zeiten der vielen präkolumbischen Großreiche noch viel
uneinheitlicher als heute, fällt auch heute die Auswahl des
Reiseziels schwer, da wir leider nicht annähernd genügend Zeit
haben, alle Aspekte dieser geschichtsträchtigen und vielseitigen
Region kennen zu lernen. Die gute Vorbereitung durch verschiedene
Referate zu wenigstens einigen Facetten wie dem verblüffend
präzisen Kalender– und Zeitsystem oder der Architektur der
Maya hilft uns, das Erbe der Vorfahren unserer Gastgeber besser zu
verstehen. Nach knapp zwei Wochen Inselleben besteigen wir die
Schnellfähre und fahren ans Festland. Von der quirligen Hafenstadt
La Ceiba, einer Gründung der United Fruit Company, starten wir per
Bus nach Copán. In dieser im Westen von Honduras gelegenen
Kleinstadt befindet sich eine der vier größten Tempelanlagen
der alten Maya.
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Hier können wir sowohl die monumentalen Prachtbauten mit eigenen
Augen sehen, als auch lebendige Mayakultur erleben.
Bald müssen wir uns auf den Weg zurück an die Küste
machen – Cuba wartet knapp 1.000 km entfernt auf uns! Wenn uns
Wind und Wetter auf dem Weg nach Norden wohlgesonnen sind, dauert die
Fahrt durch die Straße von Yucatan, die Cuba vom Osten Mexicos
trennt, nur rund fünf Tage. Der Äquatorialstrom drückt
hier mit beachtlichen 1,5 Knoten (ca. 3 Km/h) nach Norden, in den Golf
von Mexico und versorgt so – wenn man so will – den Ursprung
des Golfstroms. Mitunter ist hier in der Gegend recht kräftiger
Nordwind – dann spricht der Seemann von "Wind gegen
Strom" –, was einen recht unangenehmen Seegang zur Folge
haben kann. Deshalb ist für diese Etappe eine ganze Woche
kalkuliert.
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