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Reisebeschreibung HSHS 11/12
• Teneriffa (14. – 20. Nov 2011)

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Wenn Wind und Wetter günstig waren, laufen wir am 14. November 2011 in Santa Cruz de Tenerife ein – für lange Zeit unser letzter Hafen in Europa! Ein paar Tage können wir jetzt wieder festen Boden unter unseren Füßen spüren, andere Menschen treffen und weiter als 36 Meter geradeaus gehen. Zum Beispiel um in der schönen Innenstadt von Santa Cruz im "Mercado de Nuestra Señora de Africa", einer historischen, UNESCO–gewürdigten Markthalle eins der letzten Male mit Euros zu bezahlen, ohne umrechnen zu müssen. Zu Beginn des Aufenthaltes steht allerdings eine zweitägige Trekkingtour auf den Pico de Teide auf dem Programm – mit 3.718m der höchste Berg Spaniens und Inselvulkan des Atlantiks. Über 1.500 Höhenmeter müssen zu Fuß überwunden werden – nach der langen Seereise eine ungewohnte Übung! Zunächst werden sämtliche Vegetationsstufen durchfahren, so auch die wie verwunschen wirkenden Wälder der endemischen Kanaren–Kiefer (Pinus canariensis).

 
Die eigentliche Wanderung beginnt oberhalb der Baumgrenze auf ca. 2.200 m und dauert je nach Kondition rund 3–6 Stunden. Auf 3.255 m liegt die Berghütte "Refugio de Altavista", in der wir unser mitgebrachtes Abendessen zubereiten und übernachten. Am nächsten Morgen beginnt der letzte Aufstieg lange vor Tagesanbruch, um rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu sein. Von dort kann man den zu dieser Tageszeit 50 km langen, genau dreieckigen Schatten des Teide auf den Nachbarinseln Gomera und La Palma sehen, die Sonne selbst taucht hinter Gran Canaria aus dem Meer auf, und bei besonders guter Sicht ist am Horizont sogar Afrika auszumachen. Weiterhin werden wir u.a. die Ausgrabungsstätte der Pyramiden von Güimar besuchen, die der norwegische Wissenschaftler Thor Heyerdahl zu einem Museum ausgebaut hat. Thor Heyerdahl selbst lebte bis zu seinem Tode im Jahre 2002 dort und hat die früheren High Seas High School–Gruppen noch persönlich empfangen.

Mit detaillierter Vorbereitung durch ein eigens dafür vorbereitetes Referat lernen wir Hintergründe seiner Theorien und jüngere Forschungsergebnisse kennen. Daraufhin schauen wir uns das Museum mit einem Film, den echten Pyramiden, Modellen zur Besiedlung von Teneriffa, aber auch eine Ausstellung über seine vielfältigen anderen Expeditionen mit einigen Nachbauten der von ihm verwendeten Flösse kennenlernen. Je nach Wetter fahren wir schließlich noch in die alte Hauptstadt La Laguna, ebenfalls Weltkulturerbe, oder an den künstlichen Strand Las Teresitas, den viele "Tinerfeños", wie sich die Insulaner selber nennen, als ihren schönsten bezeichnen. Das mag daran liegen, das dieser Strand aus aufgeschüttetem, aus Fuerteventura importiertem Saharasand besteht, während die meisten kanarischen Strände sonst aus dunklem vulkanischem Material bestehen. Nachdem das Schiff neu verproviantiert ist, bricht die "Johnny" am 20. November 2011 mit dem hoffentlich guten Passatwind unter vollen Segeln zur Atlantiküberquerung auf. Dies wird mit geplanten 24 Tagen die längste Etappe auf See sein.


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