Hafenwache in Brest

Datum: 16. Oktober 2016 (Tag 9)
Position: Brest, Hafen
Etmal: 0 sm
Wetter: —
von Carlo

carloHafenwache. In der Nacht. Manch einer mag zwar 6-7 Uhr morgens als Vormittag bezeichnen, aber ich sehe es eindeutig als nachts, das heißt als Schlafenszeit an. Der göbelnde Johann war mit von der Partie und wir saßen gemeinsam auf der Brücke und erhoben die bei der Hafen und Ankerwache benötigten Werte. Nach der Überprüfung der Vorleine, die aufgrund des starken Tidenhubes, stets beobachtet werden muss, warteten wir noch 10 Minuten, bis wir wohl zu Johanns liebster Aufgabe kamen. Wecken ist super! Im Laufe der Woche haben sich die kreativen Weckmethoden perfektioniert, wodurch allen ein sicheres, aber auch ein mehr oder weniger (Johann) schönes Erwachen möglich ist. In der 6er Jungskammer ging es ganz akzeptabel zu. Mit einer Fanta für Jaron ans Bett wurden alle, mit grellem Licht und einem bestimmten Ansprechen, den süßen Träumen entzogen. Die Lehrer, sowie die Stammcrew, wurden ordnungsgemäß mit einer roten Lampe, einem Rütteln und einem Ansprechen geweckt.

In der 3er Kammer wurde dann die gleiche Methode, nur um einiges energischer, durchgeführt, um ein erneutes Einschlafen von Lara zu verhindern. Die Freude an den irritierten, schalftrunkenen Gesichtern ist einfach zu amüsant. Im Pumakäfig wurde, mit Hilfe modernster Technologie, einer Musikbox, der neue Tag mit dem lauten Abspielen von „Let it snow“ und „Atemlos durch die Nacht“ eingeläutet. Auf die ersten irritierten Blicke folgten dann die ersten, die begannen mit zu singen und ein bisschen, im Liegen, zu tanzen. Das unsere Methode wohl relativ erfolgreich war, merkten wir daran, dass Johanna aus einer, nach Tiefschlaf aussehenden Pose, beim Refrain plötzlich im Bett saß und tanzte. In die 4er-Jungskammer haben wir dann einfach nur noch die Box gelegt und nach dem Drücken des Play-Knopfes hörte man schon nach wenigen Sekunden, wie Tatsumi am fühlen war.Das war unsere Hafenwache. Es grüßt euch
Carlo & Göbl der Affe

P.S.: Tabea grüßt ihre Familie und Freunde

Die Leiden des jungen Lietzers – kurz vor der Abreise

Datum: 28. September 2016
Ort: Spiekeroog
von: Carlo

carloNur noch zwei Tage auf Lietz. Was soll ich jetzt davon halten? Einerseits finde ich es natürlich traurig, die vertraute Umgebung auf der inzwischen ziemlich stürmischenen Insel Spiekeroog zu verlassen, aber die Freude auf das uns bevorstehende Abenteuer überwiegt deutlich! Bevor es losgeht, mussten wir Lietzer uns aber noch einiges gefallen lassen, bevor wir in das Abenteuer entlassen werden.
Gestern Abend fand nämlich die sogenannte „High Seas Taufe“ statt – die HSHS Fahrer der Lietz vom letzten Jahr hatten die Ehre, uns vor allen zu demütigen. Da ist dann das Essen von Tabasco und das mit ekligen, nicht so ganz zu identifizierenden, Flüssigkeiten überleert zu werden noch das Geringste. Auch meine Haare mussten gestern dran glauben…
Darüber hinaus dürfen wir noch unser komplettes Zimmmer von unserem Eigentum befreien. Eingepackt in Kisten wartet dann unser Hab und Gut, welches wir auf der Reise nicht brauchen, auf dem alten Dachboden auf uns, bis wir wiederkommen. Und das Referat…
Naja jedenfalls müssen wir jetzt alle weiterpacken.
Bis die Tage, Carlo