Logbuch (7) vom HSHS-Probetörn

26. Mai 2017

Angefangen hat für mich der Tag um 7:00 Uhr mit der 8-12 Wache (W.3). Nach einem guten Frühstück ging es für mich und ein paar andere aus Wache 3 in die Royal, (30 Meter h.) die Segel auspacken. Nach längerem Fieren und Holen durfte die Wache 3 das Deck schrubben und die Messingteile polieren. Beim “all hands” um 15:30 Uhr hat uns der Kapitän Thomas erklärt, dass wir alle Segel einpacken sollen und was das “Captains-Dinner” ist. Das Captains-Dinner ist das Abschluss-Essen von einem Törn, wobei die Brücke (also auch der Kapitän) den Abwasch bewältigen muss, an Stelle der “Trainees” (wir, die Schüler der HSHS). Dies ist sei alte Sitte, erklärte uns Thomas mitleidig. Ich finde sie gut, und ich werde versuchen, sie auch auf unseren privaten Segeltörns durchzusetzen. Wir haben alle Segel erfolgreich eingepackt und ankern gleich in der Eckernförder Bucht, bevor wir dann morgen mit der Maschine in den Hafen manövrieren. Wir alle hoffen, dass wir vor dem Captains-Dinner noch einmal ins Wasser springen können, weil es sehr heiß heute ist.
Max Marek

P.S.: Trixi grüßt ganz lieb die große Schwester und den großen Bruder. ☺ ☺

Logbuch (6) vom HSHS-Probetörn

25. Mai 2017

Tagesmotto: Zur Halse immer ab nach Dänemark. Nach dem Ableger in Sonderborg gab es in der 0-4 Wache die nächtliche Halse – natürlich in dänischen Gewässern. (Anmerkung der Redaktion: was zwischen 4 und ca. 9 Uhr an Bord passierte, ist der in dieser Zeit verdient schlafenden Wache 1 unbekannt.) Zum Frühstück oder wahlweise Mittagessen waren wir bereits in Sichtweite von Kiel, während uns vor Damp die Brigg “Eye of the Wind” auf dem Weg nach Norden passierte. Am sonnigen Feiertag kamen uns auch zahlreiche Segler aus der Kieler Förde entgegen. Der Nachmittag verging wie im Fluge mit dem Einsatz der tragbaren Feuerlöschpumpe zum Deckspülen. Den abflauenden Wind nutzen die Steuerleute zum MOB-Manöver fahren. (Anmerkung der Redaktion: hiermit sind Boje-über-Bord-Manöver unter Maschine gemeint.) Nächster Programmpunkt war das Ankern nahe Strande vor dem Regattafeld der Laser. Kaum war der Anker auf Grund tönte der laute (Übungs-)Alarmruf “Feuer in der Bootsmannlast” durch das Schiff. Obwohl dieser Ruf auch einen unter der Dusche überraschte, waren alle rasch zur Vollzähligkeit am Spill. Alle? – nein! Charlie wurde vermisst. (Anmerkung der Redaktion: das Ganze war natürlich nur eine Übung und Charlie eingeweiht). Schnell wurde der “Notfall” abgewickelt, Charlie gesund an Deck gebracht und das gedachte Feuer erfolgreich gelöscht. Zur Belohnung gab der Kapitän den zahleichen Freiwilligen die Möglichkeit eines erfrischenden Badevergnügen vom Schiff aus. Noch vor Sonnenuntergang wurde der lang geplante Crewwechsel eines Steuermanns per Dinghi-Shuttle durchgeführt, und auf ging es wieder nach Dänemark. In der Nacht fuhren wir weitere Halsen – vorzugsweise wieder in Dänemark. Unter einem grandiosen Sternenhimmel schifteten wir den Großen Wagen von Backbord nach Steuerbord und verabschiedeten beim Wachwechsel die Venus.

Mike muss leider heute aussteigen. Er und Jürgen grüßen alle Seekrokos und SKA.