Arbeit, Arbeit und noch mehr Arbeit!

Tag: 6. Januar 2018
Ort: Marina, Colon, Panama
Wetter: k. A.
von Nico

Heute war ein sehr arbeitsreicher Tag! Zuerst fing er für mich ganz normal an. Ich wurde um 11:00 Uhr geweckt, um 11:30 Uhr gab es für mich und meine Wache Mittagessen und um 12:00 Uhr begann dann meine Wache. Da wir aber nicht mehr weit von unserem Hafenplatz in der Marine von Colón entfernt waren, wurde nach kurzer Zeit zum „Anlege-All-Hands“ gerufen. Das heißt, dass nicht mehr nur meine Wache, sondern alle Wachen zusammen das Schiff fahren und schließlich auch anlegen müssen. Nachdem wir erfolgreich angelegt hatten, ging es gleich weiter mit lauter Dingen, die für unseren vorübergehenden Auszug aus der Roald zu erledigen waren. Als erstes musste ein besonders gründliches Großreinschiff gemacht werden, bei dem besonders genau auch auf die Sauberkeit der hintersten Ecken geschaut wurde, dann mussten alle, die noch nicht fertig waren, ihr Gepäck zu Ende packen, damit wir dann damit anfangen konnten, die Kammern komplett zu leeren und sauber zu machen. Insgesamt musste das ganze Schiff leer geräumt und für den Törn „Panama-Panama“, der während unseres Landaufenthaltes gefahren wird, geputzt werden. Das war eine Menge Arbeit! Zum Glück gab es zwischendurch eine kleine Verschnaufpause bei Kaffee und Kuchen. Heute gab es Turrón, was eine spanische Süßigkeit ist, die üblicherweise dort am 06.01. (Heilige Drei Könige) gegessen wird. Nach dem leckeren Snack machten sich dann alle wieder an die Arbeit.

Als wir mit allem fertig waren, haben wir dann alles Gepäck, dass wir nicht auf den Landaufenthalt mitnehmen, in einen Container bei der Marine gestaut. Als auch das erledigt war, hat uns Charlie noch einmal einen kleinen Einblick in die nächsten drei Wochen gegeben und am Ende ihres Vortrags die ganzen Briefe der Eltern, Familie und Freunde an uns Schüler verteilt. Deshalb waren dann zunächst alle mit Lesen beschäftigt und danach lag kurz eine traurige Stimmung in der Luft, weil viele ihr Zuhause vermissten. Einige Schüler haben sich dann freiwillig gemeldet, für alle Kokosnüsse, die wir auf den San Blas Inseln gekauft hatten, zu schälen. Somit konnten wir uns am Abend dann doch noch alle entspannen und unseren letzten „Schiff-Abend“ für 3 Wochen genießen: Die einen saßen Kokosnuss essend an Deck und haben Karten gespielt, andere haben noch ein paar Dinge für die Expis, den Ausflügen, die wir in Gruppen von jeweils 6 Schülern und einem Lehrer in Costa Rica machen werden, mit dem Marina-WLAN herausgefunden. Nachdem ich noch ein bisschen draußen an Deck gesessen hatte, bin ich irgendwann völlig fertig und müde ins Bett gegangen.
Nico

2 Monate

Datum: 14. Dezember 2017
Position: 14°38,6’N, 054°00,6’W
Etmal: 107 NM
Wetter: Wasser 27°C, Luft 28°C, Windstärke 4
von Nico

Heute wurde ich sehr früh zur Backschaft geweckt. Nicht in irgendeiner überhitzten Koje oder in irgendeiner stickigen Kammer, sondern in meiner Hängematte draußen an Deck. Seit ein paar Tagen dürfen nämlich immer die Schüler des kommenden Tages und die Vormittagsbackschaft draußen schlafen. An der frischen Luft und unter einem beeindruckenden Sternenhimmel. Deshalb habe ich gleich gut gelaunt mit Andy und Laurine für alle Bacon mit Rührei zum Frühstück gemacht. Zum Mittagessen haben wir noch ein leckeres Chili con Carne gezaubert und dann war die Backschaft auch schon vorbei. Daraufhin bin ich sofort zu meiner Wache geeilt, die sich heute bei 33 Grad in der Sonne ziemlich heiß gestaltete. Zum Glück gab es um 15:30 Uhr bei Kaffee und Kuchen einen frischen Apfel und dazu einen kühlen Eistee. Somit konnten wir alle frisch gestärkt zum täglichen “Advents-All-Hands” erscheinen, bei dem immer ein Weihnachtslied gesungen wird und somit wenigstens ein bisschen Weihnachtsfeeling aufkommt. Denn wenn einem mitten im Dezember sogar in kurzer Hose zu warm ist und einem der Schweiß die Stirn runter läuft, kann man nur schwer begreifen, dass Weihnachten so kurz vor der Tür steht.

Doch bevor ich lange über Weihnachten nachdenken konnte, riss mich Verena aus meinen Gedanken… “Genau heute sind wir 2 Monate unterwegs!” WAS????? 2 Monate? Das kann nicht sein. Das waren doch höchstens ein paar Wochen. Doch meine Uhr stimmte Verena zu. Heute ist der 14.12. Erstaunlich wie hier die Zeit verfliegt bei den ganzen Dingen, die wir schon erlebt haben, den ganzen Badestopps, den ganzen Landaufenthalten, den ganzen Schiffsarbeiten, der Atlantiktaufe, etc. Und wir haben noch 4 spannende Monate vor uns. Nach dem Abendessen versammelten sich dann alle Schüler zur Schülerversammlung, bei der wir über die Neueinteilung der Teams (z.B. des Proviantteams) und über die Expis in Costa Rica geredet haben. Nach der Versammlung legte ich mich völlig fertig nach einem Tag voll mit Backschaft, Wache, “All-Hands” und einer Schülerversammlung in meine Hängematte und schlief erneut unter einem Sternenhimmel ein.
Nico

P.S.:
1. Liebe Grüße an meine Mama, an Oma und Opa! Ich hab euch lieb und meld´ mich mal wieder von Martinique. (Laurine)
2. Ich weiß nicht, wann dich das erreicht, aber ich wünsch dir trotzdem jetzt mal alles Gute zum Geburtstag JOJO…ich hab dich lieb und denk viel an dich… (Ly)
3. Grüße gehen raus an meinen lieben Bruder! Bei dem ganzen Gequatsche von Surfspots in der Karibik denk ich viel an dich! Hoffe London war mega cool. Genieß die Weihnachtszeit mit Mama und Papa. Vermiss Bûche und Füllung jetzt schon. (Isabelle)
4. Papa, bald kannst du uns wieder beobachten, wir sind schon bald da. Und Mama, steck doch Steffi mal bitte ein paar liebe Grüße in den Briefkasten, ich weiß nicht, ob sie mitliest (Lilly)
5. Hallo Mom und Paps, danke für eure leckere Johannisbeer-Himbeer-Marmelade! Sie war gestern das Highlight beim Frühstück und hat allen sehr gut geschmeckt – kaum aufgemacht, war sie auch schon verputzt. (Annika)