Die Entdeckung eines neuen Lebensraums

Datum: 19. Dezember 2018
Ort: Fort de France, Martinique
Etmal: 0 sm
Wetter: Luft 27°C
Stimmung der Gruppe: aufgeregt bis genervt
von Fynn

Heute war ein sehr ereignisreicher Tag. Wir standen wie jeden Tag um 07:00 Uhr auf und frühstückten um 07:30 Uhr. Danach beeilten wir uns mit dem Beenden des Grünen Plans und der Backschaft, damit wir möglichst schnell aufbrechen konnten, um das erste mal in der Karibik schnorcheln zu gehen. Hierfür brachen wir gegen 9:00 Uhr zu einem eigentlich unspektakulären Strand neben dem Militärfort auf. Nach einer kurzen Einführung durch unseren Biolehrer, Meeresbiologen und Taucher Michi konnten wir endlich – zusammen mit unseren jeweiligen „Tauchbuddys“ – ins Wasser einsteigen.

Wir fingen an, die karibische Unterwasserwelt zu erkunden und zu erforschen. Das aus Justus und Hannes bestehende Buddypaar sah hierbei sogar an einer steinigen Stelle einen Oktopus sowie einen Kugelfisch. Andere sahen einen Rochen. Und alle Schnorchler sahen bunte Fische und etwas weiter draußen auch leicht rosafarbene Korallen. Als alle Schüler schon wieder zurück in Richtung Schiff oder noch in der Stadt unterwegs waren, gingen Michi und ich, an der steinigen Stelle noch einmal ins Wasser, um noch andere besondere Meeresbewohner zu sehen. Wir sahen einen Igelfisch, Boxfische, sowie rote, weiße und schwarze Seeigel und viele andere schillernde Fische.

Anschließend kauften Michi und ich auf einem etwas (un-) seriösen aussehenden und mit Gitterzäunen umzäunten Markt in den Tiefen der Stadt Obst für die ganze Besatzung. „Halt alle deine Wertsachen eng bei dir und im Blick!“ sagte Michi vorher zu mir. Nach dem Essen begannen wir mit dem samstäglichen „Großreinschiff“, dem wir wie immer nicht gerade voller Euphorie entgegenblickten. Anschließend warteten wir auf den Proviantwagen, der uns mit neuem Proviant für die nächste Etappe versorgen sollte. Er kam eine Stunde zu spät, obwohl er bereits 45 Minuten lang vollgepackt nur 500 Meter vom Schiff entfernt stand. Vielleicht ticken die Uhren in der Karibik anders…

Zu dieser Zeit saßen Josephine und ich übrigens oben auf der Rah und es war lustig zu sehen, wie die Stimmung bei der steigenden Temperatur immer weiter abfiel. Nachdem alles erledigt war, durften wir dann jedoch alle an Land, wo wir dann auch Abendbrot aßen. Meine Gruppe machte sich über Pizza und Sushi her und ein weiterer spannender Tag in der Karibik ging zu Ende. Liebe Grüße an meine Familie und besonders an meine Mutter. Mir geht es super hier und wir haben viel Spaß
Fynn

Der frühzeitige Abstieg und unser Winter mit Schnee

Datum: 23. November 2018
Position: 28°16,2’N, 016°38,2’W, Santa Cruz
Etmal: 0 sm
Wetter: eher kalt, Gruppenstimmung weihnachtlich
von Fynn

Nach einer sauerstoffarmen Nacht auf ca. 3.200m Höhe und der Nachricht, dass wir wegen Eis und Wind nicht höher bis zum Gipfel gehen dürfen, machten wir uns heute auf den frühzeitigen Abstieg vom Pico del Teide wieder runter zum Busparkplatz, an dem wir unsere Wanderung gestern starteten. Der Tag begann damit, dass wir erstmal alle eine halbe Stunde verschliefen. Also mussten wir uns schnell auf dem Abstieg vorbereiten und unsere Sachen packen. Das Anziehen der Wanderkleidung wurde uns zum Glück abgenommen, da wir in den Sachen bereits geschlafen hatten.

Wir bewegten uns demnach alle aus den Betten raus in den Flur des „Refugiums del Teide“ und dort erwartete uns eine freudige Überraschung: ES SCHNEITE WIE VERRÜCKT. DER TEIDE WAR IN EINER SCHICHT AUS KONDITORSAHNE GEHÜLLT. Doch dann erreichte uns auch schon die nächste Nachricht: Unser Bus musste wegen vereister Straße einen Umweg fahren, weshalb wir den Abstieg doch noch etwas hinauszögern konnten und noch ca. zwei Stunden vor dem Kamin im eingeschneiten Refugium saßen und Weihnachtslieder hörten.

Als der Bus dann soweit war, konnten wir endlich dem Abstieg beginnen. Der Schnee war angenehm fest und federte die Schritte super ab, weshalb der Abstieg sehr angenehm war.
Wir sahen viele schöne Panoramen und komplett eingeschneite und vereiste Pflanzen. Die ersten waren nach ungefähr zwei Stunden wieder unten an der Straße. Durchschnittlich brauchten wir 2,5 Stunden für den Abstieg und warteten dann noch ca. eine Stunde auf unseren Busfahrer. Als wir wieder am Schiff angekommen waren, merkten wir sofort, dass 17°C eindeutig zu warm für lange Skiunterwäsche und dicke Jacken sind. Aus diesem Grund war Jonathan mit seiner kurzen Hose dann wohl doch am besten gekleidet, worum ich ihn ein wenig beneidete.

Kurz nach unserer Rückkehr zum Schiff fuhr auch schon ein Lkw vor und öffnete neben unserem Schiff seine Ladeluke. ES WAR UNSER PROVIANT für die Atlantiküberquerung! Eifrig begannen wir damit, alles zu zählen und einzustauen. Dies dauerte bis zum späten Nachmittag. Als wir endlich wieder Milch, Erdbeermarmelade und alle anderen begehrten Leckereien eingestaut hatten, bekamen wir unsere neuen Wachen und Kojen zugewiesen und außerdem wurde unsere Bettwäsche, die eine Firma an Land während unserer Abwesenheit für uns gereinigt hat, wieder ausgeteilt. Sofort begann das Chaos des Umziehens. Wie Schweine, die zum Schlachter getrieben werden, rannten wir durch das Schiff und versetzten ganze Kleidungsberge. Kurz nach Mitternacht waren endlich alle fertig mit dem Umräumen der Kojen.

Am nächsten Tag sahen wir alle aus wie lebende Leichen: komplett übermüdet. Aber es war ein sehr ereignisreicher Tag mit toller Weihnachtsstimmung, Schnee, Sonne und einer Temperaturspanne von -6°C bis 17°C. Liebe Grüße
Fynn

P.S.: Ich grüße meine Familie und meine Freunde in Hannover. An meine Klasse: Euer persönlicher Bericht von der Reise ist auf dem Weg 😉

26. November 2018:
Neue Bilder von Teneriffa online…!!!