La Coruna

Datum: 25. Oktober 2018
Position: 45°19,8’N, 007°27,9′ W
Etmal: 139 sm
Wetter: Luft 17°C
von Hannes

Diesen Morgen konnte ich ausschlafen,
denn ich hatte was zu schaffen,
direkt bemerkte ich die gute Sicht,
ich war bereit für den Unterricht!
Die Backschaft bereitete ein gutes Gericht,
was in der Kombüse passiert, weiß man nicht.

Norbert machte uns um einiges klüger,
ich weiß jetzt etwas über den Klüver.
Kartenspiele versüßten mir die Pause,
ich denke gar nicht mehr an zu Hause.
Die Stimmung ist wie immer klasse,
wir holen das Segel an der Brasse.

Doch Wind zieht auf, ich glaub es kaum,
die Wellen schlagen sehr viel Schaum.
Wir fahren fast 8 Knoten,
und holen dicht die Schoten.
Die Johnny schwankt, rollt und wackelt,
an Deck wird nicht lang gefackelt.
Wir wachen nur zu viert,
der Mann am Ruder friert.

Wir planen schon den Tag von Morgen,
denn die Segel sind längst geborgen.
Die spanische Küste kommt in Sicht,
mit ihr die Idee zu diesem Gedicht,
das war mein Tagesbericht.
Hannes

Erste Segelerfahrungen

Datum: 28. Mai 2018
Position: 54′ 28.488N 9′ 50.372E
Etmal: 0 sm
Wetter: Wasser:17°C; Luft 16°C; Wind 4-5 SE
von: Max S., Lehan, Hannes, Doreen

Hey Leute, heute war der dritte Tag des Probetörns. Der sonnige Tag begann mal wieder mit dem Frühstück um 8:00. Voller Erstaunen mussten wir nach dem Essen feststellen, dass eine unserer Toiletten mit Frischwasser überschwemmt war. Ein Problem, dass unser Maschinist Ulli schnell gelöst hatte. Den Tag sollten wir an Bord der Ethel V. Brixham verbringen, um wenigstens ein wenig Segelerfahrung zu bekommen. Zunächst haben wir geholfen die Segel der Ethel V. Brixham auszubreiten und anschließend zu falten.  Um alle Gemüter zu beruhigen, hatten wir bis 9:45 eine Pause und mussten unsere Sachen packen. Nachdem alle fertig waren, ging es endlich und voller Erwartung los. Die Besatzung des Schiffs bestand aus dem Kapitän Gerhard und dem Matrosen Lars. Die beiden hatten sehr viel Geduld und erklärten uns wie alles funktioniert. Die A-Wache durfte gleich als erstes ein paar seglerische Erfahrungen machen und beim Ablegen helfen. Jede Wache konnte im Wechsel das Schiff aus der Bucht steuern und einige Manöver üben.

Nach einigen Wenden wurde es dann Zeit für das deftige Mittagessen, bestehend aus Frikadellen und Schnitzeln inklusive Brötchen. In der Zeit danach hatten einige von uns die Möglichkeit vorne ins Klüvernetz zu klettern. In diesem genossen manche ihr Nickerchen. Bis zum Kuchen verging die Zeit wie im Flug und schon saßen alle wieder beisammen. Mit gestärktem Magen ging es dann auch schon wieder zurück in den sicheren Hafen und alle hofften, dass das Getriebe endlich repariert und die Johann Smidt Einsatzbereit ist. Als wir dann gegen 18:00 vor dem Hafen die Segel geborgen haben, mussten alle noch ein letztes Mal mit anpacken – einige müde Gesichter waren schon dabei. Nach einem erfolgreichen Segeltag gab es dann auch schon Abendessen mit Lars und Gerhard. Zum Ende des Tages fielen alle sehr erschöpft und glücklich ins Bett.
Max S., Lehan, Hannes, Doreen