Bikini und Badehose im November

Datum: 8. November 2018
Position: 32°38,7′ N, 016°53,7′ W
Etmal: 118 sm
Temperatur: 21°C
von Johanna

„ALL HANDS AN DECK!!“. Land! Nach einem ausgiebigen Frühstück am Seemannssonntag mit Nutella und Rührei wurden wir aufgefordert, die Segel zu bergen und ihnen die Segelkleider anzuziehen. Gemütlich fuhren wir nun unter Motor an Madeiras Küste entlang vom Osten aus mit Ziel Funchal. Der Steuerbordanker wurde in die Tiefe gelassen. Ruhe. Nach all den Tagen mit heftigem Seegang tat es unendlich gut, uns an Deck in die Sonne zu legen und einfach mal loszulassen.

Die ersten Kleider und kurzen Hosen wurden aus der Last gekramt. Das Dinghi wurde ins Wasser gelassen, da wir am Nachmittag noch Zeit finden sollten, uns an Land etwas zu vergnügen. Zum Mittag gab es dann ein leckeres Putenschnitzel mit Kartoffelgratin und Erbsen, zum Nachtisch Pudding. Nach dem Essen hat Nathalie mit uns die erste Geschichtsstunde abgehalten, um den Landaufenthalt ein wenig vorzubereiten. Nachdem ein paar Aufgaben zum Beobachten und Analysieren der Eindrücke auf der Insel verteilt wurden, war Landgang angesagt. Und wer Lust hatte, konnte zum ALLERERSTEN Mal in unserer High-Seas-Zeit von Bord aus ins Wasser springen! Das Wasser ist superklar und 23° C warm! An Land hatten wir dann etwa 3-4 Stunden Zeit, um uns Funchal anzuschauen (um 18:30 fuhr das letzte Shuttle) und natürlich wurden diese unter anderem auch für mindestens drei Runden Eis genutzt.
Mit lieben Grüßen, Johanna

PS: Bianca grüßt ihre Familie. From Sava to Ex-ex-ex-tentacion rip in peperoni.

Erste Eindrücke

Datum: 12. Oktober 2018
Position: Überwinterungshafen Harburg
Etmal: –
Wetter: 20° C, sonnig
von Johanna

Nachts. Noch 24 Stunden bis zur Verabschiedung am Sandtorhöft in Hamburg. Bereits in die Wachen aufgeteilt, wurden wir nach den ganzen Informationen am Vortag auch noch von unseren Wachleitern in die Arbeit eingewiesen. Hierbei fiel es uns nicht leicht, nachts um 3 Uhr nach ca. 2 Stunden Schlaf ganz aufmerksam bei der Sache zu bleiben… Zu unserer Rettung hat uns Jürgen, der Smutje, einen schwarzen Tee gekocht!

Nach drei Stunden Nachtwache an der frischen Luft fiel es dem ein oder anderen dann ganz schön schwer, wieder einzuschlafen. Am Morgen hatten wir also dezente Augenringe! Was in diesem Moment also eher ungelegen kam, war das Fernsehteam vom NDR, welches uns beim Aufklaren der Johnny und bei der „Rettungsinsel-Übung“ gefilmt hat.

Die Rettungsinsel ist genau falsch herum aufgegangen. Deshalb mussten wir diese zunächst umdrehen und Wasser rausschöpfen, bevor wir uns dann alle zusammen reingequetscht haben, was trotz nasser Hintern ziemlich witzig war. Jo, Hannes und Max R. wurden anschließend noch zum Interview des Kamerateams eingeladen. Am Abend hatten wir noch von 17:00 bis 22:00 Uhr Freizeit, um uns mit unseren Eltern zu treffen und auszutauschen. Als sich um 22 Uhr alle wieder auf der Johnny versammelten, hatten wir noch Besuch von ehemaligen HSHS-Fahrern, die den Eindruck erweckten, als wären sie am liebsten sofort wieder mit uns an Bord gesprungen.
Johanna