Ölwechsel

Datum: 21. Dezember 2018
Position: 12°07,3’N, 061°47,3’W
Etmal: 152 nm
Wetter: Wasser 28 °C, Luft 29°C, Wind ENE 2 Bft.
von Jonathan

Mein heutiger Tag begann damit, dass ich mich mit dem Maschinisten um 05:30 Uhr in der Messe traf, damit wir noch vor dem Frühstück den Ölwechsel des Hilfsdiesels an Steuerbord schaffen konnten. Nun mag man sich fragen: Warum muss das eigentlich so früh geschehen? Das hat damit zu tun, dass viele Verbraucher ans Netz gehen, wenn die Backschaft kocht und den Ofen benutzt und insgesamt eine Menge Strom verbraucht. Am Vorabend hatte ich schon den Ölfilter und den Sepafilter rausgesucht, dies ist der Vorfilter für den Brennstoff, was uns ein klein wenig Zeit einsparte. Nachdem wir den Ölwechsel hinter uns hatten, kümmerte ich mich um die Osmoseanlage, damit wir für die nächsten Tage auch genug Frischwasser haben.

Danach – um kurz nach sieben Uhr – unternahm ich meine morgendliche Runde durch die Maschine, um die Zählerstände aufzuschreiben. Als ich dann kurz danach auf Brücke kam, sagte der Kapitän, dass wir die Hauptmaschine starten könnten, da wir zu langsam seien und ja pünktlich auf Grenada ankommen sollten. Am Nachmittag um 15:00 Uhr pumpte ich dann jeweils 60 Liter Brennstoff von den Doppelbodentanks in die Seitentanks im Maschinenraum. Und am Abend dann kippte ich 60 ml Schmieröl in die Hochdruckpumpe der Osmoseanlage, da der Ölstand schon unter der Hälfte des Schauglases war. Anschließend fuhr ich die Anlage wieder hoch, um sie dann um 23:15 Uhr abzustellen und zu spülen. Danach war dann auch für diesen Tag Feierabend.
Mit lieben Grüßen, Jonathan

Am Strand

Datum: 25. November 2018
Position: Santa Cruz, Teneriffa
Etmal:0
Wetter: –
von Jonathan

Heute war ein sehr aufregender und entspannter Tag. Aufregend war er deshalb, weil wir morgen in Richtung Mittelamerika auslaufen und wir für etwa drei Wochen auf See sein werden. Ansonsten startete der Tag wie immer um 7:30 mit dem Frühstück. Die Stimmung war am Morgen noch etwas angespannt: Fast niemand sagte etwas. Das kann zum einen an der bevorstehenden Atlantiküberquerung liegen oder es waren einfach alle übermüdet. Anschließend gingen wir, wie am Tag vorher besprochen, gemeinsam zum Strand. Ein paar von uns badeten, die anderen spielten Volleyball oder turnten herum. Und weil das Baden, Spielen und Turnen hungrig machte, gab es danach ein leckeres Picknick zum Mittag. Nachmittags hatten wir dann noch einmal freien Landgang.

Meine Gruppe und ich gingen in Richtung des großen Kaufhauses „El Corte Inglés“. Wir nutzten gleichzeitig die letzte Chance, unsere Handys zu benutzen und die Familie ein letztes Mal vor der Atlantiküberquerung zu sprechen. Zurück am Schiff erwartete uns dann der samstägliche Filmabend, bei welchem wir den ersten Teil von James Bond schauten: Doctor No. Der letzte Tag in Teneriffa war auf jeden Fall nochmal ein entspannter Tag, der uns vor den drei Wochen auf See eine kleine Auszeit gönnen sollte. Wir alle hatten heute jedenfalls ziemlich viel Spaß und fielen am Ende müde in die Kojen.
Mit lieben Grüßen, Jonathan