Adiós Sozialismus

Datum: 8. März 2019
Position: Auslaufen aus Cienfuegos, Kuba
Etmal: –
Wetter: Luft 27,4°C
von: Justus

Grüß Gott, lieber Leser dieses Tagesberichtes. Jetzt wird es wieder abgespaced, in meinem Tagesbericht über Freitag, den 8.März 2019! An diesem Tag erfolgte unsere Ausreise aus Kuba. Ab heute begann also gewissermaßen offiziell unsere Rückreise. Wir fahren jetzt nämlich nicht mehr nach Westen, sondern nach Osten in Richtung kalt und ungemütlich. Von ehemaligen Fahrern wurde uns ja prophezeit, dass die Stimmung an Bord nach Kuba meistens immer erst einmal ein bisschen mies ist. Also bei uns war eigentlich alles noch ganz entspannt. Ein wenig ungewohnt wird es allerdings sein, nicht mehr an jeder Ecke ein Foto von Fidel Castro oder Ché Guevara zu sehen, in gemütlichen Hotelbetten zu schlafen und sich im Restaurant jeden Tag zwischen Hühnchen, Schwein oder Fisch zu seinem Teller Reis und Bohnen zu entscheiden.

Aber es passt schon: Unsere 60cm-Koje ist sowieso mehr als genug und ich glaube, wir alle haben es vermisst, bei einem angenehmen Schaukeln einzuschlafen. Noch mehr haben wir natürlich alle die Backschaft vermisst. Endlich wieder in einer schwankenden Kombüse für 36 Personen kochen und abwaschen. Herrlich! Ok, das klang jetzt alles sehr negativ. Und ich kann diese Witze nur machen, was wir alle im Grunde wissen, dass wir uns an Bord doch heimisch fühlen. Und das Gefühl, nach einer Backschaft wirklich was geschafft zu haben, ist auch mal wieder schön und irgendwie erfüllender, als so viel mit einem Bus herumkutschiert zu werden. Grüße gehen raus an Hamburg,
Justus.

Sweeeeeet Home

Datum : 11. Februar 2019
Position: Panama
Etmal: –
Wetter: erst kalt, dann heiß
von Justus

Aloha! Ich habe die Ehre, heute über Montag, den 11.02.2019 zu schreiben. ELFTER FEBRUAR ZWEITAUSENDNEUNZEHN! Ich glaube, ich hab den Januar verpasst. Nach dem vierwöchigen Landaufenthalt in Costa Rica sind die Expis jetzt vorbei und nach einer Nacht im coolsten Hostel, das ich je gesehen habe (Hostel „Lost&Found“ in Boquete in Panama) geht es zurück auf die Johnny. Der Tag begann mit kalten Füßen: Die Nacht in ca. 1.200 Meter Höhe war nämlich ziemlich kalt. Nach einem großartigen Pancakefrühstück bei ziemlich beeindruckendem Ausblick auf die Berge ging es direkt zum Bus nach Bocas del Toro, wo die Johann Smidt bereits auf uns wartete. Da fast alle Expigruppen während ihrer Expizeit in Secondhandläden shoppen waren, sahen wir von weitem aus wie eine Mischung aus Teenagern, die in den 80ern hängengebliebenen schienen. Oder wie amerikanische Touristen, Zigeuner und Ballermannbesucher in einem. In Bocas wartete schon ein Wassertaxi auf uns, Mit gefühlten 80000 km/h schwebten wir übers Wasser in Richtung Johnny. Irgendwann baute sich unser Schiff dann episch vor uns auf. Was für ein Gefühl, wieder zuhause zu sein! Den Rest des Tages verbrachten wir dann mit Aus- und Einpacken und am Abend zockte Robin uns alle beim Pokern ab.
Justus

P.S.: Max R. grüßt Lydia und James. Alles Gute zum 18.!
Robin grüßt seine Großeltern. Und Flo grüßt Panka.