Samanthas Rückkehr

Datum: 1. November 2018
Position: 42°31,2’N, 010°00′ W
Etmal: 84 sm
Wetter: Luft 15,5°C
von Philipp

Servus liebe Tagesberichtleser, der heutige Tag war so wie eigentlich jeder Tag an Bord wieder ereignisreich: Nach dem sehr wellenreichen gestrigen Tag waren die Wellen heute etwas schwächer. Die Höhe der Wellen scheint allerdings nicht mit der Anzahl an seekranken Schülern zu korrelieren, denn trotz geringerer Wellenhöhe spendeten heute immer noch viele Schüler ihr Essen den Fischen. Nahezu allein am Abendbrottisch sitzend fragte Claudi mich, wie es denn sein könne, dass fast niemand in der Messe sei oder Hunger habe. Aber das ist wohl einfach zu fragen, wenn man selbst noch nie seekrank war 🙂

Unserem Stamm schien der Anblick untätiger Schüler heute vermutlich ebenfalls nicht allzu sehr zu gefallen, sodass sie ein erneutes „All-hands-Manöver“ einleiteten, das einigen von uns dann wirklich den letzten Impuls fürs Fische füttern lieferte. Manchmal hat es aber auch Vorteile, sich über die Reling zu hängen und sich mal wieder der uns begleitenden Tierwelt zuzuwenden. Hätten wir nicht gestern sonst sogar übersehen, dass unser „Hauswal“ Samantha uns wieder begleitete? Servus nach München und liebe Grüße an meine Familie
Phil

PS: Fynn grüßt alle!

 

Let the Turn begin

Datum 26. Mai 2018
Position: 54° 28,488 N, 009° 50,370 O
Etmal: 0 sm
Wetter: Wasser: 16°C; Luft 24°C; Wind 2 SE
von Inja, Phil und Tom C.

Endlich war es soweit, der Probetörn konnte beginnen! Wir haben uns alle im Hafen von Eckernförde getroffen, einige zu spät und andere zu früh. Nach einem kurzen Rundgang mit den Eltern gab es zur Stärkung Mittagessen. Dann gab es die Kojenverteilung höchst persönlich vom Kapitän, mit der eigentlich jeder zufrieden war. Nach der Einteilung gab es schon die erste praktische Schulung über die Fock und wie sie zu bedienen ist. Das klappte zwar noch nicht reibungslos, aber das Segel stand am Ende, was eigentlich die Hauptsache ist. Nach einer kurzen Pause mit einem Zimtkuchen und Kaffee bzw. Tee mussten wir die Fock wieder einholen, was schon von einem Schüler organisiert wurde, das klappte schon um einiges besser als davor. Wir wurden mit vielen Fachwörtern und Knoten überflutet, einige verstehen viel vom Segeln, andere dagegen waren teilweise noch nie Segeln und haben daher manchmal nur Bahnhof verstanden. Nach dem darauffolgenden Abendessen saßen wir, die Schülercrew, auf dem Dach der Brücke und haben uns unterhalten. Uns wurde es erlaubt im Hafen Landgänge zu machen, was einige zum Eisessen genutzt haben. Eigentlich war es geplant, dass wir um 17 Uhr ablegen, was leider wegen eines Motorschadens nicht geklappt hatte, jetzt müssen wir bis Montag warten, bis der Schaden behoben werden kann. Allerdings werden wir am Montag einen Tagesausflug mit einem anderen Schiff machen, damit wir trotzdem das Segeln in der Praxis lernen können. Jetzt müssen wir unsere erste Wache antreten, mal schauen wie das wird…
Phil, Inja und Tom C.