Lebe schnell

Datum: 18. Dezember 2018
Position: Fort de France, Martinique
Etmal: 0
Wetter: k. A.
von Sava

Heute hatten wir unsere ersten Landgänge und man muss sagen, es ist offensichtlich: Wir sind nicht mehr in Europa. Die Menschen sehen komplett anderes aus, tragen andere Kleidung, haben eine andere Redelautstärke, andere Körperhaltungen… Ähnlich ist aber, dass wir mit Euro bezahlen können. Die Menschen hier reden übrigens französisch. Beim Landgang waren wir ein bisschen orientierungslos: Wir sind auf der Suche auf einem Supermarkt ziemlich lange herumgerannt und haben am Ende einen Strand mit schöner Atmosphäre gefunden. Dort haben wir unsere zuvor gekaufte Salami, unsere Kekse und unsere Chips gegessen, Musik von Bob Marley gehört und gechillt. Nach dieser absolute Entspannung sind wir zurück zum Boot gegangen, wo wir ab 20:30 mit frischen Getränken und Snacks eine Bordparty feierten, um unsere absolvierte Atlantiküberquerung zu feiern.

Als Tanzfläche nutzten wir das Vordeck, das wir bis zum letzten Zentimeter dafür ausnutzten. Man würde wohl erwarten, dass wir als Jugendliche nur elektronische Musik oder Rapmusik gehört haben, aber witzigerweise haben wir stattdessen vor allem alte Klassiker wie ,,Rasputin“ oder ,,Dancing Queen“ gehört und die Stimmung war toll. Nach der Party haben viele von uns auf einem kleinen Fußballfeld, das sich quasi direkt neben unserem Schiff befand, zusammen Fußball gespielt. Manche haben barfuß gespielt und manche in ihren super coolen Yezzys. Allgemein zusammengefasst ein hervorragendes Ende zu einem hervorragenden Tag.
Liebe Grüße, Sava

P.S.: Abschließend eine Nachricht an meine Familie: Porodico u Srbiji volim vas puno i nemojte da se brinete o meni sve je super uzivam, drustvo je gotivno ljudi su gotivni sve je najs.

P.P.S. …und eine Message an die Lietzgemeinschaft: Ich hoffe, dass es euch in der Schule gut geht und ihr mich nicht vergessen. Ich habe euch auf jeden Fall nicht vergessen.

Hannibal ist nichts im Vergleich zum Teide

Datum: 22. November 2018.
Position: Santa Cruz, Teneriffa
Etmal: –
Wetter: Luft 18° C
von Sava

Guten Tag liebe Leute und Willkommen schon wieder zu meinem kleinen Bericht über das Leben auf dem Meer, aber gleichzeitig sehr hoch über dem Meer. Heute sind wir nach einer Busfahrt von etwa 2 Stunden den Pico del Teide hochgewandert. Im Bus haben manche von uns geschlafen, andere haben sich die vielfältige Natur um uns herum angeschaut, da die Flora sich alle paar hundert bis tausend Meter drastisch geändert hat: Die Natur am Wasserniveau ist tropisch und voll von Pflanzen, aber danach konnte man einen Nadelwald erkennen und noch höher sah die Umgebung dann aus wie eine trockene und kalte Wüste, mit ein paar Büschen und Steinen dekoriert.

Als wir am Ausgangspunkt unserer Wanderung alle aus dem Bus gestiegen sind, habe ich mich gefragt, ob wir wirklich noch immer auf Teneriffa sind. Ich war noch die warme Luft des Hafens gewohnt und hier waren auf einmal nur etwa 7° Grad Celsius. Immerhin waren wir aber auch schon auf etwa 2000m Höhe. Die Wanderung auf den dritthöchsten Vulkan der Erde war am Anfang nicht so schwierig, aber langsam ist der Weg immer steiler geworden und die Luft immer dünner. Am Ende habe ich gefühlt nur eine Lunge zum Atmen benutzt 🙂

Als ich an der Berghütte ankam, genoss ich das Gefühl, etwas Großes geschafft zu haben. In der Hütte saßen die schnelleren Wanderer unter uns schon auf den Bänken und warteten auf uns und das Abendessen, dessen Zutaten wir – auf 29 Schultern verteilt – in unseren Rucksäcken mit hochgebracht hatten. Die Spaghetti mit Pesto und Hackfleisch haben nach diesem Anstieg verdammt gut geschmeckt. Nach dem Abendessen sind die meisten von uns dann direkt ins Bett gegangen oder haben im Wohnzimmer ein bisschen miteinander geredet.

Die Aussicht von der Hütte war übrigens unvergesslich, da man über die Wolken schauen konnte, die von dort oben ein bisschen wie Meerwasser aussahen. So etwas sieht man auch nicht alle Tage. Liebe Grüße aus Teneriffa!
Sava

26. November 2018:
Neue Bilder von Teneriffa online…!!!