„I would catch a Grenada for you”

Datum: 15. Januar 2021
Position: True Blue Bay, 11° 59´ N und 061° 46´ W
Wetter: 27 °C, sonnig
von Valerie

Wir haben es geschafft! Endlich durften wir an Land, aber bevor ich darauf zu sprechen komme, mache ich mit euch erst einmal noch einen kleinen Abstecher zu gestern. Stellt euch einen eigentlich relativ normalen Tag vor: Ihr wacht in eurer mehr oder weniger aufgeräumten Koje auf, (ich persönlich sehe morgens immer als aller erstes ein Bild meiner Familie, dass ich mir direkt über meinen Kopf gehängt habe) macht euch bereit für‘s Frühstück, bei dem wir neuerdings immer Peanut-Butter haben, weil die hier einfach billiger ist als normale Butter und bereitet euch auf den Vormittagsunterricht vor, der sich momentan eher mit allen möglichen Referaten und Vorträgen beschäftigt. Nachmittags geht’s dann meistens eigentlich relativ entspannt weiter und nach dem Kaffee haben wir oft noch Zeit schwimmen zu gehen bzw. weiter mit der Tauch-App zu lernen, (um endlich alle 6 Kapitel abzuschließen). So ungefähr lief auch der gestrige Tag ab, bis auf ein paar kleine Unterschiede: Wir konnten nicht schwimmen, da wir uns einen neuen Ankerplatz gesucht haben und dort dann auch direkt hingeschippert sind und noch viel wichtiger: Unsere Quarantäne Zeit is over. Wir haben endlich die Testergebnisse und zum Glück waren die Corona Tests gestern das einzig negative (kleiner Scherz am Rande??). So und damit ab zu heute…

Wir wurden in vier Tauch-Gruppen eingeteilt, die jeweils zu unterschiedlichen Zeiten tauchen werden. So lief der heutige Morgen schon recht stressig ab, da die einen von uns direkt nach dem Frühstücksverzehr mit dem Dinghi zur Tauchschule gebracht wurden, während die anderen (darunter auch ich) den Vormittag erstmal entspannt auf dem Schiff verbringen durften und glaubt mir, ich habe dieses Schiff noch nie so still erlebt. Ich muss ehrlich sagen, es war auch mal ganz schön ein bisschen Zeit für sich zu haben und dass das WLAN endlich mal gut funktioniert hat war auch ganz schön erstaunlich. Am Ende ging dann aber alles doch recht schnell, wir wurden von Stefan angefunkt, wo wir den blieben. (Mittlerweile orientieren wir uns eben auch schon an Caribbean Time). Also schnell alles zusammengepackt und auf ging’s auf die andere Seite der Perspektiven … an Land. Auf der Fahrt lieferten wir einen kleinen Wettstreit mit Michael`s gemietetem Bötchen ab (Er hat sich einen kleinen Segler gemietet und fuhr zufällig in die gleiche Richtung wie wir und wurde dabei immer schneller). Er gewann nur knapp, ich meine wir sind auch ein paar mehr zu transportieren und somit etwas schwerer, sonst hätten wir natürlich gewonnen.

An Land angekommen wurden wir sehr freundlich begrüßt und auch gleich eingewiesen. Heute war die Orientation, das heißt wir durften erstmal ganz schön viele Formulare ausfüllen, wobei wir mindestens 10 Mal unsere Namen angeben mussten, den kann ich jetzt echt in- und auswendig! Davor wurde natürlich gecheckt, ob wir alle die Prüfungen gemacht haben, das Lernen muss sich ja auch bewährt haben. Nach diesem etwas aufwendigen Prozedere wurden uns die Flossen angelegt. Sie haben aber irgendwie nur zwei richtige Größen und den meisten waren die einen zu groß und die anderen irgendwie zu klein. Naja, am Ende haben wir es dann doch alle geschafft, die passenden Flossen zu finden, aber Cinderella-Style ist das leider nicht. Zu mehr kamen wir dann auch gar nicht, aber nächstes Mal werden den ersten Tauchgang hoffentlich mit Bravour absolvieren??. Im Anschluss bot sich für uns alle die Gelegenheit noch ein wenig Grenada anzuschauen und dieses Mal nicht nur vom Wasser aus. Also machten wir uns auf den Weg, eine Bank zu finden. Die erste große Challenge war es überhaupt den Ausgang dieses Beach Resorts zu finden, da das schon eine größere Anlage ist und man sich dort schnell mal verlaufen kann, zumindest meiner Meinung nach.

Als es uns am Ende gelang, diesem Ort zu entfliehen folgten wir einer langen Straße immer Richtung Norden. Es war ziemlich heiß und wir waren schon eine ganze Weile unterwegs, bis wir endlich unser erstes ersehntes Ziel erreichten: Eine Bank um unser Taschengeld in karibische Dollar umzutauschen und damit dann Süßigkeiten im nächstbesten Supermarkt zu erwerben! Leider mussten wir feststellen, dass sowohl diese Bank, wie auch alle anderen Banken in der umliegenden Umgebung ab 14 Uhr geschlossen waren und wir es mittlerweile schon 14.20 Uhr hatten. Naja, wie sagt man so schön: „Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere!“ So hatten wir das Glück, in dem einen Supermarkt mit Euros zahlen zu können und dann Dollar als Wechselgeld bekommen zu haben. So kamen wir dann auch zu einem Happy End und füllten unsere Süßigkeitenvorräte wieder auf. Dann machten wir uns auch schon auf den Rückweg nach diesem schon etwas anstrengenden, aber auch eindrucksvollen Tag und ließen den Abend mit einem schönen Abendessen ausklingen.
Valerie

Grüße:
Ich grüße meine Familie: „Mama ich hoffe, wenn du das hier liest, bist du die erste von den Eltern, damit du endlich deinen wohlverdienten Pokal gewinnst und ich hoffe auch, dass ich es endlich schaffe, bald mal mit euch zu telefonieren! Ich hab euch ganz dolle lieb, ganz nach dem Motto von Bruno Mars: I would catch a grenade for you !!!“
Und ich wünsche Julius alles Gute zum Geburtstag (also falls du das überhaupt liest)
Oh, und Franzi darf ich nicht vergessen, die sich brennend für meine Storys interessiert… die Zeit wird kommen meine Liebe, dann werde ich dir alles erzählen ??
Jasmin grüßt die coolen Kreuzberger und hofft das Hotboxbad wird schön @Mila Foltis
Selma wünscht Benny nachträglich Happy happy Birthday: „Sorry, hab schon wieder vergessen wie alt du geworden bist, aber deinen Tag hat Nuki hoffentlich richtig gefeiert!“ und sie grüßt Julia: „Ach wie ich Volleyball mit dir vermisse! Sorry, dass ich dir erst so spät vom Blog erzählt hab! Grüß Natalie und Flo von mir, hab euch alle lieb!“
Julius grüßt seine Großeltern
Caspar grüßt Malika and Mungo
Leni grüßt ihre Schwestern: „Hab euch gaannzz doll lieb!! Morgen gehen wir Tauchen, hoffentlich seh ich einen Katzenhai??“
Leni grüßt auch noch ihr Theachen!! „Hab dich lieeeeeeeb!“
Leni grüßt auch noch den guten Leo:) (Falls der Liebe das nich sieht sagt ihm mal Bescheid! (@Thea, Jana etc…))
Lara grüßt Feli + Familie 🙂
Merlo grüßt ihre zwei großen Bros
Anabel grüßt ihre family
Clara grüßt ebenfalls ihre Familie
Nico grüßt seine Eltern und lässt ausrichten, dass er sich bald mal wieder melden wird.
Robert grüßt seine Oma und Opa und seine beiden Patenonkel
Hannes grüßt Mama, Papa, Clara und Noah, und alle anderen die vielleicht ab und zu mal an mich denken.
Cle grüßt ihre Mami
Fritzischuh und Fritzibru grüßen ihre Lieblings Neffen
Christian grüßt die Kraichgauer, Melli, Regine und Iris

Wilde Truppe – Wildes Camp

Datum: 28. Dezember 2020
Position: k. A.
Wetter: k. A.
von Jasmin

Montag, der 28. Dezember sollte eigentlich ein ganz besonderer Tagesbericht werden. Denn: Wir wollten euch einen fertigen Song zeigen, den Vali, Leni und ich geschrieben haben 😉. KEINE SORGE!, das passiert auch – ich wollte euch eigentlich nur darauf vorbereiten, dass ihr gleich eine nicht ganz fertige – nur sehr schnell zusammengebastelte Version – davon zu sehen bzw. zu hören bekommt. Die Lyrics inklusive Akkorde sind unter dem Text angehängt. Wir freuen uns, wenn es jemand von euch zu Hause feiert – und vielleicht auch einen Ohrwurm bekommt, wie manche hier sogar auf dem Schiffchen. Ihr könnt es ja auch mal probieren zu singen und zu spielen, die Akkorde sind einfach, das lernt sich recht schnell (btw. Wenn man die hier bei dem Lied drauf hat – also die Akkorde, kann man auch direkt ganz andere Songs easy spielen – weil Gitarrespielen ist geil, probiert es mal aus!). 

Der Song hat eine ganz interessante Geschichte, die beginnt noch in Hamburg – ca. der 13.10. 2020 – wir saßen im Seegarten, und haben da einfach ein paar Akkorde runtergerattert. Die klangen irgendwie cool zusammen und wir hatten ein Schlagmuster (die Art und Weise, wie man die Seiten der Gitarre anschlägt…) – und somit war die Grundlage geschaffen. Wir haben uns dann ewig nicht damit auseinander gesetzt, uns fehlte einfach immer die Zeit oder die Energie. Den weiteren Lauf fand „Sea of Eden“ dann auf dem Atlantik, ein paar Tage nach dem wir Fogo nicht mehr sehen konnten. Im Mastgarten saßen wir dann als der Text geschrieben wurde – wir waren erstmal ein bisschen lost, weil es doch schwerer war irgendetwas in Worte zu fassen, was man selber nicht ganz verstand. Ja diese komische Sehnsucht nach dem Meer – nach diesen Weiten und diesem wunderschönen blau, das Wunschdenken, dass die Reise niemals enden wird und wir immer nahe der Ozeane sein werden, waren einfach nicht in einen Song zu packen.

Wir haben unser Bestes gegeben und hoffen sehr, dass wir wenigstens ein Teil von dem rüberbringen können. Die musikalische Begleitung hatten wir dann zu dem Text erstmal komplett basic. Vali hat Gitarre gespielt, und ich Cachon. Der Grundschlag/Rhythmus war sehr schlicht, aber wir haben davon auch nicht wirklich Plan gehabt – vom Song schreiben und dem komponieren. Stefan hat uns dann geholfen – er hat aus unseren losen Seiten ein Buch gebunden. Durch ihn haben wir eine zweite Gitarre im Stück, einen freshen Beat und vielleicht bald auch noch einen Ukulelen-Part im Refrain und Geige im Intro + Outro (wenn wir eine neue Seite kriegen, denn es ist eine kaputt gegangen UPSI hehe). Deswegen – wie gesagt, es ist noch nicht ganz fertig – aber ready genug um es euch zu zeigen. Es ist vielleicht auch ganz spannend den Prozess mit zu verfolgen, ich denke mal, dass ihr dann in den weiteren Blog Beiträgen geupdated werdet. Das „Musikvideo“ ist natürlich jetzt auch nur ganz schnell zusammengeschnitten und das Audio haben wir um halb 11:00 Uhr nachts in einer Halle aufgenommen, wo wir eigentlich vieeeel zu fertig waren. Aber ja, soweit zu der bisherigen Geschichte, bin mal gespannt- was sich in der nahen Zukunft so alles ergibt und entsteht an Kreativem.

Well, es ist bestimmt auch nicht ganz uninteressant zu wissen, was bei uns in den letzten Tagen so abgegangen ist – nicht nur weitere Storys vom Atlantik und der ganzen Reise bis jetzt zu lesen. Am 27. 12. haben wir nämlich unser zu Hause, die Johnny, verlassen. Damn, und das zum aller aller ersten Mal so lange und so richtig RICHTIG. Denn, wir gehen in ein Surfcamp! Wir hatten wirklich ausgesprochen hohe Erwartungen – weil für ein Zeltlager ein üppig klingendes Frühstück individuell zusammenstellen zu können, ist schon wild und macht dann doch einen sehr hochwertigen ersten Eindruck. Als wir dann nach ein paar Schwierigkeiten, erstmal mit unserm ganzen Gepäck aus dem Hafengelände rausgekommen waren, saßen wir recht flott in den Taxen. Die Fahrt führte uns vorbei an unglaublich schönen weißen Sandstränden, kleinen und großen bunten Häusern und gaaanz vielen kleinen Buden, die irgendwas verkaufen bzw. mini Restaurants/Beach-Bars waren. Plötzlich haben die Taxen dann gehalten. Mitten irgendwo im Nirgendwo – da war so ein kleiner Parkplatz, ganz klein aufgeschüttet – und dann gingen auf einmal die Türen auf und die ersten stiegen aus. Häääääää?! Wo ist denn hier der Campingplatz, wir sollten doch am Strand im Surfcamp pennen und nicht im halben Meter hohen Gras. Ein Mann deutete mit der Hand über eine Wiese und sagte uns, wo wir lang laufen müssten – die Hoffnung noch an den Strand zu kommen war noch nicht verlohren – aber dann, als wir nach links abbogen, genau in die entgegengesetzte Richtung des Strandes, konnten wir sie aufgeben.

Viele waren geschockt, als sie gesehen und begriffen hatten, in welchem Minimalismus wir die nächsten Tage leben sollten. Zum Glück verflog die Enttäuschung dann aber ganz schnell, weil’s dann nicht mehr blöd war, sich ein Plumsklo selber zu bauen, sondern cool und die Leute von da einfach zu nett waren. Mitten in der Nacht wurde uns einfach eine Bank im Pick-Up gebracht, wir haben 2 Kuchen und ein paar Muffins (selbstgemacht!) geschenkt bekommen und ein Licht installiert gekriegt. Soo, mehr schreib ich jetzt gar nicht mehr, ihr könnt euch ja denken, was noch so passiert ist. Beim Pinkeln wurde man von Spinnen und Kakalaken gestalked und zu Tode von Kröten erschreckt, die auf einmal unter einem aufgequakt haben. Aber neein, man kann sich nicht beschweren, es ist einfach zu cool, alles was man erlebt, hat doch irgendwie was Positives (also auch die Kröten und so – ich hab zum ersten Mal so ein fettes Ding gesehen! Also wenn das nicht mal was ist!). Tja dann ma denne Antenne und Tschau Kakao!!!
Grüßend euer Jasminchäään 😉

1ste PS.: Der Blog wurde im Sonnenaufgang am Strand geschrieben
Zweite PS.: Selma wünscht ihrem Cousin Jonas nachträglich Alles Gute!! „Tanti auguri! Hoffe du hattest einen tollen Tag und konntest feiern“ und ihrer TTT wünscht sie nur das Beste zum Geburtstag: „Ich bring dir was Cooles mit! Feier schön und lass es dir gut gehen im Kalten! Grüß die Family von mir.“
An Frieda und Lici: „Selma grüßt Mitschiffs und fragt sich wie sie je wollte, dass es Steuerbord ist… Hab euch lieb und vermisse euch!!“
Lara grüßt Mathilda und Dorota 🙂
Leni grüßt Marlene, Max, Leon, Julian und Helene!!
Jonathan grüßt seine Großeltern und hofft es geht ihnen gut, und das große Haus ist nicht zu einsam ohne unsere Chaosfamilie 😊
Caspar grüßt Louis de Fleurieu.
Fredo wünscht seinem Vater alles Gute zum Geburtstag. „Feier schön!“
Robert grüßt Hansi und Claudia sowie Naschi und wünscht ihnen einen guten Rutsch

von Valerie, Helene & Jasmin