Barber-Day

11. Oktober 2021
Position: 52°03.143’N 2°46.685‘E

Kurs: SW 220°
Bisher zurückgelegte Seemeilen: 300
Wind Stärke: 4
Wetter: leicht bewölkt
Temp. Wasser & Luft: 16,5° C; 15,0° C
Gesetzte Segel: 6 (Mizzen Sail; Main Sail; Main stay Sail; Fore stay Sail; Top Galand; Inner Jib)
Geschwindigkeit: SOG = 7.8

Der Tag begann für die Yellow Watch (Gelbe Wache) wie immer um 8:00 Uhr früh. Bis 10:00 Uhr arbeiteten wir, um die „Black Betty“, einer der „Dinghis“ (Schlauchboot) der „Gulden Leeuw“ vom „Monkey Deck“ (das Deck über der Brücke) zum hinteren Ende des „Bridge Decks“ zu bringen, damit es dort aufgepumpt werden konnte. Zum Mittag gab es Brot, Kartoffelsuppe und Reis mit Chili con Carne von gestern. Um 14:00 Uhr wurde der Friseur-Salon von Adam und Luis eröffnet. Draußen auf dem Achterdeck wurden die Schermaschinen ausgepackt. Dort schnitten sie Jasper, Johannes und Florian einen Buzz-Cut (Kurzhaarschnitt).

Jasper – vor und nach dem Friseur-Termin

Nachdem die Frisuren fertig waren, ging es zurück in unseren großen Hauptraum, die Messe. Dort wurden Wassermelonen und Nussmischungen von der „Galley“ bereitgestellt. Trotz einiger seekranke:n Schüler:innen ging es den meisten gut und die Stimmung war sehr fröhlich und munter. Um 17:00 Uhr fand dann das „All-Crew Meeting“ statt, in dem unter anderem die Wäsche-Zeiten und andere Dinge, wie z.B. das „Buddy-System“ besprochen wurden. Das „Buddy-System besagt, dass wenn jemand bei einer Nachtwache Seekrank wird, dieser einen „Buddy“ hat, um sich sicher übergeben zu können, ohne dass etwas passiert. Dann gab es leckeres Abendessen, mit Halloumi, Lachs und Kartoffelbrei. Am Abend arbeiteten viele Schüler:innen noch fleißig, um schöne Geburtstagskarten für Abigael und Tjede anzufertigen.

Text: Salomon

 

Ein letzter Tag in Hamburg

9. Oktober 2021
Position: Elbe (53°34.206’ N 9°40.612’E)
Kurs: Elbmündung (270°)
Zurückgelegte Seemeilen: 19,9 Seemeilen
Wind: Süd 2 Bft. · Luft Temperatur: 14°
Geschwindigkeit: 7,3 kn unter Motor

 

18.05 Uhr: Gerade fahren wir die Elbe entlang zur Elbmündung, um in die Nordsee zu gelangen. Vor gut zwei Stunden haben wir in Hamburg abgelegt. 

Begonnen hat der Tag für uns mit einem „Abandon Ship Drill“ nach dem Frühstück. Da haben wir geübt, wie wir uns in einer Notsituation benehmen und verhalten sollen, wenn es z.B. ein Feuer gibt oder wir eins sehen. Der Koch hatte sich dazu ganz entspannt ein Toast gemacht und dann mit uns besprochen, wo wir hin müssen, damit wir nicht die Crew behindern, wenn sie das Feuer bekämpft.

Nach dem Drill haben wir ein Gruppenbild gemacht, welches leider unscharf geworden ist, da die Kamera verstellt war. Hinterher haben wir das Schiff aufgeräumt, damit wir zum Ablegen stolz sein und es schön präsentieren können. Als wir damit fertig waren, wurden die Duschen der Mädchen von Kacper, unserem Maschinisten, repariert.

Dann kamen auch schon die Eltern und der letzte Abschied begann. Es gab mehrere Reden: von den Schüler:innen, dem Kapitän, dem Leiter der Hermann-Lietz-Schule und von den Eltern. Ich (Pablo) konnte leider nicht alle Reden hören, weil ich mir während des Abschieds den Fuß verletzt hatte und er verarztet werden musste. So konnte ich nur Abschnitte hören.

Die Gangway wird eingeholt
Die Gangway wird eingeholt – gleich legen wir ab.

Als wir gegen 15.45 Uhr losfuhren, haben die Schüler:innen bemerkt, dass sie ihre Eltern und Freund:innen die nächsten sieben Monate nicht mehr sehen werden. Nach etwas Zeit war keiner mehr traurig und alle haben sich auf die Reise, die uns bevorsteht, sehr gefreut. Dann gab es Hühnchen mit Kartoffelspalten und Blumenkohl zum Abendessen. Und jetzt geht es langsam mit den Seewachen los.

Wir fühlen uns alle sehr besonders und gut, weil wir die ganzen Länder sehen dürfen. Und das alles auf einmal in einer Reise, das ist einfach anders und einmalig.

Text: Pablo, Johannes, Salomon

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Ein Nachtrag: 
»von Land« erreichen uns noch einige Bilder, die zeigen, dass nicht nur wir uns von unseren Angehörigen und Freund:innen verabschieden, sondern sie auch von uns! Wir vermissen Euch jetzt schon! 

Die Pier ist voller Menschen

Eltern warten am Elbufer auf die Gulden LeeuwAbendliches Warten am Elbufer um einen letzten Blick auf unser Schiff zu werfen.

die Gulden Leeuw im Sonnenuntergang auf der Elbe
Die Gulden Leeuw vor goldenem Hintergrund am ersten Abend unserer Reise.