Karussell-System

07.10.2021
Position: immer noch Hamburg
Kurs: Richtung Abfahrt 😉
Bisher zurückgelegte Seemeilen: 0
Wind: sehr low ·  Wasser+Luft: kalt > warm (18C°?)> kalt

Es ist 18:30 Uhr und wir sind gerade fertig geworden mit der Happy Hour. Wir befinden uns immer noch im Hamburger Hafen und hatten heute unseren zweiten Vorbereitungstag. Für manche hat der Tag schon früh angefangen, mit der freiwilligen Gangway Watch. Für den Rest, ging es um kurz vor 7 los. Nach dem Frühstuck bis 8:30 Uhr, hatten wir ein All Crew Meeting, bei dem wir den Tagesablauf erfahren haben. Der Tag wurde in zwei Abschnitte eingeteilt. Vor dem Mittagessen, haben wir in kleineren Gruppen die gestern gestarteten Meetings zu Leitfaden und Projektregeln beendet. Zum Mittagessen gegen 12:40 Uhr, gab es leckeres frischgebackenes Brot und die Restnudeln von gestern. Weil das Wetter draußen so schön geworden ist, haben sich viele zum Essen rausgesetzt. Nachdem alle fertig gegessen hatten, haben wir die Sonne auf dem Deck genossen. Dort haben wir jonglieren geübt und/oder Mittagsschlaf gehalten.

Paul, Jette und Clara üben Jonglieren. © Freddy
Eva und Jule liegen an Deck
Eva und Jule üben Mittagsschlaf. © Freddy

Für den zweiten Abschnitt des Tages, wurden wir in unsere Watches eingeteilt und haben das von Anoush liebevoll „Karussell-System“ genannte durchgeführt. Hierbei gab es vier Stationen auf dem Maindeck, Bridgedeck, auf der Bridge und in der Galley. Jede Gruppe hat nach ca. 45 Minuten zur nächsten Station gewechselt, bis alle an jeder Station waren. Später haben wir mit dem Gulden Leeuw Safety-Programm gestartet. Wir wurden in zwei Gruppen geteilt, eine auf dem Maindeck und eine Aft (hinterer Teil des Schiffs). Beide Gruppen, haben von einem Mitglied der Stammcrew eine Sicherheitseinweisung, bezüglich aller möglichen Notfälle, bekommen.

Jasper im Sicherheitsanzug
Jasper beim Sicherheitstraining © Maxi

Jetzt ist es 18:58 Uhr und das lang erwartete Essen steht endlich auf dem Tisch. Es gibt heute Bandnudeln mit Gemüse und Tofu/Hühnchen. Dazu wurde ein leckerer Salat serviert. Wir sind alle sehr hungrig und müde von den ganzen Meetings des heutigen Tages. Die Aufregung steigt von Tag zu Tag und wir können es alle nicht abwarten endlich abzulegen.

Heute Abend erwartet uns noch die erste Schüler:innen-Versammlung.

Text von Adam und Eva –
„den ersten Menschen der Welt“
  😊


––––––––––
PS: Liebste Grüße an Carlo und alles alles Gute zum Geburtstag <3 von Eva
Gros bisous à toute la famille <3 von Adam

Auf in die Karibik – im segelnden Klassenzimmer

Sogar die Presse – namentlich das Hamburger Abendblatt – war bei der Ankunft der Schüler:innen am Mittwoch dabei. Am Donnerstag erschien im Abendblatt der halbseitige Artikel »Auf in die Karibik – im segelnden Klassenzimmer« von Friederike Ulrich. Leider erlaubt uns der Verlag nicht den vollständigen Abdruck des Artikels, so dass wir uns hier nur auf den nachfolgenden Hinweis und einen Link zu dem kostenpflichtigen Artikel beschränken.

Die Redakteurin beobachtete »am O’Swaldkai … ein buntes Durcheinander aus See- und Rucksäcken, Reisetaschen – und aufgeregte Eltern, die immer wieder ihre Kinder in den Arm nehmen, die in Segeljacken stecken und das größte Abenteuer ihres bisherigen Lebens vor sich haben.«
Sie beschreibt unser vor 29 Jahren von der Herman-Lietz-Schule Spiekeroog initiiertes Projekt als »eine Mischung aus Klassenreise und Austauschjahr« und zitiert unsere Projektleitung mit den Worten:
»Die ersten vier Wochen haben die Jugendlichen ausschließlich Segel- und Sicherheitstraining und werden im Navigieren unterrichtet … Beim gemeinsamen Manövrieren und Navigieren lernen sie, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen und den Kräften der Natur zu trotzen.“

In dem Artikel kommen auch die vier Hamburger Schüler Johannes Heber, Linus Horn, Jonathan Cimander und Adam Pohlmann zu Wort – die ebenfalls von dem großen Aufmacherfoto herunter lächeln. Das kleine Drohnen-Foto welches die »Golden Leeuw« bei unserem Probetörn im August unter Segeln zeigt, hat Maximilian Schnage beigesteuert. Es ziert inzwischen auch eine Postkarte, auf der wir während des Törns unseren aktuellen Standort eintragen können und die auf diesen Blog verweist.

Mit solchem Hinweis endet auch der Artikel von Frau Ulrich: »Den Schülern wird … eine Menge geboten. Was, darüber werden sie alle zwei, drei Tage in einem Blog berichten. So können auch die Familien, die zurückbleiben, an der Reise teilnehmen.«

Um den vollständigen Artikel im Internet zu lesen, klicken Sie hier!