Wachwechsel, Cha-Cha-Cha und der lustigste Witz für Nachtwachen

Rückblick auf den 16. November 2021,
unser vorletzter Tag auf Teneriffa


Hoi zämme!

Also, als erschtes wünsch ich minere Muetter alles alles gueti zum Geburstag, (I miss and love you lots and hope you had a nice day <3, I dont know when you will be able to read this, but right now it’s the 17th :)).
Und jetzt für alli ganz verwirrte Lüt: ich han mich voneme Blog, wo vor e paar Johr gschriebe worde isch, inspiriere loh und han mi dezue entschiede mi erschte Blogbiitrag uf Schwiezerdütsch zschribe (Griessli an di Flurina hihi :)).

Uf jede Fall simmer mittlerwiil vo Teneriffa losgseglet und stüüre uffgregt in richtig Kap Verde. Bis uf es paar lüt wo mit Peggy zum Markt gange sind und Snacks für alli iikauft hend, hemmr e freie Tag kah. (16. November) Ich bi mit es paar Anderne ineme Iikaufscenter gsii, wo mir Zuetate für Wiehnachtsguetzli kauft hend.

Frisches vom Markt
Kakis, Papayas, Kaktusfeigen, Äpfel und Melonen vom Frischmarkt @ Peggy

MeetingSina und Ulf erläutern uns wann zukünftig der Unterricht stattfinden wird. @ Peggy

Am vieri hend alli wieder miesse an Bord sii. Dört hemmr e Vorstellig vom neue Wachplan und de Wachene bekoh, wo mir alli sehr druf gspannt gsii sin, und au wie alles ab jetzt mit de Schuel an Bord ablaufe wird. Und zwar funktioniert das e so:

Mir sind alli in ere Wache mit 5-6 Lüt, mir hend zwar immer no Red, Blue, Yellow und White Watch aber die sind jetzt alli in »A« und »B« uffteilt und mir hend nur no in däne Halbgruppene Wache. D Wachziite und Galley-duty rotiert jedi Wuche und mir händ anstatt 5 oder 6 stunde, numme no 4 Stunde pro Tag Wache, aber jetzt hemmr jo Schuel im Alltag ihplant. Am Tag isch es so uffbaut, dass am Morge alli A Gruppene Wache hend und B Gruppene zämme Schuel, am Nomitag passiert s Ganze denne anderscht umme. Anderscht als devor hemmr jetzt au no zwei Stunde am Tag „Seamanship“. Drzue ghört „maintenance“ vom Schiff, also Segel repariere, Deckarbeit odr au grossi Segelmanöver.

Nach däm Meeting händ mir e voll tolli Tanzstund vo de Milena und em Luis bekoh, in däre mir Cha-cha-cha glernt hend. Ich han mit de Annelie tanzt, wo voll talentiert isch und es het mega Spass gmacht. Mitte dinn sind au e paar vo »School at Sea« dezue gstosse und händ biz mitgmacht. Am halb 7ni hemmr denn alli nomol unseri Handys ussteilt bekoh, aber fürs telefoniere isch nüm viil zyt übrig bliibe. Das isch gsii, will mir unsere letschte Obe mit de Lüt vo „School at Sea“ und au anderi Schüler: Inne vo Schwede, wo an däm Tag in Hafe gfahre sind, hend welle gniesse. An Bord hemmr denn de Obe langsam usklinge loh und die Meischte sin go schlofe. Vom 00:00- 02:00 hani denn mit de Bünzligang (Natalia, Jona und ich) Gangway-watch ka. Dorum bini am neggschte Morge relativ mied ufgstande, aber zum Glück hets ändlich emol wiedr Joghurt ka was mi mega gfreut het. Vorem Ablege hemmr no e »abandon ship drill« duregführt und no e Mentee-Träffe kah. Denn het scho mini erschti Wache mit de neue Gruppe ahgfange. Mir hends alli gnosse wieder uff See z sii, wobi d Seekrankheit überraschend frieh cho isch bi mir, aber es isch zum Glück scho alles wiedr top :).

Und will ich e luschtige Blog han welle schriebe chunt jetzt de, an Bord, superbeliebti „Eddie-Witz“ vo Clara, wo bi Übermiedigkeit irgendwie luschtiger isch als suscht:

In der Savanne kämpfen eine Horde Ameisen gegen einen riesigen Elefanten. Alle Ameisen stiegen auf den Elefanten, um ihn zu bekämpfen. Der Elefant machte »töröö« und schüttelte alle Ameisen von sich, bis auf eine. Alle Ameisen auf dem Boden schreien: »Mach ihn fertig, Eddie!!«


Und anschließend für alle, die kein Schweizerdeutsch können, ich lasse euch natürlich nicht ohne Blog da, den ihr verstehen könnt. Also hier der übersetzte Blogbeitrag:

Hallo zusammen!

Also, als erstes wünsche ich meiner Mutter alles alles Gute zum Geburstag (I miss and love you lots and hope you had a nice day <3, I don’t know when you will be able to read this but right now it’s the 17th :)).

Und jetzt für alle ganz verwirrten Leute: Ich habe mich von einem Blog, der vor ein paar Jahren geschrieben wurde, inspirieren lassen und habe mich dazu entschieden, meinen ersten Blogbeitrag auf Schweizerdeutsch zu schreiben (Gruss an dich Flurina hihi :)).

Auf jeden Fall sind wir mittlerweile von Teneriffa losgesegelt und steuern aufgeregt auf Kap Verden zu. Gestern (16. November) hatten wir alle einen freien Tag, bis auf ein paar Schüler:innen, die mit Peggy auf dem Markt waren und Snacks für alle gekauft haben. Ich war mit ein paar anderen in einem Einkaufscenter, in dem wir Zutaten für Weihnachtsplätzchen gekauft haben.

Früchtekauf im Markt
Antonia und Anike beim Früchtekauf © Peggy

Um vier Uhr mussten wir alle wieder an Bord sein für eine Vorstellung des neuen Wachplans und der Wachen, auf die wir alle sehr gespannt waren. Wir haben auch erfahren, wie alles mit der Schule an Bord ablaufen wird. Und zwar funktioniert das Ganze so:

Wir sind alle in einer Wache mit 5-6 Personen, wir haben zwar immer noch red, blue, yellow und white watch, aber die sind jetzt alle in »A« und »B« aufgeteilt und wir haben nur noch in den halben Gruppen Wache. Die Wachzeiten und die Galley-duty (Küchendienst) rotiert jede Woche und anstatt 5 oder 6 Stunden haben wir an einem Tag nur noch vier Stunden Wache. Aber jetzt haben wir ja noch Schule in unseren Alltag miteingeplant. Am Tag ist es so aufgebaut, dass am Morgen alle A-Gruppen Wache haben und die B-Gruppen zusammen Schule haben und am Nachmittag wechselt das Ganze dann. Anders als vorher haben wir am Tag auch noch zwei Stunden ›Seamanship‹, dazu gehört ›maintenance‹ vom Schiff, also sowas wie zum Beispiel Segel reparieren, Deckarbeit oder auch große Segelmanöver.

Nach dem Meeting haben wir eine coole Tanzstunde von Milena und Luis bekommen, in der wir Cha-cha-cha gelernt haben. Ich habe mit Annelie getanzt, die voll talentiert war und es hat mega Spaß gemacht. Mittendrin sind auch noch ein paar von »School at Sea« dazugestoßen und haben mitgemacht. Um halb sieben haben wir dann alle unsere Handys bekommen, aber fürs Telefonieren blieb nicht mehr viel Zeit. Das war, weil wir unseren letzten Abend mit den Schüler:innen von »School at Sea« genießen wollten, wie auch mit anderen Schüler: innen aus Schweden, die an dem Tag in den Hafen eingelaufen sind. An Bord haben wir dann den Abend langsam ausklingen lassen und die meisten gingen schlafen. Von 00:00 – 02:00 Uhr hatte ich mit der Bünzligang (Bünzli ist wie das Wort Alman aber für Schweizer) (Natalia, Jona und ich) Gangway-watch. Deswegen bin ich am nächsten Morgen auch relativ müde aufgestanden, aber zum Glück gab es endlich wieder mal Joghurt zum Frühstück, was mich sehr gefreut hat. Vor dem Ablegen haben wir noch ein »Abandon-Ship Drill« durchgeführt und hatten noch ein Mentee-Treffen. Dann begann auch schon meine erste Wache mit meiner neuen Gruppe. Wir haben es alle genossen, wieder auf See zu sein, wobei die Seekrankheit bei mir überraschend früh gekommen ist (mittlerweile ist alles wieder top :)).

Und weil ich eigentlich einen lustigen Blog schreiben wollte, kommt jetzt der an Bord superbeliebte »Eddie-Witz« von Clara und Adam, der bei Übermüdigkeit irgendwie lustiger ist als sonst:

In der Savanne kämpfen eine Horde Ameisen gegen einen riesigen Elefanten. Alle Ameisen stiegen auf den Elefanten, um ihn zu bekämpfen. Der Elefant machte »töröö« und schüttelte alle Ameisen von sich, bis auf eine. Alle Ameisen auf dem Boden schreien: »Mach ihn fertig, Eddie!!«

Text: Abigael


  • Karina wünscht ihrer Oma alles Gute zum Geburtstag.
  • von Jasper: Ich grüße die Bergzieglis an Bord.
  • Annelie grüßt ihre Familie und Hanna die süße Maus.
  • von Natalia: Pauli han dich ganz fescht lieb. Ich bi jetzt full on Bünzli.
  • von Milena:Meinem Vater vielen Dank für die Herzen. 
  • Gros bisous à la famille je vous aime -Adam
  • von Annalena an Talena: Tanzen kann ich zwar immer noch nicht, aber die Schritte von Cha-cha-cha versteh ich 😊

Abschied von Teneriffa

17. November 2021, 14:00 Uhr
Position: Santa Cruz auf Teneriffa, 28°27.664’N 16°14.68’W

Bisher zurückgelegte Seemeilen: 2851 sm
Wind: NO 2 · Wetter: bewölkt Luft: 21 °C 

Segel setzen vor Teneriffa
Es geht wieder los! Segel setzen vor Teneriffa. © Peggy

Der Himmel ist bewölkt, doch die Stimmung an Bord ist heiter.
Wir verabschieden uns von Teneriffa. Die Insel hat uns allen gut gatan – und doch freuen wir uns, dass es weiter geht auf unserer Reise. Um 14.00 Uhr legen wir ab. Noch in Sichtweite des Hafens setzen wir die ersten Segel. Ende nächster Woche wollen wir auf den Kapverdischen Inseln sein, dort ein paar Tage verschnaufen, bevor es dann über den Atlantik geht. 

Die nächsten Etappen bestreiten wir mit einem neuen Kapitän: Sjoerd – den wir Euch bald vorstellen werden. Robert, unseren bisherigen Kapitän haben wir bereits am Sonntag mit viel Applaus verabschiedet.

Abschieds-Applaus für unseren »alten« Kapitän
Abschieds-Applaus für unseren »alten« Kapitän © Peggy
Dank an Robert - unserem Kapitän
Jule bedankt sich in unserem Namen bei Robert © Peggy

Auch ein neuer Maschinist ist an Bord und Mascha, unsere Schiffs-Ärztin.  Aber noch mehr wird sich ändern auf der nächsten Etappe: Ab jetzt gibt es – zusätzlich zu unseren Aufgaben im Schiffsbetrieb – Unterricht. Ihr dürft gespannt sein, wie es uns dabei geht.