Auf zwei Wegen über die Insel

Rückblick auf Samstag, 13. November 2021: 


¡Hola!
Wir sind‘s wieder, Karina und Johanne. Am 13. November 2021 war unser erster Wandertag. Zur Auswahl standen zwei Wanderungen: eine lange und eine kürzere Strecke. Ich (Johanne) hatte mich für die lange Route entschieden, was frühes Aufstehen bedeutete, um den Bus zu schaffen.

Nun folgt unser gegenseitiges Interview zum Tagesablauf:

J: Wann musstet ihr denn los, Karina?
K: Nachdem wir die Happy Hour für euch mitmachen mussten ;), haben wir uns fertig gemacht und sind um 10 Uhr los. Da ich mir die leichtere Strecke ausgesucht hatte, ging es erstmal im Schnellschritt zur Bushaltestelle, um den Berg hochzufahren und nur noch runterlaufen zu müssen. Doch auch dies war nach ca. vier Stunden anstrengend. Im Anschluss an die Busfahrt genossen wir erstmal die Aussicht von ganz oben. Von dort sah man Santa Cruz, die Gulden Leeuw und die wunderschöne, bergige Landschaft, die Maxi mit seiner Drohne filmte.

K: Johanne, wie waren eure ersten Eindrücke?
J: Also die Busfahrt war schon mal spektakulär. Auf einer sehr kurvenreichen (also wirklich sehr kurvenreichen) Küstenstraße ging es immer höher. Von dem Ausgangspunkt der Wanderung konnten wir den Teide, den wir leider nicht besteigen können, das erste Mal erblicken. Sehr eindrucksvoll! Dann ging die Wanderung los und zwar mit einer ordentlich steilen Bergauf-Strecke. Die ersten Meter waren die anstrengendsten für mich und ich war nicht so sicher, ob ich die ganze Wanderung packen würde. Es lagen immerhin noch 5,5 Stunden vor uns. Am Gipfel angekommen, verschnauften wir erstmal mit einem wunderschönen Ausblick.

Unsere Wandergruppe auf Teneriffa
Kasimir, Jule, Tjede, Amelie, Tina, Karina, Sina, Johannes, Antonia, Maxi und Linus auf dem Weg zum Gipfel …

J: Und wie lief‘s bei euch derweil?
K: Los ging es mit einem urwaldartigen Weg, bei welchem alle wie eine Entenfamilie hintereinander laufen mussten. Doch nach nicht allzu langer Zeit kamen wir auf die offene Berglandschaft, auf welcher Maxi direkt wieder seine Drohne auspackte. Währenddessen sind manche schon vorgelaufen. Die Sonne schien heiß auf uns herab, doch der Wind war kühl. Nachdem wir ein Stück gelaufen waren, hörten wir lautes Hundegebell. Nach langem Umschauen entdeckten wir einen beschaulichen Hof mit einem Pferd, einer Kuh und Ziegen. Davor ein kleiner und ein großer Hund. Der große bellte laut und wir hatten ein bisschen Angst, dass dieser uns anfallen könnte. Doch beim Näherkommen haben wir gesehen, dass der Hund angeleint ist und nicht zu uns kommen kann. Also sind wir weitergelaufen. Kurze Zeit später haben wir eine Picknickpause eingelegt, in welcher Maxi den Jungs ein bisschen Drohne fliegen beigebracht hat. Und dann ging‘s weiter Richtung Santa Cruz.

K: Und wart ihr nicht auch baden?
J: Ja, genau. Aber dafür mussten wir natürlich erstmal wieder auf Meeresspiegelhöhe kommen. Da wir uns beim Abstieg ordentlich verlaufen hatten, kamen wir dann, deutlich später als geplant, an einem schwarzen, idyllischen Strand an. Angestrengt, aber glücklich stürzten wir uns in die Fluten und genossen das angenehm kühle, glasklare Wasser – einfach herrlich!

J: Was habt ihr denn sonst noch gemacht?
K: Also nachdem wir langsam in der Stadt angekommen sind, wollten alle mit dem Bus weiterfahren. Die Sonne war hier weiter unten deutlich mehr spürbar und der Wind war auch weg, das heißt, es wurde wieder ziemlich warm und wir haben alle geschwitzt. Sina und Vici (Lehrerinnen) sind dadurch auf die Idee gekommen, uns allen ein Eis zu spendieren. Danach waren alle wieder happy.

Paul und Flo halten unsere Fahne hoch!
Paul und Flo halten unsere »Fahne« hoch! @ Kira

K: Wie verlief denn euer letztes Stück?
J: Nachdem wir alle durchs Baden neue Motivation gewonnen hatten, ging es wieder bergauf. Das war zwar ganz schön anstrengend und warm, aber wir haben uns immer wieder gegenseitig motiviert, mithilfe des ‚Motivationssteins‘ und des ‚Motivationsgrases‘. Den Stein haben wir gefunden und rumgereicht. Das Gras haben wir genommen um uns gegenseitig damit über das Gesicht zu streichen. Als wir’s über den Bergkamm geschafft hatten, ging es wieder bergab. Geschafft, aber stolz und glücklich kamen wir unten in einem kleinen Dorf an, stärkten uns und liefen barfuß zur Bushaltestelle. Auf dem Weg dorthin sahen wir Mango-, Papaya- und Zitronenbäume und sogar Bananenstauden. Dann ging’s zurück nach Santa Cruz zum Schiff. Dort wurden wir mit einem vorzüglichen Abendbrot begrüßt (Langos). Wir waren ungefähr sieben Stunden unterwegs und haben 13 Kilometer zurückgelegt mit einer Gesamtsteigung von 950 Metern.

Eine Sache noch: Wasser ist wirklich sehr wichtig! Eine Wanderung wie diese führt einem das bildhaft vor Augen…
Insgesamt fanden wir beide den Tag richtig gut und haben Lust auf mehr davon!
¡Buenas noches!

Karina und Johanne


  • Milena grüßt Penelope, Hanna, Lena, Johanna und Marta.
  • Johanne grüßt ihre Familie und die guten Stuten.
  • Salomon grüßt seine Mutter.
  • Doro grüßt ihre Fische.
  • Linus grüßt seine Oma.
  • Jade grüßt ihre Familie und Happy Birthday, Biggi 😊
  • Maxi grüßt seine Familie und Freunde😊
  • Karina grüßt Angelika, Klaus, Michael und Karin.

Tagesplan: Proviantierung

13. November 2021
Position: Hafen Santa Cruz auf Teneriffa


Hi, hier sind Karina und Johanne.
Gestern (12. November) haben wir eine Lieferung mit Essen, das für die nächsten Wochen reichen muss, bekommen. Geweckt wurde um 07.45 Uhr zum Frühstück und danach war das All-Crew-Meeting, in dem der Tag besprochen wurde. Nach dem großen Meeting haben sich noch die Food Store Master mit Quinten getroffen, die die Einlagerung organisieren sollten. Vier Positionen gab es: Ashore Master (Organisation Lebensmittellieferung an Land), Communication Master (Kommunikation zwischen Lagerräumen und Ladung an Land), Food Store Master (Organisation Lebensmittellagerung an Bord) und Deep Store Master (Organisation Lagerraum im Schiff).

Bevor dass Essen kam, musste natürlich alles sauber gemacht werden. Da Johanne diese Woche Food Store Master ist, hat sie den Deep Store gesäubert, wo sie es sich (soweit das dort möglich ist 😉) gemütlich gemacht hatte. Karina hat derweil den Food Store geputzt. Die Cleaning Locker (Schränke für Reinigungsmittel) wurden auch gleich gereinigt.

Eine LKW-Ladung mit Proviant für die nächsten Wochen
Eine LKW-Ladung mit Proviant für die nächsten Wochen © Jan
Einräumen der Lebensmittel
Amelie beim Einräumen der Lebensmittel © Peggy

Um ca. 11.00 Uhr kam dann das ganze Essen und ab dem Moment hieß es „All-Hands“ (alle Hände packen an). Draußen waren bereits Tische und Kisten vorbereitet. Als alle eingeteilt waren und an ihren Positionen standen, konnte es losgehen! Das Essen wurde an Land ausgepackt, in Kisten einsortiert, auf den Listen abgehakt.

Als erstes kam alles für den Food Store. Karina stand unten an der Treppe zum Store und hat zunächst die Kisten weiter gereicht und dann später das Essen eingeräumt. Etwas später kam dann auch im Deep Store bei Johanne Essen an. Dann hieß es einsortieren, einsortieren und noch mehr einsortieren. Bei guter Musik und Tanzeinlagen zwischendurch, waren wir alle motiviert. Ein Konzept zum Einsortieren haben wir bereits zuvor überlegt. Um 18 Uhr waren wir dann alle fertig und erleichtert, dass alles gut funktioniert hat.

 
Abwechslung für den Speiseplan © Jan

Beim Einlagern haben wir uns am meisten über 131 Gläser Nutella, 64,5 Kilogramm Äpfel, 77,5 Kilogramm Orangen, 12,26 Kilogramm Feta gefreut. Das Highlight für viele waren 50 Kilogramm Joghurt. Wir sind nun bestens versorgt für die bevorstehende Reiseetappe.

Es grüßen Euch Karina und Johanne!