Mit Schräglage nach A Coruña – Spanien

18. Oktober 2021
Position: 43°25.9N 8°28.5W
Kurs: A Coruña, Spanien
Bisher zurückgelegte Seemeilen:  1121 nm
Wind: SSW 1
gesetzte Segel:  Mainstaysail, Forestaysail, Inner Jib
Geschwindigkeit: 2.3 Knoten
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Gestern hätte wie gewohnt ein entspannter neuer Tag starten sollen. So haben es sich jedenfalls die weiße und die blaue Wache gewünscht. Stattdessen wurden wir von einem (für die Meisten von uns) relativ schlechten Wetter empfangen. Neben leichtem Regen und ein paar größeren Wellen hatte die weiße Wache leichte Schräglage.Der Tag hielt einiges Neues und Unerwartetes bereit. Zum Beispiel „gingen“ zwei Stunden von Kacpers (unser Maschinist) Schlaf „flöten“, da Kühlwasser vom Freezer und Kühlschrank ausgelaufen war und dies schnellstmöglich repariert werden musste.
 
Des Weiteren gab es auch noch einen kleinen Zwischenfall in der Küche, bei dem – durch die Schräglage – ein großer Topf mit Reis  vom Herd gefallen war und dieser dann überall in der Küche verteilt lag.
 

Am Abend wurde ein großartiger Kasinoabend organisiert. Es wurde zum Beispiel gepokert, Blackjack und Flipper „made in Gulden Leeuw“ gespielt. Diese Erfindung haben wir Annika zu verdanken, die die Schräglage des Schiffes zur Konstruktion eines einzigartigen Flipper-Automaten nutzte.

Großen Spaß hat auch „Werwolf“ gemacht – ein Kartenspiel mit mindestens zehn Teilnehmer:innen, bei dem die einen Werwölfe jagen damit sie nicht nachts von ihnen angefallen werden. 

Heute laufen wir in La Coruña / Spanien ein, worüber die Meisten von uns glücklich sind, da auch schon viele Süßigkeiten aufgebraucht sind.Zum Schluss gratulieren wir noch unserem Geburtstagskind Antonia M. zu ihrem 16. Geburtstag!

Das war’s von uns, wir wünschen allen eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

Text: Linus A., Caspar

Nach 500 Seemeilen alles »ganz normal«

13. Oktober 2021
Position: 49°58.3 N – 2°05.3W
Kurs: 225°
BZS: 560 NM
Wetter: sonnig bewölkt · Wind NW 1
Geschwindigkeit: 5.6kt

Gestern war ein weiterer wunderbarer Tag auf der Gulden Leeuw! Der Tag begann erstmals ganz normal mit den Wachen von 0:00-3:00, 3:00-5:00 und 5:00-8:00 Uhr.

Über den Morgen können Linus und ich nicht viel sagen. Wir haben geschlafen 😉

Mittags haben wir den Nullmeridian überschritten. Das ist der Nullpunkt der Meridiane. Diese sind wie ein Gitternetzt über die Erde gespannt und verbinden Nord- und Südpol.

Ab 14:45 Uhr wurden wir von Risso Dolphins stundenlang begleitet die immer wieder Kunststücke neben uns gemacht haben, welche von Maxi und seiner Kamera in Filmmaterial verwandelt wurden.

Ich hatte von 13:00 bis 15:00 Uhr Wache, es war sehr windreich aber sonnig. Kurz vor Ende meiner Wache hatten wir ein einmaliges Erlebnis: Ein Hubschrauber der Küstenwache flog auf Deckshöhe ein paar Mal um uns rum und blies etwas Wind in die Segel, was die Crew sehr freute. Nachdem er seine Runden gedreht hatte, flog er wieder Richtung englische Küste davon.

Den restlichen Tag habe ich (Salomon) dann mit Kacper, dem Maschinisten, im Maschinenraum verbracht. Wir haben wie jeden Tag die Dreckwassertanks entleert und die Seewasserentsalzungsanlage gewartet, die Stündlich 350 Liter reinstes Wasser in die Tanks spült (es sei denn die Filter verstopfen). In den nächsten Tagen wollen Kacper und ich (Salomon) das Öl der Hauptmaschine wechseln, was momentan nicht machbar ist, weil die Maschine dank der Flaute permanent am Laufen ist.

Zum Schluss möchte ich Robert (unserem Kapitän) danken, der uns auf unseren ersten 500 Seemeilen sicher geleitet und begleitet hat.

Ahoi noch.

Text von Salomon und Linus A.