Happy Birthday Tjede und Abbie

Nachtrag: 12. Oktober 2021
Position: Ärmelkanal 49°40.5’N ; 3°09.6’W
Kurs: Süd 180°
Bisher zurückgelegte Seemeilen: ca. 500
Wind West 5 · Luft: mild · Wasser: kalt
Wetter: leicht bewölkt, windig und sonnig
Gesetzte Segel: Flying Jib, Outer-Jib, Inner-Jib, Fore-Stay-Sail, Top Gallant, Main-Stay-Sail, Main-Sail, Mizzen
Geschwindigkeit: 11 Knoten
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Als am 11. Oktober 2021 die weiße Wache gerade mit dem Abwasch fertig war, hatten Kasimir, Pablo und Salomon eine Idee: ein Kuchen musste her für den Geburtstag von Abbie und Tjede.

So gegen 3 Uhr war die Backaktion zu Ende, die gegen 20 Uhr begonnen hatte. Durch einen Eier-Engpass wurde der zunächst geplante Käsekuchen in einen Zitronenkuchen umgewandelt, der zwar eigentlich aus Limetten und Orangen, aber immerhin aus Citrusfrüchten, bestand und nun auch endlich fertig war.

Am nächsten Morgen (also bei Tjede um 9 Uhr und bei Annalena pünktlich zum Mittagessen) war die Messe schon wunderbar festlich geschmückt. Überall hingen unterschiedliche Happy-Birthday-Girlanden und Luftballons von der Decke. Auch ein Tisch war voll mit elektrischen Kerzen. Dort haben wir dann auch Wraps zum Mittag gegessen. Nach dem Mittagessen hieß es dann für Tjede Geschenke auspacken. Total viele Leute saßen auf einmal am Geburtstagstisch und haben gespannt geschaut, was sie aus ihren Päckchen gezogen hat.

Nach dem Wachwechsel wurde Abbie gefeiert. Auch sie hat Geschenke ausgepackt und wurde ordentlich beglückwünscht. Beide haben auch schöne selbstgebastelte Geburtstagskarten, die von allen unterschrieben wurden und eine Gulden Leeuw Karte von der pädagogischen Crew bekommen, auf der sogar die Unterschrift des Kapitäns zu finden war. Das Foto auf der Karte ist der ganze Stolz von Maxi, wie auch einige der Fotos auf diesem Blog.

Um ca. 17:30 Uhr – nach dem Meeting mit allen – gab es dann auch endlich den Kuchen, welcher echt lecker, allerdings vielleicht auch ein bisschen zu lecker war, da nach kurzer Zeit nicht mal mehr die Krümel übrig waren.
An dem was dann folgte, kann man gut sehen, wie toll die Schiffsgemeinschaft bereits ist, wie gut alle zusammenhalten und wie gut die Crew der Gulden Leeuw mit dem High-Seas-Team zusammenarbeitet: Als kein Kuchen mehr für die aktuelle Wache übrig war, holte unser Bosun Fabian (Bootsmann) ein paar schweizer Schokoladenriegel aus seinem persönlichen Süßigkeiten-Vorrat. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Fabian!

Zum krönenden Tagesabschluss gab es dann endlich die von Annalena lang herbeigesehnten Nudeln, zusätzlich mit einer sehr guten Spinat-Sahnesauce.

Letztendlich haben beide einen Geburtstag erlebt, den sie wahrscheinlich nicht so schnell vergessen werden. Das ist etwas ganz Besonderes!

Text: Tjede und Annalena

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Die Grüße gehen heute an Tjedes Opa Claus, an den sie an diesem Tag immer wieder denken musste: Alles Gute nachträglich zum 81. Geburtstag!

Was wir sonst noch so machen …

Unsere Hauptaufgabe auf diesem Schiff ist natürlich das Segeln. Aber das Zusammenleben an Bord kann nur funktionieren, wenn die Besatzung einen vollen Magen und ein sauberes Zuhause hat. Deshalb bereiten wir in der »Galley« (englisch für Kombüse) das Essen für die hungrigen Segler:innen vor.

Unter Anleitung unseres Kochs, genannt Chäääfffff (inoffiziell Chris) wird gerade von der roten Wache Minestrone für das Mittagessen zubereitet. Dafür sind je vier Personen (Backschaft) in der Galley eingeteilt. Abwechselnd wird dort gekocht und abgewaschen. Doch wir kümmern uns nicht nur um die warmen Mahlzeiten des Tages, sondern auch zusätzlich um frisch gebackenes Brot zum Frühstück. Auch für den Nachmittag ist in Form von Obst gesorgt. Der Mitternachts-Snack besteht aus Knäckebrot, Reiswaffeln, Brot vom Frühstück und für jede:n, der/die eine warme Mahlzeit nötig hat, Instant-Ramen.

Doch gehen wir noch einmal zurück zu den regulären Essenszeiten: Morgens startet der Tag zwar um 7:30 Uhr mit dem Frühstück, dieses wird allerdings schon abends vorbereitet, sodass es am nächsten Tag nur noch aufgedeckt werden muss. Dann wird eine Stunde später abgedeckt und die Backschaft macht sich mithilfe der motivierenden Wirkung von Chäääfffffs Musik ans Werk. Alles wird abgewaschen und für das Mittagessen vorbereitet. Im ähnlichen Ablauf geht es zum Mittag von 11:30 bis 12:30 Uhr und beim Abendbrot von 17:30 bis 18:30 Uhr zu.

An besonders windigen Tagen, die wir natürlich dazu nutzen, all unsere Segel zu setzen, befindet sich die Gulden Leeuw in einer ordentlichen Schräglage, was gemeinsam mit einem gewissen Seegang die Arbeitsbedingungen ein wenig „schräg“ macht.

Für „Klar Schiff“ sorgen alle gemeinsam, unterteilt in die jeweiligen Wachen, in der sogenannten „Happy Hour“. Mit höchster Priorität wird als erstes Musik über Boxen angemacht, welche über das gesamte Schiff zu hören ist. Dies verbessert die Laune manch noch müder Seeleute, da die „Happy Hour“ von 18:30 bis 19:30 Uhr schon recht spät am Tag ist. Unter der Führung eines Gruppenleiters, neu eingeteilt zu jeder Wache, säubert man jeden Tag einen anderen Bereich unseres Schiffes. Diese sind: einmal das Deck, dann die Messe, mit den zugehörigen Waschräumen und die Galley. Der letzte Bereich sind die Schlafräume, welche sich unten im Schiff befinden. Auch die „Happy Hour“ wird von Seegang und Schräglage des Schiffes beeinflusst, was diese zwar ein wenig erschwert, aber auch um einiges lustiger macht, wenn man zum Beispiel beim Schrubben gegen die Wand stolpert und der Fensterreiniger in Kurven von den Bullaugen läuft.

Obwohl diese Aufgaben im Bordalltag eher im Hintergrund stehen, sind sie trotzdem ziemlich wichtig und tragen regelmäßig dazu bei, uns den Tag zu versüßen, denn die Stimmung dabei ist einfach fantastisch.

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