Der letzte vollständige Tag :-(

Tag: Freitag, 21.08.2015
Mittagsposition: 56°09,2’N; 10°13,1’E
Wetter: b (blue sky) also: sonnig!
Ort: Kattegatt/Dänische Südsee
Wind: E 1-4 Bft.
Autoren: Samuel, Matthias

Am heutigen Tag starteten wir den Törn von Samsö nach Aarhus.
Der letzte Tag unserer langen Reise war ein sehr schöner, dafür aber auch windloser Tag, den die gesamte Crew genossen hat: Wir hatten viel Vergnügen beim Einräumen unserer Taschen, Saugen und Wischen unserer Kojen und Kammern, dem Ausschütteln und Ausklopfen der Teppiche aus der Messe, beim Wischen der Tische und Bänke, Saugen der Polster und beim Saugen und Wischen des Schiffsholzbodens.
Auf unserem Schiff, der Seute Deern, die alle Crewmitglieder während der drei Wochen sehr ins Herz geschlossen haben, hatten wir die Ehre, das Deck zu reinigen, Schandeckel und anderes zu schrubben, wischen, bürsten und zu fegen.
Das Highlight war, mit ganzen zwei Knoten auf direktem Wege mit Kurs auf Aarhus in Dänemark zu segeln.
Zwischen den Schichten des Toiletten- und Waschraumputzens bereitete sich jedermann auf das kurze Theaterstück über Christoph Kolumbus vor, indem wir unsere Texte lernte, Kostüme für das Mittelalter suchte, wie zum Beispiel zur Zeit passende Badehosen, Schlafsäcke und Handtücher, die einen Rodrigo de Escovedo, Taino oder Christoph Kolumbus darstellen sollten. Jeder hatte eine Rolle, die mehr oder weniger lang war. Mit besonderer Freude erwarten wir die morgige Aufführung unseres „lang“ geprobten Stückes, welches in vier Akte unterteilt ist. Als kleine Aufwärmübung gab es heute im Hafen ein Spontantheater, bei welchem die jeweiligen Schauspieler spontan eigene Texte überlegen mussten.
Am Hafen machten wir wir erstaunliche Entdeckungen. Es gab ganz besondere Fender für große Schiffe. Sie sind länglich bzw. oval geformt, circa drei Meter lang und mit etwa einem Meter fünfzig Durchmesser. Auf diesen Fendern, die im Hafenbecken schwimmend festgemacht sind, kann man prima raufklettern, springen und ähnliches tun. Es gibt natürlich auch Menschen, die versuchen, den Fender einmal komplett zu drehen bzw. rollen, indem sie sich an eine Seite ranhängen und immer wieder nach oben klettern, ähnlich wie bei einem Hamsterrad. Das Problem war, dass dieser Fender mit der Zeit immer schneller wurde, was zur Folge hatte, dass sie schneller klettern mussten und so der Fender noch weiter angetrieben wurde. Am Ende sahen wir also nur noch drei sehr erstaunt erschrockene Gesichter, die ein ungewolltes Bad im Hafenbecken nahmen. Das Problem an diesem Hafenbecken ist nur, dass man, so sehr man sich auch abmüht, keine fünf Zentimeter tief ins Wasser schauen kann, woraus man schließen kann, dass es ein wenig verschmutzt sein musste. Tammo, David und Jerit merkten das spätestens, als sie an ihren nassen Klamotten rochen.
Da das Schiff nach dem Großreinschiff nicht wieder verschmutzt werden durfte, mussten die Jungs wohl oder übel eine Süßwasserdusche nehmen und mehrere Runden am Hafenbecken laufen, um wieder trocken zu werden.

Tomorrow we will take the bus to Hamburg. Our tour will come to an end by then. We are all looking forward to seeing our parents again but we are also sad to leave the Seute Deern crew. We’ll see if we can organize a meeting somewhere. Anyway, this was an unforgettable trip with very nice people on board. We learned a lot about sailing, got navigational skills and finally we all passed our nautical knots diploma. So in every respect this was a journey with lots of new experience and amazing impressions.

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Endlich wieder Land unter den Füßen!

Tag: Donnerstag, 20.08.2015
Mittagsposition: 55°57,4’N; 10°30,4’E
Wetter: b (blue sky)
Ort: Kattegatt/Dänische Südsee
Wind: ESE 4-5 Bft.
Autor: Martin

Wieder eine anstrengende Nachtwache vorbei! Heute Nacht hat es das erste Mal geklappt, dass die Wachwechsel um 21.00 und 04 Uhr wirklich so leise waren, dass man durchschlafen konnte. Zu schade, dass das bis dahin zum Leidwesen der Schlafenden nicht immer der Fall war.
Während der Nacht und am frühen Morgen sind wir bis kurz vor Samsö „dänisch gesegelt“, d. h. segeln mit Motor, um auch bei wenig Wind ein bisschen vorwärts zu kommen.
Kurz vor dem Hafen von Kolby Kas, dem Hafen von Samsö, holten wir die Segel ein. Bevor wir anlegten, sind Will und ich mit dem Gummiboot zur Anlegestelle gefahren, um die Leinen festzumachen. Eigentlich wurde uns der große Fähranleger zugeteilt, weil die Fähre am Sonntag nicht kam. Aber, weil dort für uns als Segelboot keine guten Anlegemöglichkeiten waren, legten wir einfach an einer anderen Pier an, wo wir wesentlich bequemer liegen konnten. Der Hafenmeister kam nach dem Anlegemanöver und forderte uns auf noch 20 Meter weiter nach vorn zu fahren, da ein großer Katamaran, welcher dort reserviert hatte, am Abend wohl ankommen würde. Der einzige Nachteil gegenüber dem Fähranleger war der weitere Weg in das verschlafene „Kaff“ namens Kolby Kas und zum Grillplatz. Einige sind in das Dorf gegangen einige sind angeln gegangen und alle anderen hatten den Auftrag, den Grillplatz auszukundschaften. Dann haben wir das Grillen vorbereitet und die Grillsachen mit dem Gummiboot zum Grillplatz gefahren. Wir mussten allerdings laufen. Als wir da waren, haben wir mit etwas Mühe das Feuer entfacht. Dann ging es los. Würstchen, Steaks und die frisch gefangenen Makrelen kamen auf den Grill.
Zum Abschluss enfachten wir mit der verbleibenden Glut noch ein schönes Lagerfeuer am Steinstrand von Kolby Kas. Die letzten haben noch den Grill abgebaut und verstaut und ihn ins Gummiboot gehievt. Danach sind wir alle schlafen gegangen bis auf die Backschaft, die noch abspülen musste.

For me the barbecue in the evening was the best of today. In the afternoon we found a nice spot on the pebble beach which was perfect for our barbecue. We walked around the habour to the beach while some of the adults transported all we needed, for example the grill, the charcoal the dishes… to the barbecue spot. We also grilled the ten mackerels and the garfish which we had caught the days before from the stern of the ship.

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Das U-Boot

Tag: Mittwoch, 19.08.2015
Mittagsposition: 57°01,3’N; 10°48,9’E
Wetter: Sonnig
Ort: Kattegatt
Wind: E 5 Bft.
Autoren: Will, Colin

Heute Morgen gegen 6 Uhr, wie aus dem Nichts tauchte plötzlich etwas vor unserem Schiff auf, was wir weder auf dem AIS (Automatic Identifications System) noch auf dem Radar identifizieren konnten. Alle auf der Brücke fragten sich: „Was ist das bloß?“ Man sah den ganzen Aufbau an der Wasseroberfläche. Zuerst dachten wir, es sei ein Schlepper, aber Frauke war sich sicher, dass es ein U-Boot war. Bei näherem Hinsehen sahen wir, dass es ein deutsches Marine-U-Boot war. Peter vermutete, dass es auf dem Weg nach Skagen war, um im Skagerrak Tauchübungen zu machen.

Am Nachmittag hat Uwe, unser Kapitän, seine Schleppangel ausgepackt und mit einem sogenannten „Taucher“, der dafür da ist, den Köder auch bei etwas schnellerer Fahrt unter der Wasseroberfläche zu halten. Dahinter hat er mit einem Verbindungsstück einen „Paternoster“ befestigt. Das ist eine ca. 1m lange Schnur mit fünf kleinen Köderfischen aus Stoff, die aussehen wie kleine Garnelen mit einem Angelhaken im Inneren. Am Ende von dieser Schnur hängt ein Drillingshaken mit einem Metallfisch dran. Mit dieser Angel haben wir zehn Makrelen gefangen, die wir ausgenommen und eingefroren haben. Wir haben sogar noch einen elften Fisch gefangen, einen Hornhecht. Den haben wir aber wieder freigelassen, weil diese Art von Fisch kein Speisefisch ist.

This was an amazing day. When do you usually see a submarine in the middle of the sea? That was a great surprise in the morning. You don’t see a German submarine every day at sea!
In the afternoon we were sailing through a huge shoal of fish. From the stern of the ship we went fishing with our fishing rods. After a very short while we already caught the first mackerel. A couple of minutes we had the second one. That afternoon we ended up catching ten mackerels altogether and one garfish. So, at the end of the day we were very proud of our big haul. Tomorrow we are going to grill the mackerels. That will be a delicious dinner on the beach of Samsø in Denmark.

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