Erste Nacht mit Wachschicht

jos

Tag: Montag, 28.07.2014
Mittagsposition: 58° 55,2′ N, 011° 06,5′ E
Wetter: Sonnig bis leicht Bewölkt bis 24°, 22°C Wassertemperatur
Ort: Strömstad
Wind: SE 3
Seemeilen: 39
Autor: Jos

Als wir heute Morgen den 28.07.2014 um 8:00 aufgewacht sind und die Wache abgelöst haben waren alle noch sehr müde von ihrer ersten Nacht mit Wachschicht. Nach dem Wachwechsel gab es dann Frühstück und es wurde der neue Kurs nach Schweden fortgesetzt. Nach kurzer Zeit wurden schon die ersten Inseln gesichtet. Da es sehr windstill war haben wir  dann den Motor angeworfen um rechtzeitig am Mittag in Strömstad anzukommen.
Das Anlegemanöver war sehr aufregend (die Pier war nur 5 Meter lang – Seute Deern ist aber 37 m lang!!!) doch es verlief gut und wir waren pünktlich um 12:00 im Hafen von Strömstad angekommen. Zum Mittagessen gab es dann die Makrelen die wir am Tag zuvor gefangen haben. Diese hat Hans – der Smutje – sehr lecker zubereitet :-)

Nach kurzer Tagesplanung sind wir dann in Gruppen von drei oder mehr Personen in die Stadt gegangen um das bereits erklärte Tauschspiel zu spielen. Danach sind wir dann zum gegenüberliegenden Felsen gegangen um zu schwimmen.

Das Wasser war sehr warm und alle hatten Spaß.

Ich grüße meine Familie und Freunde :-)

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Leinen los in Frederikshavn!

kathiTag: Sonntag, 27.06.2014
Mittagsposition: 57°44,4 N, 010° 44,4 E

Ort: Skagerrak
Wetter: 23° Lufttemperatur
Wind: SE 3
Seemeilen: 86
Autorin: Kathi

Mit einem „Reise Reise Aufstehen“ wurden wir heute an unserem ersten Morgen um 5:30 von Rainer, dem Kapitän geweckt. Wir haben uns schnell angezogen, sind hoch gegangen und haben Zähne geputzt. Danach versammelten sich alle auf dem Vorschiff und machten sich in den Wachen bereit zum Ablegen.Um 6:00 legten wir dann ab und fuhren unter der Maschine an der Küste Dänemarks gen Norden, bis wir uns dann nach ungefähr einer halben Stunde in den Wind legten, um alle Segel außer dem Besan zu setzen. Danach wurden die Backschafter Daniel, Melissa und ich von Hansi, unserem Smut in die Kombüse gerufen um das Frühstück vorzubereiten. Backschaft ist so wie ein Küchentag, aus jeder Wache geht ein Mitglied für einen Tag zu Hansi in die Küche, um ihm zu helfen. Um 9:30 gab es dann Frühstück. Wir mussten anschließend abwaschen,abtrocknen und das Geschirr wieder weg räumen und danach ungefähr 80 Kartoffeln aus dem Kabelgatt rausnehmen und schälen. Derzeit hatte die C-Wache (8-12) Seewache. Zum Mittag hin kamen immer mehr Wellen auf, sodass viele etwas seekrank waren. Zum Mittag gab es Hühnerfrikassee mit Kartoffeln und Bohnen. Als Dessert schnitten wir Melonen und Abends, als sich das Meer dann wieder beruhigte und der Wind eingeschlafen ist gab es normales Abendbrot.

Später haben wir die Segel geborgen und auch unseren Kurs geändert, der eigentlich nach Norwegen gehen sollte. Wir konnten ihn allerdings nicht halten, weil wir gar keinen Wind mehr hatten und die Wetteraussichten ungemütlich waren und zu viel Wind voraussagten, dass wir dann später nicht mehr nach Schweden kommen würden. So segelten wir nun also Richtung Schweden und gingen alle früh ins Bett, um für die Nachtwache ausgeruht zu sein. Um 20:00 haben wir die Backschafter für den nächsten Tag noch eingewiesen und gingen dann schlafen.

Liebe Grüße an meine Freunde und Familie :-)
Eure Kathi

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Let´s talk about…HIGH SEAS HIGH SCHOOL SUMMER 2014!

katha16 Stunden ist die HSHS Summer 2014 nun alt und wir haben so viel erlebt, gequatscht, gelacht, geschleppt, gestaut, entsorgt, ausgeräumt, besprochen, erklärt, gefragt und gegessen, dass es für Normalsterbliche für drei Wochen reichen würde. Wie gesagt für Normalsterbliche….

Die Jungs und Deerns, die wir heute morgen – noch etwas aufgeregt und zurückhaltend – getroffen haben, die wir auf der Busfahrt – schon etwas aufgetauter – kennengelernt haben und die wir hier an Bord – hilfsbereit, aufmerksam, aufgeweckt – erlebt haben, gehören sicherlich nicht zu dieser Kategorie. Allein der Umstand, dass diese Kids sich auf eine solche abenteuerliche und doch auch immer etwas ungewisse Reise einlassen, zeugt schon von ihrem Mut und ihrem Charakter.

Nach einer 6-stündigen Busfahrt, sind wir bei strahlenden Sonnenschein an der Pier in Frederikshavn gelandet. Zunächst hies es Kojen bauen und Klamotten ausräumen. Im fließenden Übergang wurde dann der Proviant verstaut (Kiloweise Wassermelonen, Lauch, Salat, Äpfel, Kartoffeln usw.), der Getränkebestand gezählt (Ja, wir können bis über 1000 zählen :-) und alle Getränke aus dem Kabelgatt in die Getränkelasten verlagert, um besseren Zugriff und Überblick zu haben. Mittlerweile waren es gefühlte 40 Grad im Schatten und nach und nach verkürzten sich die ersten Hosenbeine und der Schweiß lief. Aber es war noch nicht vorbei. Wo Proviant ankommt, entsteht leider auch immer viel Müll. Also jeder schnappte sich einen Sack und dann ginge einmal rund ums Hafenbecken – wir hatten uns bis dato ja noch nicht so viel bewegt :-) Danach dann erste Sicherheitseinweisung, Wachplanung, Essen. Endlich angekommen!

Nach dem Abendbrot wurde es schon langsam stiller, erste Augen fielen zu. Es folgte also nur noch eine kleine Vorstellungsrunde auf englisch und jeder stellte kurz seinen Sitznachbarn aus dem Bus vor – natürlich auf englisch und das um mittlerweile 21.00 Uhr. Ja, diese Truppe hat heute schon wahnsinniges Stehvermögen bewiesen und wir alle wissen: es wird einfach klasse werden in den nächsten Tagen auf der Seute Deern.

Ausgelaufen sind wir heute noch nicht, weil so vieles zu tun war und alle noch einmal eine erste Nacht zur Eingewöhnung auf dem Schiff haben sollten und vielen eine gute Mütze Schlaf nochmal richtig gut tut…

Seit 10 Minuten ist nun Nachruhe an Bord der Seute Deern. Die Mädchen liegen schon, die Jungs „sortieren“ sich noch…:-) Aber alle sind glücklich und strahlen und freuen sich auf 5.30 Uhr, wenn Kapitän Rainer höchstpersönlich alle wecken will, weil wir um 6 Uhr der Morgensonne entgegen treten wollen und dann endlich auf seglerisch unsere große Reise beginnt!

In diesem Sinne sage auch ich Gute Nacht und Adios!

Katha

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