Das war die Summer HSHS 2012! Eine tolle Crew, eine aufregende Reise!

Nun ist sie vorbei, unsere Reise durch Norwegen, Schweden und Dänemark, durch Fjorde, Inselns, Schärengärten, enge Kanäle und Häfen, durch dick und dünn, durch Wellen und Gischt! Es war eine wundervolle Reise mit einer wunderbaren Crew, die uns allen noch lange im Herzen und in Erinnerung bleiben wird. Ich hoffe, wir sehen uns alle wieder, setzen zusammen Segel und nehmen sie aus allen Richtungen: die wunderbaren Wellen des Skagerraks und Kattegats!

Euch allen wünsche ich das beste für eure Zukunft! Nehmt euch immer die Zeit, um raus zu fahren und das Leben zu spüren! Es war ein besonderes Erlebnis mit Euch.

Danke Toni, dass aus jedem Morgenmuffeln später immer ein herzliches Lachen wurde!

Danke Tabea, dass du dir nie ernsthaft weh getan hast und immer wieder die Zähne zusammengebissen hast!

Danke Justus für deine Energie! Du warst so herrlich erfrischend und dein “MAMAAA” aber vor allem dein “Scherz” sind mir ins Blut übergegangen!

Danke Julian für deine tollen Reime und lass uns auch weiterhin an deiner musikalischen Laufbahn teilhaben! Aber das Angeln üben wir nochmal :-)

Danke Anna, dass du für alle immer ein Ansprechpartner warst und uns damit so geholfen hast! Wir alle wünschen Dir eine tolle Reise auf der Johnny!

Danke Anna-Sophie für deine mitreißende Begeisterung, dein Quietschen und Lachen! Das Bild von dir in der kleinen Wippe im Krankenhaus Bergen werde ich nicht vergessen!

Danke Luis, dass du mit mir im Boot gesessen hast, als der Motor ausfiel! Ich weiß nicht, was ich ohne dich gemacht hätte!

Danke Nicolas für dein Talent beim Spontantheater und deine coolen Sprüche als Sam, der Barkeeper!

Danke Zoe, dass du in die Tonne gestiegen bist und nicht nur Hansi, sondern uns alle hast Tränen lachen lassen!

Danke Magali, dass du mit Tabea die Ehre der Mädchen gerettet hast und dich beim ersten Baden zuerst in die Fluten gestürzt hast!

Danke Calle für die leckeren Hornis und für das Lagerfeuer in Grebbestad!

Danke Hansi für deine Unterhaltungskünste in Kopenhagen, deine Weltoffenheit (“Ach, die Norddeutschen!”), dein Durchhaltevermögen und deine schönen Sprüche (“So, dann bringt mal die Eure Möpse raus, Mädels!” *gemeint war der Teller mit den Rollmöpsen!!!*)

Danke Beata, es ist immer wieder schön bei stampfendem Schiff und tauchendem Klüver um 5 Uhr früh die Vorsegel mit dir zu bergen und dabei klitschnass zu werden!

Danke Martin, dass du unser 11. Kind warst und so viel Ausdauer bewiesen hast!

Danke Teresa, dass du weit mehr als “nur” englisch gemacht hast, sondern immer eine Unterstützung für uns alle an Deck, in der Kombüse und an Land warst!

Danke Andreas, deine Knoten, Bänder und Puschel werden noch lange unsere Handgelänke zieren und sind uns eine wunderbare Erinnerung!

Danke Peter für deinen Dänischkurs und das dänische Wort für Spaghetti, dass ich aus jugendschutzgründen hier nicht wiederhole :-) Ach ja: “Jeg hedder Katharina” klappt schon ohne Knoten in der Zunge!

Danke Rainer, dass du das alles für uns möglich gemacht hast und uns die schönsten Buchten und verstecktesten Ecken der Welt gezeigt hast!

Danke Jan für dein Engagement, deine nächtlichen Amazon-Bestellungen und deine Arbeit, die diese Reise überhaupt erst möglich gemacht hat.

Danke Hartwig  für die Idee der High Seas High School, die uns allen diese Abenteuer und Erfahrungen ermöglicht und uns zusammengebracht hat!

Ich werde noch lange an Risör, Oslo, Dröbak, Strömstad, Marsstrand, Helsingör, Kopenhagen, Sassnitz und das Tromper Wiek denken.

Wir sehen uns bei “MAMAAA”! *Scherz.

Eure Katha

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Capture the flag!

magaliDatum: 28.08.2012
Position: Rügen/Sassnitz
Etmal: 0 sm
Wetter: sunny
Wind: W2
Artikel von: Magali

Heute Morgen haben wir angefangen die Insel Rügen zu erkunden. Wir machten eine Wanderung an der Küste von Rügen entlang, neben uns die riesigen Kreidefelsen. Für den Hin- und Rückweg brauchten wir insgesamt vier Stunden, doch auf dem Hinweg legten wir eine kleine Badepause ein, bei der sich Tabea – von Calle auch Tabeule genannt – den Fuß verletzte, der blau anschwoll.
Bei unserem Ziel angekommen, einem Aussichtspunkt in der Nähe des Königsstuhls, spielten wir das Spiel “Capture the flag” (Manche kennen es vielleicht aus Percy Jackson- Diebe im Olymp, nur etwas abgewandelt ;) ). Bei dem Spiel wird man in zwei Gruppen geteilt, und jede der Gruppen bekommt drei Flaggen. Diese hängt jede Gruppe an einem Ort ihrer Wahl in einem Radius von ca. 2m an Bäumen auf, steckt sie an Stöcken in den Boden, oder legt sie einfach nur ins Gras. Dabei müssen die Flaggen, die in der Teamfarbe sind, bei uns gelb und blau, immer gut sichbar sein.
Das Ziel des Spiels ist es, die Flaggen der gegnerischen Mannschaft zu klauen und möglichst viel Geld zu sammeln. Eine der Regeln ist, dass man immer Geld dabei haben muss. Die Flaggen muss man sich einfach greifen, dann ist sie im Besitz der eigenen Gruppe. Das versucht der “Wächter”, der in jeder Gruppe zu Anfang bestimmt wurde, zu verhindern. Er muss versuchen den Eindringling abzuklatschen. Wenn ihm das gelingt, muss dieser ihm sein ganzes Geld geben. In der Zeit versucht der Rest der Gruppe, genannt “Jäger”, den Gegnern die Flaggen zu stehlen. Dem eigenen Wächter dürfen sie sich aber nur auf 2m Entfehrnung nähern. Als Jäger kann man die Gegenspieler, bis auf den Wächter, ebenfalls abklatschen. Wenn man das tut bekommt man alles Geld, was der andere Spieler bei sich trägt. Der Spieler muss, da man nur mit Geld im Besitz spielen darf, zur Bank (Martin und Teresa) gehen, und sich neues Geld von dem “Konto” seiner eigenen Gruppe geben lassen. Der Jäger kann sich entscheiden, ob er das gewonnene Geld sofort auf das “Konto” seiner Gruppe legt, oder keine Zeit verliert und weiter spielt. Dann ist das Risiko jedoch ziemlich hoch, dass man abgeklatscht wird, und das ganze Geld verliert.
Dieses Spiel spielten wir ungefähr eine Stunde lang, bis die gelbe Gruppe gewann, und wir aufbrachen. Auf dem Rückweg nahmen wir den Weg durch den Wald. Dies wurde zu einer Tortour für Anna und Tabea, die Beide schmerzhafte Verletzungen am Fuß hatten. Bei Tabea war es so schlimm, dass sie ins Krankenhaus musste. Gott sei Dank stellte es sich heraus, dass der Zeh nur stark geprellt war.
Am späten Nachmittag besuchten mich noch meine Tante, mein Onkel und meine kleine Cousine Lilia, die zufälligerweise gerade auf Rügen Urlaub machen. Ich habe ihnen das ganze Schiff gezeigt, und sie unterhielten sich noch lange mit unserm Kapitän.
Am Abend besprachen wir noch unsere zurückgelegte Route und bekamen von Clipper Seglernachweise geschenkt, die wir dann gleich ausfüllten. Am Abend schliefen alle erschöpft von der Wanderung ein.

Viele Grüße an alle Daheimgebliebenen, insbesondere an Maja, Stephan & Lilia. Viel Spaß noch auf Rügen!
Magali <3

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Reise, Reise…

kathaDatum: 27.08.2012
Position: 55°04,3 N ; 012°50,0 E
Etmal: 87 sm
Wetter: sunny
Wind: NW 3
Artikel von: Katha

Reise, Reise! Hieß es heute morgen schon in aller Frühe! Und zwar aus meinem Mund, denn ich hatte 4-8 Wache und durfte meine Leutchen zusammentrommeln. Wir wollten um 6 Uhr ablegen in Kopenhagen und uns auf den Weg nach Rügen machen. Ein langer Marsch und deswegen diese frühe Zeit. Aber der Reihe nach…

Nachdem ich um 5 Uhr noch eine Tasse Tee in aller Ruhe getrunken habe, wagte ich mich in die Höhle des Löwen. Es ist immer wieder spannend, (am Morgen) die Türen der 8-Manns-Kammern zu den Jungs und Mädels zu öffnen. Es ist immer die Frage: Geht die Tür überhaupt auf? Ist überhaupt jemand da? Wie viele Mädels schlafen in dieser Nacht wieder zusammen in einer Koje? Werde ich eine Sauerstoffflasche benötigen? Wie soll ich diesmal nur Tabea wach kriegen? Wie oft werde ich den Wachvorgang wiederholen müssen, bis jemand reagiert? Die sanfte oder die harte Tour?
Ich entschied mich wie immer zunächst für die sanfte Tour. Also leise die Tür auf. Ich merke, wie ich ca. 15 Paar Schuhe mit der Tür mitschiebe, also erstmal alles ganz normal. Und dann Dunkelheit und Ruhe. Ich genieße einen Moment, dass die Luft doch nicht so schlecht ist, wie ich aus Erfahrung vermutete. Die Mädels hatten also doch das Bulleye entdeckt nach 3 Wochen auf See. Nach einem sanften Weckversuch, entschied ich mich dann doch anders und mein “Reise, Reise!!!” brachte dann doch einige Mädels zum Zucken, immerhin!!! Ich hatte Chance nur noch 1-2 mal “Nachwecken” zu müssen.
Nach einer zweiten Tasse Tee, ich wollte gerade ein zweites Mal wecken, dann die Überraschung: nicht nur die Backschaft, nein auf meine vollständige B-Wache (Humpelbeinchen Tappsy, ein ziemlich verschlafener Luis, Anna, die mit Augen zu zielsicher an Deck spazierte und Toni, unser Morgenmuffel) tauchten an Deck auf!!!
Erfolg also auf ganzer Linie! Ich war stolz auf meine Wache!

Nachdem wir dann den Landgang weggenommen, das HSHS-Banner abgenommen, den Rudergänger wach gerüttelt und die Leinen klar hatten, ließ Rainer alles losschmeißen und wir verließen Kopenhagen, um uns wieder auf den Weg zurück nach Deutschland zu machen. Nach Rügen sollte es gehen und wir genossen die letzte größere Überfahrt! Segelsetzen läuft nun auch schon fast ganz ohne meine oder Martins Anleitung und so haben wir mittlerweile entspannte Stunden während unserer Wachen. Et loppt!

Also: weitersegeln und Freude haben!

Liebe Grüße to the Landratten!

Katha

 

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