Nachtrag: Big Smile von High Seas High School!

An Bord in Gdynia kam Marek. Er ist Initiator eines Projektes mit dem schönen Namen “Big Smile Archive” (www.promocjakultury.pl). Er sammelt auf der ganzen Welt “Big Smiles” für kranke Kinder und Jugendliche und macht “Lachseminare”. Auch Seute Deern und die High Seas High School haben sich gerne daran beteiligt und herausgekommen ist ein strahlendes Lächeln, wie wir es so häufig an Bord genießen konnten und wie ich es nie vergessen werden:

Big Smile

Seute Deern und die High Seas High School schenken der Welt ihr schönstes Lächeln! Ha Ha Haaaaaaaaaaaaa!…

Liebe Grüße und Euch allen immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

Katha

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Ende einer aufregenden Seefahrt…!

petraTag: Samstag, 16.08.2014 – unser letzter Tag
Mittagsposition: 54°49,7´N; 18°33,3´E
Wetter: durchwachsen
Ort: Gdynia
Wind: 2 Bft. 
Autorin: Petra

Samstag Abend, 22.00 Uhr. Seit einer Stunde sitzen wir bereits im Bus und fahren durch die polnische Nacht Richtung Hamburg. Dort wird sich morgen, Sonntag, zwischen 9 und 10 Uhr am ZOB der Kreis nach drei ereignisreichen und spaßigen Wochen schließen. Jetzt lasse ich noch einmal meine Gedanken schweifen – leicht unterbrochen von Tommys sonorer Schnarchsession auf dem Nebensitz. Sorry, Tommy ;-) Oropax rein…. Ahh, jetzt kann ich weiter denken und schwelgen…

Der letzte Tag heute an Bord war recht lebhaft und wuselig. Erst einmal hatte unser lieber Benedikt Geburtstag. 15 wurde er. Nochmals meinen allerherzlichsten Glückwunsch, Bene! Im morgendlichen Briefing bekam er von allen ein schönes Geburtstagsständchen (singen kann die SHSHS-2014-Crew wirklich mit Inbrunst!). Ein Geburtstagskuchen fehlte natürlich auch nicht. Melissa und Kathi hatten sich am Vorabend in der Kombüse verschanzt und mit Liebe und ‚pi mal Daumen’ einen wirklich leckeren Geburtstagskuchen (mit echter Nutella!!) gezaubert.

Tja, und danach war Großreinschiff angesagt….  Alle halfen mehr oder weniger eifrig, mit, unsere Seute auf Hochglanz zu polieren. Zeit: bis 10.30 Uhr… Dann fand ein Sportturnier statt. Es waren zu dem Hafenfest in Gdynia viele Segelschiffe wie die Alexander von Humboldt II, die Greif, Trekrona, Seedorf, Etoile u.v.m. aus aller Herren Länder dabei. Von jedem Schiff sollten Mannschaften gestellt werden. Wir haben uns für Beachsoccer und Beachvolleyball angemeldet. Tja, … und wer hätte das gedacht?! Wir haben uns nicht schlecht geschlagen. Fussball zu spielen gegen ausgewachsene, kräftige und durchtrainierte Matrosen der anderen Schiffe – kein Pappenstiel! Beim Beachvolleyball kam am Ende sogar der dritte Platz für die Seute-Mannschaft dabei rum!! Wow! Später in der Crew-Parade wurden die Sieger des Turniers vor einem großen Publikum geehrt und bekamen eine schöne Trophäe überreicht. Die wollte natürlich jeder mit nach Hause nehmen…. Super war die Idee der Kids, den Pokal zum Wanderpokal zu machen und ihn von Adresse zu Adresse zu schicken…. Mal sehen, ob das klappt?!?… Ja, … und der unerwartete Höhepunkt der Verleihung war, als plötzlich der Name unseres kleinen Tirolers aufgerufen wurde. David! Er nahm den Pokal für seemännische Tatkraft des jüngsten Crewmitgliedes (vigour of the youngest crew member) aller anwesenden Schiffe entgegen. Das war ein Moment, den David so schnell nicht wieder vergessen wird.

Die Stimmung an Bord stieg von Stunde zu Stunde… Nach einem kurzen Fototermin unserer Crew auf dem Dach unseres Deckshauses wurde gesungen und getanzt. Musikalisch war die Truppe, das muss man schon sagen.

Ja, das war ein gelungener Törn – 3 Wochen zwischen Skagerrak und Danziger Bucht schweißen zusammen. Eine harmonische Gruppe aus allen Himmelsrichtungen auf einer sympathischen Gaffelketsch mit einer sehr gut eingespielten Stammcrew, dazu noch eine mehr oder weniger starke Brise Wind (aus der richtigen Richtung wohlgemerkt!), ausreichend Sonne und fabelhafte, abwechslungsreiche Landschaften und Orte …. Was will man mehr? Schon nach sehr kurzer Zeit hatte ich den Eindruck, dass unsere Kids sich gefunden haben, als hätten sie sich schon lange vorher gekannt. Ob es der ‚Drunken Sailor’ war oder ‚My Bonnie…’ oder der ‚Pirates’ Song’ oder echt kölsche Karnevalshits oder aber eine Polonaise über die Seute – an Spaß und Gemeinschaftssinn fehlte es uns nicht. Aber auch die Arbeit gehörte zu unserer Reise. Ausschlafen? Pustekuchen! Jeder hatte seinen Job und seine Verantwortung für die gesamte Besatzung. Alle haben das Knotendiplom und die meisten die Wikingerprüfung bestanden. ‚Syrströmming ist sooo lecker!’. Segelsetzen und –bergen, Ankern, das Ruder übernehmen, Wache schieben, Wetter bestimmen, Positionen eintragen, Meldungen machen, Backschaft und viele andere neue Herausforderungen sind nach drei Wochen zum selbstverständlichen Seemanns-Alltag geworden.

Jeder und jede von uns nimmt seine eigenen Erfahrungen und neu geschlossenen Freundschaften nun mit nach Hause. Aber eines bleibt allen garantiert im Ohr! Wir werden ihn alle ganz stark vermissen, unseren Hansi, dem meist fotografierten Smut (der Welt??). Ganz besonders natürlich den mehrmals täglich unwiderstehlichen, unnachahmlichen, unüberhörbaren, einzigartigen und originellen „BACKSCHAAAFT“- Ausruf aus Hansis Kombüse. Vielleicht ist er demnächst als Klingelton auf dem Markt?? Vielen Dank, Hansi, für deine Kochkünste und die jeden Tag auf’s neue aufgestellte Küchencrew, die du voll und ganz im Griff hattest J. Aber auch ein großes Dankeschön an die übrige Stammcrew, ohne die der Törn gar nicht möglich gewesen wäre: Dieter, Günnie, Tommy, Chrissi, Frauke, Peter, Katha und natürlich unserem Kapitän Rainer, der uns stets sicher von Frederikshavn nach Gdynia geführt hat.

Auf jeden Fall geht jetzt eine Reise zu Ende, die alle sehr viel reicher an schönen Erfahrungen gemacht hat. „Die Karawane zieht weiter …“ – das virtuelle Zeitalter macht’s möglich. Sicherlich bleibt der ein oder andere Kontakt noch lange erhalten!

Einen ganz herzlichen Gruß an alle, die mit an Bord waren und alle Freunde, Bekannte und Segelfreunde, die diesen Blog mitverfolgen.

Eure

Petra Rotermann

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Stempeljagd in Gdynia

laurinTag: Freitag, 15.08.2014
Mittagsposition: 54°49,7´N; 18°33,3´E
Wetter: heiter bis wolkig
Ort: Gdynia
Wind: 2 Bft. 
Autor: Laurin

Heute sind wir um 7 Uhr in der Früh aufgestanden um in Hel abzulegen, damit wir rechtzeitig in Gdyna ankommen. Nach der kräftezehrenden Arbeit des All-Hands-Manövers beglückte uns Hansi mit einem leckerem Frühstück.

Während der Fahrt nach Gdynia sahen wir viele Handels-Schiffe, die vor Gdynja vor Anker lagen, aber auch bereits einige große Segler, die so wie wir auch zur Operation Sail Gdyna (Link zur Sail) wollten.

Als wir im Hafen ankamen, sahen wir viele große, geschmückte Segelschiffe. Gleich nach dem Anlegen im Presidenten-Basin begannen wir damit, auch unsere Seute herauszuputzen: wir schmückten unser Schiff mit vielen, verschiedenen Flaggen (“Über die Toppen flaggen”) und während ich mit den Flaggen beschäftigt war, strich eine andere Gruppe den Bug und die Verschanzung mit schwarzer Farbe nach. Danach haben wir noch alle Segel neu gepackt und die Segelkleider angebracht.

Um 14 Uhr sind wir zur Eröffnungszeremonie dieses Hafenfestes gegangen und haben uns die Rede angehört. Nach der Eröffnung haben wir angefangen, die Stempelkarten der der meist polnischen Besucher mit unserem Schiffsstempel zu füllen. Diese Aufgabe haben wir wachweise übernommen. Die A-Wache hat angefangen, die Stempel zu verteilen und es folgten die B- und C-Wache, weil der Andrang so groß war – fast jeder Besucher, der am Schiff vorbeikam wollte einen Stempel. Es war eine regelrechte Stempeljagd! Während die eine Wache “Stempeldienst” hatten konnten wir andern selbst auf Stempeljagd gehen und uns alle andern Schiffe im Hafen angucken wie z.b die Alexander von Humbolt II (GER), die Kruzenshtern (RU), die Greif (GER), die Santa Mariea Manuela (POR), die Tre Kornor (SWE) und die Fryderyk Chopin (POL).

Da wir Samstag den 16.08 schon nach Hause fahren mussten wir anfangen, unsere Sachen zu packen und das Schiff zu säubern. Abends guckten wir dann noch den 2. Teil von Treasure Island.

 

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