Kombüsen-Chaos

IlkaName des Autors: Ilka
Datum: 27.7.2017
Position: 56°25,7´N 012°35,7´E
Position für Landratten: Vor der schwedischen Küste
Wind: SSW 2

Ich hatte gestern Backschaft, das heißt ich hatte Küchendienst mit zwei anderen aus der A- und B-Wache. Deswegen wurden wir von den jeweiligen Wachen befreit. An diesem Tag mussten wir um 6:45 Uhr aufstehen, um pünktlich zur Backschaft zu erscheinen. Das wäre eigentlich kein Problem, wenn wir nicht abends so lange wach geblieben wären. Tja, selbst Schuld! Somit hatte ich dann mit Merida und Hell zusammen Dienst.

Morgens gab es ganz normal Frühstück, welches auch pünktlich auf dem Tisch stand. Nach dem Essen hieß es dann abräumen und abwaschen, was eigentlich ganz schnell ging. Beim Kartoffeln schälen hat uns dann Sahara noch geholfen, weil er ein echter Profi darin ist. Danach ging dann die Heulerei los bzw. dass Zwiebeln schneiden. Es gab nämlich Herigngsstipp mit Bratkartoffeln und zum Nachtisch Apfeltiramisu.

Nach dem Essen ging dann die Qual und das ganze Chaos los. Es war ziemlich nervig den Abwasch zu machen, da wir zwei Stunden gebraucht haben, denn es gibt für 28 Leute keine normalen Töpfe und Pfannen, sondern überdimensional große, plus das komplette Gedeck.

Zum Abendessen hin ging dann garnichts mehr. Irgendetwas ist mit der Organisation schief gelaufen und zusätzlich wurde noch eine Schale kaputt geschmissen. Dann lief auch noch die Kaffemaschine über… , also Maschine hoch, abwischen, abtrocknen, rüberhieven, neuen Kaffee aufsetzen.

Das selbst gemachte Baguette brauchte auch noch seine Zeit und sowieso war alles ein Riesenchaos. Uns war eigentlich nur bekannt, dass das Essen um 18:00 Uhr fertig sein sollte. Doch die aufziehende Wache wollte um 17:30 Uhr essen, was für noch mehr Stress sorgte. Letztendlich stand das Essen mit großer Verspätung auf dem Tisch und alle konnten endlich essen – und wir alle waren wieder entspannt.

Die Jungs hatten allerdings geangelt und wollten jetzt ihren Fang köpfen und ausnehmen, was wir aber in der Küche auf Holzbrettern nicht so gerne haben wollten. Es hat dann trotzdem geklappt und nun liegen drei Makrelen im Gefrierfach und wartet darauf gegessen zu werden.

Und so ging die Erste chaotische Backchaft für mich zu Ende.

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